Bezirk Hamburg-Mitte

Hamburg-Mitte Bezirkliches Wohnungsbauprogramm Hamburg-Mitte 2018

Am 9. Oktober 2018 wurde vom Hauptausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte das Bezirkliche Wohnungsbauprogramm 2018 (4. Fortschreibung) des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung einstimmig beschlossen.

Bezirkliches Wohnungsbauprogramm Hamburg-Mitte 2018

Grundlage für das Bezirkliche Wohnungsbauprogramm Hamburg-Mitte ist die am 08. September 2016 fortgeschriebene Vereinbarung zwischen dem Senat und den sieben Hamburger Bezirken zum Wohnungsneubau („Vertrag für Hamburg – Wohnungsneubau“). Ziel ist es hiernach, mindestens 10.000 Wohnungen pro Jahr (vormals 6.000 Wohnungen) zu genehmigen. In Hamburg-Mitte soll das Neubauvolumen der genehmigten Wohneinheiten durchschnittlich bei 1.400 Wohnungen pro Jahr (vormals 750 Wohnungen) liegen. Darüber hinaus sollen insbesondere bezahlbare Wohnungen für Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen geschaffen werden. Für den Geschosswohnungsneubau im Mietsegment wird dabei künftig ein Anteil von 30 Prozent öffentlich geförderter Wohnungen angestrebt.

Das vom Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung erarbeitete Bezirkliche Wohnungsbauprogramm 2018 erfasst ein mögliches Baupotenzial von insgesamt rund 22.100 Wohneinheiten für den Bezirk Hamburg-Mitte für den Zeitraum 2018 bis etwa 2030 (siehe „Tabellarische Zusammenfassung“ im Anhang). Diese verteilen sich nach heutigem Stand mit einem auskömmlichen Mengengerüst auf die einzelnen Folgejahre, so dass trotz absehbarer Änderungen in den jeweiligen Projektentwicklungen, den einzelnen Planrechts- und Genehmigungsverfahren die Zielzahl gemäß des aktuellen „Vertrags für Hamburg – Wohnungsneubau“ gesichert sein sollte.

Davon befinden sich inzwischen „nur noch“ circa 630 Wohneinheiten in drei sogenannten „Suchräumen“, die wegen den zum Teil erheblichen Untersuchungs- und Klärungsbedarfen als langfristig zu entwickelnde Baupotenziale einzuordnen sind. Gegenüber 2016 konnten die damaligen Suchräume mit damals circa 3.800 Wohneinheiten deutlich reduziert und in konkrete Standorte respektive Flächendispositionen aufgelöst werden.

Die jeweiligen Baupotenziale für den öffentlich geförderten Mietwohnungsbau mit einem Anteil von insgesamt rund 6.800 Wohneinheiten liegen hiernach bei circa 31 Prozent (gemessen am gesamten Wohnungsbaupotenzial).

Im Rahmen der Gesamtfortschreibung des Bezirklichen Wohnungsbauprogramms Hamburg-Mitte konnten seitens des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung nun 58 neue Potenzialflächen mit insgesamt rund 6.300 Wohneinheiten identifiziert und in das Wohnungsbauprogramm 2018 aufgenommen werden.

Mit den neuen Potenzialflächen liegen die räumlichen Schwerpunkte vor allem in den östlichen Stadtteilen Billstedt und Hamm (mit jeweils circa 20 Prozent). Das größte Wohnungsbaupotenzial konzentriert sich nunmehr – ohne Berücksichtigung weiterer Nachverdichtungspotenziale im Stadtraum Horner Geest – inzwischen im Hamburger Osten (inklusive Hammerbrook und Borgfelde) mit rund 56 Prozent insgesamt.

Es wird weiterhin eine große gemeinsame Herausforderung für alle Beteiligten bleiben, den dringend benötigten Wohnungsneubau in einer „guten Mischung“ im Rahmen eines quartiersverträglichen Städtebaus und architektonischer Nachhaltigkeit in Akzeptanz der Nachbarn und zugleich im Kontext der wohnungspolitischen Ziele des Bezirks Hamburg-Mitte unter Würdigung der Senatsziele zu erreichen. 

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