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Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe Kultur- und Naturmuseum

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Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

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Kontakt

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Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

Öffnungszeiten

  • Fr.:10:00 - 18:00

Erreichbarkeit

Am besten ist die Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe mit dem Fahrrad zu erreichen - die Anlage liegt direkt am Elberadweg.

Die Buslinie 530 hält zu den Öffnungszeiten des Geländes direkt auf dem Parkplatz - Haltestelle „Wasserkunst Kaltehofe“.

Barrierefreiheit

  • Parkplätze vorhanden
  • Barrierefrei zugänglich

Vom Parkplatz erreichen Sie unser ebenes Außengelände über eine rollstuhlgerechte Auffahrt, nur der Aussichtssteg und die Schieberhäuschen sind leider nicht barrierefrei. Um in die Villa zu gelangen, steht die Rampe rechts vom Haupteingang zur Verfügung. Von hier aus gelangt man ins Café Kaltehofe, welches ausreichend Platz für Rollstühle bietet. Das barrierefreie WC und die Tagungsräume erreichen Sie von hier aus mit dem Fahrstuhl.

Blindenhunde sind auf dem gesamten Areal, auch im Café, erlaubt.

Aktuell ist die das Außengelände der Wasserkunst Kaltehofe Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Zutritt zu allen Innenräumen ist nur mit Maske erlaubt, bei Führungen im Neubau nur mit FFP2-Maske.

Weitere Informationen finden Sie unter: Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

Industriedenkmal und Naturpark

Es ist nicht weit von der Hamburger City bis zur grünen Perle in der Norderelbe, der Wasserkunst auf Kaltehofe im Stadtteil Rothenburgsort. Von hier aus wurde Hamburg ab 1893 fast 100 Jahre lang mit sauberem und keimfreiem Trinkwasser versorgt. Seit 2011 laden Industriedenkmal und Naturpark dazu ein, ein Stück moderner Stadtgeschichte ebenso zu erleben wie die vielfältige Natur der Elbinsel.

Naherholungsgebiet inmitten Hamburgs 

Schon beim Betreten des 44 Hektar großen Areals des ehemaligen Wasserwerks Kaltehofe fallen zwei Dinge auf: Erstens muss hier die Zeit stehen geblieben sein – die beherrschende Architektur im Stil des Historismus versetzt die Besucher*innen zurück ans Ende des 19. Jahrhunderts. Zweitens kann dieser Ort einfach nicht inmitten einer Metropole liegen, dafür ist es hier zu ruhig, zu grün und zu idyllisch. Dass wir uns aber doch im Hamburg des 21. Jahrhunderts mitten in Rothenburgsort befinden, wird nach wenigen Schritten rechts um die Villa herum deutlich. Hier kommt ein weißer Neubau zum Vorschein, während in nicht allzu weiter Ferne die Industrieanlagen des Kraftwerkes Tiefstack zu erkennen sind.

Bei dem weißen Neubau, dessen reliefartige Fassade herabfließendes Wasser suggeriert, handelt es sich um ein von Andreas Heller Architects & Designers entworfenes Gebäude. Ins Innere des „auftauchenden“ Quaders gelangt man nur über einen Tunnel von der angrenzenden Villa aus, hier befindet sich die Austellung "Stadt.Wasser.Kunst". Im Kontrast zur modernen Architektur des Quaders stehen das Äußere der kernsanierten Villa und die zahlreichen alten Schieberhäuschen. Letztere wurden von Andreas Meyer, dem Erbauer der Speicherstadt, im Stil des Historismus errichtet. Im Inneren der Villa, in der sich einst die Außenstelle des Hygienischen Instituts befand, findet sich heute das Informationszentrum "Altes Labor", das Café Kaltehofe sowie Räume für Tagungen und Festivitäten.

Stadtgeschichte erleben

Auf dem Außengelände des Industriedenkmals gibt es eine Menge zu entdecken: Als erstes ins Auge fallen hier die wilhelminischen Schieberhäuschen inklusive der ehemals 22 Filterbecken. Nur ein Teil der ehemaligen Anlage ist heute für Menschen zugänglich, der Rest gehört der Natur. Mehrere Schieberhäuschen, zum Beispiel direkt am Schaufilterbecken rechts der Villa, sind sogar begehbar und erklären die Funktionsweise der Sandfiltration, welche im 19. Jahrhundert eine gängige Methode zur Reinigung von Flusswasser war. Seit 2016 erinnert ein Mahnmal auf dem Gelände an Zwangsarbeiter bei den Hamburger Wasserwerken und der Stadtentwässerung im Zweiten Weltkrieg.

Darüber hinaus hat sich in den rund 20 Jahren zwischen 1990 und 2011, in denen Kaltehofe für die Öffentlichkeit unzugänglich war, eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt auf der Elbinsel entwickeln können. So kommen nicht nur 44 Vogelarten zum Brüten auf die Elbinsel Kaltehofe, hier leben unter anderem auch sieben Fledermaus- und zehn weitere Säugetierarten. Wer sich für die Artenvielfalt auf Kaltehofe interessiert, dem sei der Naturerlebnispfad mit spannenden Informationstafeln zur Tier- und Pflanzenwelt ans Herz gelegt. Der Zugang zu Gelände und Naturerlebnispfad ist übrigens kostenfrei.

Die Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe bietet jeden Sonntag eine öffentliche Führung über das Industriedenkmal an. Darüber hinaus können Gruppen individuell Führungen aus den Themenbereichen Naturerlebnispfad und zur Geschichte der Anlage auf Kaltehofe buchen. Auch Kindergeburtstage gehören zum Angebot. Nach vorheriger Anmeldung können Gruppen auf dem Gelände der Wasserkunst den Trendsport Disc Golf spielen – alleine oder in einem Event mit professionellem Trainer.

Neben den zahlreichen Freizeitangeboten für Groß und Klein wird auf der Elbinsel aber auch ein wichtiger Beitrag zur Klimaforschung geleistet. Hier befindet sich eine von 21 Niederschlagsmessstationen im Hamburger Stadtgebiet, welche Daten liefert, die bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zurückreichen. So kann die Klimaveränderung speziell in Hamburg genau eingeschätzt und mögliche Trends genauer untersucht werden.

Die Wurzeln der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

Nach dem Großen Brand 1842 änderte sich die Wasserversorgung Hamburgs grundlegend. Aber erst 1890 begannen die Bauarbeiten für die Filtrationsanlage auf Kaltehofe. Die Choleraepidemie 1892 machte die dringende Notwendigkeit von filtriertem Trinkwasser für die Bevölkerung schmerzlich bewusst und beschleunigte den Bau der Anlage. Im Mai 1893 wurde die Filtrationsanlage auf Kaltehofe in Betrieb genommen. Von da an versorgte die Stadtwasserkunst alle Hamburger Haushalte mit Trinkwasser, dessen Qualität täglich vom Hygienischen Staatsinstitut kontrolliert wurde. wurde. Zur Trinkwassergewinnung wurde zunächst Elbwasser geschöpft und mittels der Langsamsandfiltration gereinigt, ab 1964 kam nur noch Grundwasser zum Einsatz. 1990 wurde die Anlage stillgelegt und die Insel blieb viele Jahre sich selbst überlassen.

Neben allen historischen Zusammenhängen klärt das Industriedenkmal auch über die Begrifflichkeit der "Wasserkunst" auf: Systeme zur Wasserversorgung hießen schon in mittelalterlichen Burgen und Schlössern "Wasserkunst". Die Ausweitung des Begriffs auf die künstlerische Inszenierung des kühlen Nass' fand erst im 18. Jahrhundert statt.

Flora und Fauna auf dem Naturerlebnispfad

Besucherinnen und Besucher können Kaltehofe mithilfe eines neuen Naturerlebnispfades entdecken. Interaktive Informationstafeln vermitteln Hintergrundwissen über die Tier- und Pflanzenvielfalt auf der Elbinsel und eingebundene Sinneselemente regen dazu an, den Pfad auch als körperliche Erfahrung wahrzunehmen. Kinder und Erwachsene können beispielsweise eine Vogelbeobachtungsplattform erklimmen und von dort die Artenvielfalt auf einem der ehemaligen Filtrationsbecken beobachten.

Auf dem 30 Meter langen Barfußpfad können Erdstrukturen wie Sand, Kies, oder Holz selbst erfühlt und das eigene Koordinationsvermögen geschult werden. Weitere Bestandteile sind ein Insektenhotel, Hochbeete, sowie Wildkräuter- und Schmetterlingswiesen. Der Naturerlebnispfad ist zu den Öffnungszeiten der Wasserkunst kostenfrei zugänglich.

Offene Führungen

Die Elbinsel Kaltehofe bietet jeden Samstag um 13.00 Uhr die Führung durch die Ausstellung Stadt.Wasser.Kunst und jeden Sonntag um 13 Uhr die Führung über das Industriedenkmal als offene Führungen an. Die Ausstellung im Neubau kann exklusiv im Rahmen einer entsprechenden offenen oder gebuchten Führung besucht werden.

Veranstaltungen auf der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

Das Datum darf nicht in der Vergangenheit liegen.

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