Bezirk Hamburg-Mitte

Stadtteilkultur Einrichtungen und Projektförderung

Bezirk Hamburg-Mitte - Stadtteilkultur

Kultur im Stadtteil - Kultur für den Stadtteil

Bürgerinnen und Bürger Hamburgs sind von Beginn an initiativ in der Stadtteilkulturarbeit aktiv. Dieses Engagement stand auch bei der Entwicklung des Modells für die Stadtteilkulturförderung im Vordergrund, welches Transparenz und Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung, Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht.

Das Fachamt Sozialraummanagement Hamburg-Mitte unterstützt Stadtteilkulturzentren, Bürger- und Freizeithäuser, Geschichtswerkstätten sowie Stadtteilarchive und fördert stadtteilkulturelle Projekte. Stadtteilkultur beinhaltet begrifflich sowohl die traditionellen- als auch die alternativen Formen von Kulturarbeit aller Kultursparten im Stadtteil.

Durch die Förderung soll das stadtteilkulturelle Leben – auch als soziales Anliegen – in seiner Vielfalt erweitert und bereichert werden.

Das breit aufgestellte und vielfältige kulturelle Angebot in den Stadtteilen leistet einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in der Stadt und fördert die Identifikation der Menschen mit ihrem Wohnumfeld. Stadtteilkultur entsteht und wirkt in Verbindung mit initiativem Engagement von Personen, Gruppen und Einrichtungen, entfaltet sich mit spezifischen Profilen und nimmt Impulse aus dem Sozialraum auf.

Erfahren Sie, welche Einrichtungen der Stadtteilkultur derzeit vom Bezirk Hamburg-Mitte gefördert werden und wie Sie die Förderung eines Kulturprojekts beantragen können.

Stadtteilkulturzentren, Bürger- und Freizeithäuser, Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchive

Die Arbeit der geförderten Kultureinrichtungen ist stadtteilbezogen und orientiert sich an den soziokulturellen Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Programme sind dadurch ausgesprochen vielfältig. Sie umfassen außer musikalischen und künstlerischen Angeboten unter anderem auch Sprachkurse, Lesungen, Kinderveranstaltungen aller Art, verschiedene Tanzkurse, Judo und Töpfern.

Die Kultureinrichtungen sind als Stiftungen oder gemeinnützige, eingetragene Vereine konzipiert und fühlen sich der kontinuierlichen Arbeit im Sinne der Förderkriterien verpflichtet. Die Einrichtungen haben ein integratives Konzept. Ihre Arbeit bezieht sich nicht nur auf eine bestimmte Sozial- oder Altersgruppe oder auf nur eine Angebotsform.

Die Geschichtswerkstätten beziehungsweise Stadtteilarchive sind nicht nur eine Archiv- und Sammelstelle, sondern befassen sich auch mit der Entwicklung der sozialen Problematik der Stadtteile und deren Geschichte. Diese Einrichtungen sind gewissermaßen ‚das Gedächtnis der Stadtteile‘. Die Angebote der Geschichtswerkstätten sind für alle Menschen im Stadtteil zugänglich. Sie bieten die Möglichkeit, einen persönlichen Beitrag zur Geschichtsschreibung zu leisten und Fotos, Dokumente und Erinnerungen zur Aufbewahrung zu geben.

Im Bezirk Hamburg-Mitte werden folgende Einrichtungen der Stadtteilkultur gefördert (Stand 2018):

Stadtteilkulturzentren
Kulturpalast Hamburg
Honigfabrik Wilhelmsburg
Kulturladen St. Georg
Kulturladen Hamm

Bürgerhäuser
Bürgerhaus Wilhelmsburg
Freizeithaus Kirchdorf Süd
Bürgertreff Dannerallee

Geschichtswerkstätten/Stadtteilarchive
Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen
Geschichtswerkstatt St. Georg
St. Pauli Archiv
Geschichtswerkstatt Hamm
Geschichtswerkstatt Horn
Geschichtswerkstatt Billstedt
Finkenwerder Geschichtswerkstatt 

Förderung stadtteilkultureller Projekte – Ziele und Voraussetzungen

Neben den inhaltlichen Zielvorgaben der ‚Globalrichtlinie Stadtteilkultur‘ in der geltenden Fassung dient die ‚Förderrichtlinie Stadtteilkultur‘ als Orientierungsrahmen bei der Gestaltung der Projektförderung und Zuwendungspraxis.

Unter folgenden Voraussetzungen kann ein Projekt der Stadtteilkultur gefördert werden, sofern das Projekt im Bezirksamtsbereich Hamburg-Mitte stattfinden wird:

  • Das beantragte Projekt bereichert das kulturelle Leben im Stadtteil und trägt positiv zur Stadtentwicklung bei.
  • Das beantragte Projekt trägt zur Verbesserung des Stadtteilimages bei.

Darüber hinaus muss mindestens eines der folgenden Förderkriterien erfüllt sein:

  • Die Kommunikation sowie die Kooperation zwischen unterschiedlichen kulturellen und sozialen Milieus im Stadtteil wird gefördert und die Teilhabechancen an gemeinsamen kulturellen sowie künstlerischen Aktivitäten werden erweitert.
  • Schwellenängste im Umgang und in der Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur werden abgebaut und Anregungen zu einer kreativen Praxis, beispielsweise durch die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern, gegeben.
  • Die Eigenaktivitäten der Menschen im Stadtteil werden im Sinne einer kulturellen Selbstbehauptung unterstützt.
  • Das Vorhaben richtet sich an die (Stadtteil-)Öffentlichkeit.

Es können beispielsweise folgende Kulturbereiche gefördert werden:

  • Veranstaltungen (zum Beispiel Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen, Ausstellungen, Stadtteilfeste)
  • Projekte und Produktionen, die einen erweiterten Zeitrahmen beanspruchen (Veranstaltungsreihen, Kooperationsveranstaltungen oder ähnliches)
  • Kooperationsveranstaltungen und Projekte, die auch in Schulen eingebunden sein können
  • Stadtteil- und bezirksübergreifende Vorhaben, wie zum Beispiel Ringveranstaltungen.

Wie wird eine Projektförderung beantragt? 

Bitte benutzen Sie das dafür vorgesehene Antragsformular. Sie können es am Ende dieser Seite downloaden oder sich vom Bezirksamt zusenden lassen.

Folgende Informationen müssen darin enthalten sein:

  • eine Projektbeschreibung mit Zielsetzung (dabei bitte den stadtteilkulturellen Bezug herstellen)
  • ein Finanzierungsplan (eine aufgegliederte Berechnung der gesamten mit dem Zuwendungszweck zusammenhängenden Ausgaben und die beabsichtigte Finanzierung durch Einnahmen, zum Beispiel Eintrittsgelder, Spenden, Verkaufserlöse, weitere Zuwendungen und ähnliches. Der Finanzierungsplan muss ausgeglichen sein. Die Summe der Einnahmen inklusive der beantragten Zuwendungssumme muss sich mit der Summe der Ausgaben decken.)
  • gegebenenfalls eine Trägerbeschreibung und die Organisationsstruktur, in die das beabsichtigte Projekt eingebunden ist
  • der Projektzeitraum (Ausgaben aus Fördermitteln dürfen nur im festgelegten Projektzeitraum getätigt werden. Bitte beachten Sie, dass Rechnungen eventuell erst nach dem Projektende eintreffen. Kalkulieren Sie daher den Projektraum bitte entsprechend großzügig.)

Wurde mit dem Projekt bereits begonnen, kann es nicht mehr gefördert werden!
Anträge bitte im Original und unterschrieben einreichen an:

Bezirksamt Hamburg Mitte
Stadtteilkulturförderung -M/SR 222-
Caffamacherreihe 1-3
20355 Hamburg

Sie können uns die Unterlagen gern vorab als E-Mail an sozialraummanagement@hamburg-mitte.hamburg.de zusenden.

Alle eingegangenen Projektmittelanträge werden dem Kulturausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte weitergeleitet. Dieser Ausschuss tagt in der Regel monatlich und entscheidet über die Vergabe der Projektmittel.
Die Sitzungstermine können Sie dem Informationssystem der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte  entnehmen.

Da hier ein Vorlauf von bis zu sechs Wochen erforderlich ist, reichen Sie den Antrag bitte entsprechen rechtzeitig ein.

Beratung:
Marion Kohlstädt
Tel.:040 42854-2561
E-Mail: Marion.kohlstaedt@hamburg-mitte.hamburg.de

Nach der Antragstellung:

Sobald eine Entscheidung über Ihren Antrag gefallen ist, werden sie benachrichtigt. Für alle geförderten Projekte ist ein Verwendungsnachweis inklusive eines Sachberichts erforderlich. Belege sind im Original einzureichen. Sie werden nach der Prüfung zurückgesandt.

Ein Rechtsanspruch auf Förderung stadtteilkultureller Veranstaltungen besteht nicht.

Downloads

Kontakt

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Freie und Hansestadt Hamburg

Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit, Fachamt Sozialraummanagement, Kostenabwicklung, Finanzcontrolling, Stadtteilkultur
Caffamacherreihe 1-3
20355 Hamburg
Raum: A6.051

Erreichbarkeit

U2/Busse 5/109 Gänsemarkt/Busse 3/34 Johannes-Brahms-Platz/Bus 3/34 Axel-Springer-Platz/S Stadthausbrücke