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Dynamos Löwe genervt über Video-Assistent: «Wahnsinn!»

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Polizeikräfte drängen randalierende Fans von Dynamo Dresden zurück in den Gästeblock. Foto: Christian Charisius/dpa Polizeikräfte drängen randalierende Fans von Dynamo Dresden zurück in den Gästeblock. Foto: Christian Charisius/dpa

Dynamos Löwe genervt über Video-Assistent: «Wahnsinn!»

Hamburg (dpa/sn) – Chris Löwe wollte seinen Ärger nicht verbergen. "Können wir nicht einfach irgendwie Fußball spielen, wie es die letzten 150 Jahre war. Ich diskutiere am Ende lieber eine falsche Schiedsrichterentscheidung, als dass der sich aus Köln einschaltet und seinen Senf dazu gibt", erklärte der Außenverteidiger von Dynamo Dresden nach dem torlosen Remis beim FC St. Pauli am Freitagabend sichtlich genervt.

Der 30-Jährige war zuvor in der 85. Minute nach einer Grätsche von St. Paulis Luca Zander im gegnerischen Strafraum zu Boden gegangen. Schiedsrichter Daniel Schlager zeigte ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt, nahm seine Entscheidung jedoch nach Eingreifen des Video-Assistenten Günter Perl und kurzem Studium der Fernsehbilder wieder zurück.

"Ich gehe in den Strafraum und sehe, dass er grätscht. Natürlich bin ich nicht doof, ich spiele schon ein paar Jahre Fußball und weiß, was dann kommt. Er berührt mich, gibt das auch selbst noch zu, als ein Mitspieler ihn fragt", erklärte Löwe und versteht die Welt nicht mehr. "Der schaut sich die Szene 150-Mal vor und zurück an, hat 100 Blickwinkel auf die Situation und gibt mir am Ende eine Gelbe Karte. Der Schiedsrichter muss doch einen Grund gehabt haben, warum er den Elfmeter erst gibt. Das auseinander zu pflücken, das ist ja Wahnsinn!"

Wie schon eine Woche zuvor im Heimspiel gegen Darmstadt 98 fühlen sich die Sachsen durch das Eingreifen des Video-Assistenten benachteiligt. Der Eingriff im Spiel gegen die Hessen war nicht korrekt, wie inzwischen auch die DFB-Schiedsrichter-Kommission bestätigte. Dynamo geht vor dem DFB-Sportgericht juristisch gegen die Wertung des Spiels vor. Auf St. Pauli freute sich das Zweitliga-Schlusslicht letztlich lieber über einen glücklichen Punkt.

Für Ärger sorgte aber das Verhalten einiger Dynamo-Anhänger kurz nach dem Abpfiff. Diese hatten versucht, aus dem Gästeblock zu klettern und in den Bereich mit St. Pauli-Fans zu gelangen. Dabei griffen sie Ordner an. Erst der Einsatz herbeigeeilter Polizeikräfte beruhigte die Situation. Am Samstag bilanzierte die Polizei zwölf verletzte Ordner und sechs Polizeibeamte. Dynamo will die Vorfälle aufarbeiten.

Trainer Markus Kauczinski hatte sich seine Rückkehr zu seinem Ex-Verein, bei dem er bis April 2019 beschäftigt war, sicherlich anders vorgestellt. Mit dem Remis war er jedoch recht glücklich. "Unterm Strich ein Punktgewinn, weil St. Pauli das bessere Team war und wir glückliche Momente und einen guten Torwart hatten. Daher können wir mit dem Punkt gut leben", bilanzierte der 49 Jahre alte Fußball-Lehrer. Doch er forderte zugleich mit Blick auf die kommende Partie gegen den VfL Bochum erneut eine deutliche Leistungssteigerung.

Am kommenden Donnerstag begeht Kauczinski seinen 50. Geburtstag. Überschwänglich feiern will er das nicht, seine volle Konzentration gilt weiter nur der Mission Klassenverbleib. Ein Sieg wäre da wohl das schönste Geschenk. "Am liebsten ja, auch wenn ich die Mannschaft nicht damit belaste. Sie hat genug zu leisten, das spielt keine Rolle", erklärte Dynamos-Coach und äußerte auch an den Video-Assistenten noch einen Wunsch: "Ich hoffe, dass es sich irgendwann ausgleicht. Aber eigentlich hoffe ich darauf, dass solche Sachen richtig entschieden werden."

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