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Stiftung Lebensraum Elbe Hamburg

STIFTUNG LEBENSRAUM ELBE

Die im Jahr 2010 von der Freien und Hansestadt Hamburg gegründete Stiftung Lebensraum Elbe setzt sich umfassend für die biologische Vielfalt der Unterelbe ein. Sie bringt das Know-how von Naturschutz- und Wirtschaftsvertretern zusammen, um den ökologischen Zustand der Tideelbe zu verbessern und die einzigartigen Lebensräume der Flusslandschaft stärken. 

Der Stiftungsrat – Know-how aus Wirtschaft und Naturschutz

Im elfköpfigen Stiftungsrat sitzen fünf Vertreter von Stadt und Hafenwirtschaft: die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, die Hamburg Port Authority, die Handelskammer Hamburg, der Unternehmensverband Hafen Hamburg sowie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Weitere fünf Sitze nehmen Vertreter von Naturschutzverbänden ein: BUND Hamburg e.V., Gesellschaft für ökologische Planung e.V., NABU Hamburg e.V., Rettet die Elbe e.V. sowie WWF Deutschland. Der Vorsitzende des Stiftungsrates ist neutral und gehört keiner dieser Gruppierungen an. 

Die Finanzierung – Stadt und Hafen fördern Naturvielfalt

Das Grundkapital beträgt 10 Millionen Euro – anteilig finanziert aus Haushaltsmitteln der Stadt Hamburg und von der Hamburg Port Authority. Zusätzlich erhält die Stiftung ein Prozent der Haushaltsmittel für den Hochwasserschutz sowie vier Prozent des Hafengeldes, das Fracht-, Fahrgast- und Kreuzfahrtschiffe für die Nutzung des Hafens an die HPA zahlen müssen – derzeit rund zwei Millionen Euro pro Jahr. 

Der Vorstand – mit Herzblut für die Tideelbe

Seit Juli 2013 steht Dr. Elisabeth Klocke der Stiftung Lebensraum Elbe vor. Die promovierte Chemikerin war zuvor rund 20 Jahre bei der Stadt Hamburg insbesondere im Umweltschutz tätig. Sie gestaltete u.a. den „Integrierten Bewirtschaftungsplan Elbeästuar“ maßgeblich mit. 

ERFOLGREICHE ARBEIT FÜR DIE TIDEELBE 

Die Stiftung Lebensraum Elbe hat erste Maßnahmen an der Tideelbe umgesetzt: 

1 Fischfalle am Wrauster Bogen ist entfernt

Der Priel im Deichvorland des Wrauster Bogens zwischen Hamburg und Geesthacht bietet Elbfischen wie Rapfen oder Brassen wichtige Rückzugs-, Nahrungs- und Laichplätze. Im Einlassbereich des Priels befand sich jedoch eine Steinbarriere, die den Fischen bei Niedrigwasser den Rückweg in die Elbe abschnitt. Bei hohen Temperaturen wurde der Priel damit zur tödlichen Fischfalle. Die Stiftung Lebensraum Elbe ließ diese Barriere entfernen – hierdurch entstand wieder ein sicherer Lebensraum für Elbfische. 

2 In Juelssand naturnähere Ufer schaffen

Mit Süßwasser-Wattgebieten, Feuchtgrünland und Auen bietet die Unterelbe einzigartige Naturlandschaften. Die Ufer sind an vielen Stellen durch steinerne Befestigungen geschützt. Diese Deckwerke sind aber nicht überall notwendig. Bei Juelssand wurden sie an fünf Stellen abgesenkt – das Wasser kann wieder das Hinterland erreichen. Hier können wieder Sandwatt, Röhricht und Staudenfluren entstehen. Die Stiftung Lebensraum Elbe finanzierte das Projekt vollständig. 

3 Das Holzhafen-Ufer neu beleben

Im Holzhafen hat sich ein ausgedehntes Süßwasser-Watt entwickelt – ein wertvolles Rast- und Nahrungsgebiet für Löffelente, Brandgans und andere Arten. Weite Uferbereiche sind jedoch mit Steinen gegen die Wasserkräfte geschützt. Eine naturnahe Uferentwicklung wird so verhindert. Seit der Holzhafen vor extrem hohen Tiden bzw.  Sturmfluten geschützt ist, sind die steinernen Befestigungen überflüssig. Deshalb ließ die Stiftung Lebensraum Elbe rund 250 Meter Uferstrecke vom Deckwerk befreien. Hier können wieder natürliche Uferzonen entstehen. 

4 Die Alster ökologisch aufwerten

Mit ihrem weit verzweigten Netz von Nebengewässern bietet die Alster Ringelnattern, Prachtlibellen und sogar Fischottern einen wichtigen Lebensraum. Um diesen naturnäher zu gestalten und z.B. geeignete Laichplätze für Fische zu schaffen, wurden allein 2013 beim „Lebendige Alster“-Aktionstag 50 Tonnen Kies und Totholz in die Alster eingebracht. Weitere Maßnahmen zur Auenentwicklung, zur Umweltbildung sowie der Bau von Sandfängen sind geplant. Die Stiftung Lebensraum Elbe übernimmt bis zu 80 Prozent der Finanzierung.

Die Stiftung Lebensraum Elbe plant und erarbeitet eine Vielzahl weiterer Projekte – u.a. für die Ilmenau-Luhe-Niederung, für das Naturschutzgebiet Wittenbergen und für Lühesand. Außerdem wurde Schutzkonzept für den Schierlings-Wasserfenchel im Landkreis Harburg erstellt.

Weitere Informationen unter: www.stiftunglebensraumelbe.de

oder nehmen Sie Kontakt auf:

Stiftung Lebensraum Elbe

c/o Behörde für Umwelt und Energie
Neuenfelder Straße 19, 21109 Hamburg
Telefon: + 49 (0)40-42840.8344
E-Mail:info@stiftunglebensraumelbe.de

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