250 Hektar neu unter Naturschutz Da jubiliert die Feldlerche

Das 34. Naturschutzgebiet liegt im Naturraum der Elbmarsch in Harburg an der Landesgrenze zu Niedersachsen und umfasst 250 Hektar.

Da jubiliert die Feldlerche

Das Naturschutzgebiet ist vor allem als Lebensraum für die besonders stark gefährdete Gruppe der Wiesenvögel von Bedeutung. Rotschenkel, Kiebitz und Bekassine konnten hier in den letzten Jahren wieder stabile Bestände aufbauen. Feldlerche und Wiesenpieper kommen ebenfalls in hohen Dichten vor. Grund für diese positive Entwicklung ist die Umsetzung naturschutzrechtlicher Ausgleichsmaßnahmen in den letzten Jahren. Durch gezielte Renaturierungs- und Extensivierungsmaßnahmen auf einer Fläche von 140 Hektar wurde eine deutliche Aufwertung erzielt.

Das Sondervermögen „Naturschutz und Landschaftspflege“ hat zum Beispiel rund 21 Kilometer an Gräben wiederhergestellt und 13 Kleingewässer sowie zwölf Flachwasserzonen auf einer Fläche von etwa acht Hektar neu angelegt. Damit entstanden neue Kernflächen für den Amphibien-, Vogel- und Insektenschutz. Auch die seltene Uferschnepfe versucht seit 2016 hier zu brüten. Ein Kranichpaar nutzte die geschaffenen Flachwasserzonen als Brutplatz und zieht seit 2016 erfolgreich Nachwuchs groß. Insgesamt brüten elf nach der Roten Liste für Hamburg bzw. für Deutschland gefährdete Vogelarten in dem Gebiet.

In den Neuländer Moorwiesen kommen zudem 317 verschiedene Pflanzenarten vor, von denen 74 Pflanzenarten auf den Roten Listen von Deutschland oder Hamburg stehen. Dazu gehören etwa die Sumpfdotterblume, das Moor-Labkraut und der Röhrige Wasserfenchel. Auch für Amphibien wie den bundesweit gefährdeten Moorfrosch oder seltene Libellenarten wie die Grüne Mosaikjungfer hat das Gebiet eine hohe Bedeutung.

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Behörde für Umwelt und Energie

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