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Konzeptausschreibungen Nachhaltiges Bauen bei der Konzeptvergabe städtischer Grundstücke

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Statt auf den höchsten Preis setzt Hamburg auf die Konzeptqualität bei der Vergabe von städtischen Grundstücken an private Bauherren und fördert so die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Geschosswohnungsbau.

Geschosswohnungsbau

Konzeptausschreibungen

Städtische Grundstücke für den privaten Geschosswohnungsbau werden in Hamburg seit 2011 nicht mehr im Höchstpreisverfahren, sondern nach Konzeptqualität vergeben. Das Konzept ist hierbei wichtiger als der Preis! Es macht 70% der Gesamtbewertung des Angebots aus, die restlichen 30% werden durch den Preis bestimmt. Einige städtische Unternehmen sind von der Konzeptausschreibung befreit und werden regelhaft im Rahmen einer Direktvergabe bedient.

Im Vorfeld der Ausschreibung definieren die zuständigen Behörden und das jeweilige Bezirksamt Vorgaben unter Berücksichtigung der grundstücksbedingten Möglichkeiten und des geltenden Baurechts. Die Konzeptqualität im Vergabeverfahren setzt sich aus den drei Bausteinen „Wohnungsbau und Soziales“, „Städtebau und Klimaanpassung“ sowie „Energie und Bauökologie“ zusammen. In diesen drei Themenfeldern können die Bieter Punkte mit einzelnen Wertungskriterien sammeln und somit ihre Chance für den Vertragsabschluss zum Grundstückskauf durch eine gute Konzeptqualität definieren.

Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft betreut von Beginn an das Themenfeld Energie und Bauökologie. Neben dem klassischen und langbewährten Wertungskriterium der Energieeffizienz des Gebäudes sind im Laufe der Jahre weitere Aspekte hinzugekommen, z.B. die brennstofffreie Wärmeversorgung oder der Einsatz von nachhaltig zertifiziertem Holz in der Gebäudekonstruktion. Darüber hinaus können die Interessenten in der Konzeptqualität Punkte sammeln durch die Verwendung nachhaltiger Dämmstoffe oder die Durchführung einer Nachhaltigkeitszertifizierung.

Es zeigt sich, dass die Konzeptvergabe sehr gute Ergebnisse im Bereich Energie und Bauökologie erbringt: Mehr als drei Viertel aller Gebäude werden als Effizienzgebäude 55 bzw. als besonders sparsame Effizienzgebäude 40 oder sogar noch besser ausgeführt! Die Bieter ergänzen ihr energetisches Konzept zudem häufig durch Gebote zur Nachhaltigkeitszertifizierung oder die Verwendung besonders umweltfreundlicher Baustoffe.

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