Behörde für Umwelt und Energie

Mit gutem Beispiel voran! pop-interactive GmbH

Der Luftgütepartner des Jahres 2018 überzeugt mit nachhaltigem Engagement! 

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Dem Luftgütepartner des Jahres 2018 war die Freude über die Auszeichnung bei der Preisverleihung am 17. Oktober in der Handelskammer – eingebettet in die MOVE-Jahrestagung – deutlich anzusehen. Weil uns das neugierig gemacht hat, haben wir mit ihm gesprochen:

 

MOVE Hamburg: Nochmals herzlichen Glückwunsch, Herr Schlichtenberger! Wie lange haben Sie darauf hingearbeitet, Luftgütepartner zu werden?

Matthias Schlichtenberger: „Gar nicht! Ich habe nicht geplant, Luftgütepartner zu werden, auch wenn ich mich sehr über die Auszeichnung freue. Nein, Auslöser für mein Klimaschutz-Engagement war die Geburt meines Kindes, das in demselben Jahr auf die Welt kam, in dem wir unsere Firma gegründet haben, nämlich 2002. Wenn man Vater wird, bekommt die Frage nach unserer Hinterlassenschaft für die nachfolgende Generation ein ganz anderes Gewicht.“

 

MOVE Hamburg: Nun ist Ihre Firma mit 11 Mitarbeitern ja eher klein und als Internet-Provider sind Sie nicht direkt in der Ökobranche tätig. Was tun Sie, das die Juroren so beeindruckt hat, dass sie Ihnen den Preis zugesprochen haben?

Matthias Schlichtenberger: „Zunächst haben wir vier Elektroautos und zwei Plugin-Hybride in unserer Firmenflotte (unsere Mitarbeiter haben persönlich zugeordnete Dienstwagen). Dabei schauen wir nicht auf‘s Geld und wir beschaffen, wenn Bedarf ist, neue Modelle, sobald sie auf den Markt kommen. Wir verstehen uns auch ein bisschen als Tester.

Wenn sich eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter ohne Dienstwagenberechtigung privat ein E-Auto anschaffen will, schießt die Firma 4.000 € zum Kaufpreis dazu. Wir fördern auch die HVV-Tickets für unsere Mitarbeiter aus eigener Tasche und wir haben zwei Dienst-Pedelacs.

Vor unserem Büro gibt es sechs Ladesäulen für Mitarbeiter und Kunden. Dafür konnte ich unseren Vermieter gewinnen, ebenso wie dafür, zum Stromversorger Greenpeace Energy zu wechseln.

Wir engagieren uns im Regenwaldschutz und für die Förderung der regionalen Landwirtschaft. Ein Frosch in Madagaskar ist nach uns benannt, weil wir dort ein Forschungsprojekt unterstützt haben. Und wir haben bei Kiel mehrere Hektar Land gekauft, das wir renaturieren. Damit kompensieren wir die CO2-Emissionen aus dem „normalen“ Strom, den wir für eines unserer anderen Rechenzentren beziehen müssen.

Gerade haben wir die Ökoprofit-Zertifizierung abgeschlossen. Diese Zertifizierung geht über ein Jahr und schließt 10 Kurstage ein. Der Aufwand hat sich gelohnt. Wir haben viel gelernt und können das wirklich weiterempfehlen.“

 

MOVE Hamburg: Das ist in der Tat eine beeindruckende Aufzählung! Sie investieren eine Menge Geld und auch Zeit, um Ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Matthias Schlichtenberger: Ja, das tun wir. Ich denke einfach, dass wir mit jedem Euro, den wir zu diesem Zweck investieren, der nächsten Generation ein Mehrfaches davon erspare. Und es macht uns einfach Spaß! Wenn also jemand wissen will, wie man einen Vermieter davon überzeugt, Ladesäulen aufzustellen, darf er oder sie sich gerne an mich wenden!“