UmweltPartnerschaft
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Branchenkonzept Gastronomie Nachhaltiges Wirtschaften im Hotel- und Gastgewerbe

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Hamburg gehört zu den beliebtesten Städtereisezielen in Europa, die Zahl der Übernachtungsgäste steigt seit Jahren kontinuierlich. Doch so erfreulich diese Entwicklung für die Stadt ist, so viel Handlungsbedarf zieht sie im nachhaltigen Wirtschaften insbesondere des Hotel- und Gastgewerbes nach sich. Die Handelskammer hat nun für ihre Beratung im Rahmen der UmweltPartnerschaft Hamburg einen Leitfaden erarbeitet.

Nachhaltiges Wirtschaften im Hotel- und Gastgewerbe

500 Liter. So hoch ist der durchschnittliche Wasserverbrauch eines Gastes, der eine Nacht in einem 5-Sterne-Hotel verbringt. Nun läuft dieses Wasser nicht nur aus dem Wasserhahn im Bad. Die Menge ergibt sich auch aus dem Pool und der Wellnessanlage, die nicht nur in Häusern der Luxusklasse zum Standard gehören.

Das Hotel- und Gastgewerbe hat allerdings nicht nur hohe Wasserverbräuche zu verzeichnen. Auch der Stromverbrauch schlägt mit bis zu zehn Prozent des Umsatzes zu Buche.

Leitfaden für das Hotel- und Gastgewerbe

Joachim Hartz, Energie- und Umweltberater bei der Handelskammer Hamburg, einem der Träger der UmweltPartnerschaft, hat einen „Leitfaden für die Hotel- und Gastgewerbe“ zusammengestellt. Darin trägt er Kennzahlen zusammen, listet Beispiele für ressourceneffiziente technische Ausstattungen auf, bietet Lösungen für ein Energiemanagement an, gibt hilfreiche Tipps, die sich einfach umsetzen lassen, benennt Umweltlabels und Zertifizierungsprogramme und zeigt relevante Fördermöglichkeiten. Vom Austausch der Glühlampe bis zur Nutzung von Solarenergie auf dem Hoteldach, vom wiederverwendeten Handtuch bis zum Gründach werden kleine und große Maßnahmen genannt, die Unternehmen der Branche helfen, ihre Umweltbilanz zu verbessern. Diesen Leitfaden nutzen die Umweltberater der Handelskammer zukünftig, um ihre Beratungen bei den Unternehmen noch spezifischer zu gestalten und schnell konkrete Maßnahmen zu identifizieren.

„Nachhaltigkeit im Hotel- und Gastgewerbe hat viel mit Energiesparen zu tun“, sagt Joachim Hartz. Etwa in der Küche: Induktionsherde haben die höchste Energieeffizienz, optimal genutzte Geräte wie Dampfgarer verbrauchen weniger Strom als solche, bei denen Wärme vorgehalten werden muss. Ein Kühlschrank neben dem Herd muss mehr Energie zur Kühlung aufwenden als in der kühleren Ecke gegenüber. Töpfe, deren Deckel gut schließen, verlieren weniger Wärme. Manches hört sich selbstverständlich an, wird jedoch im Alltag einer Restaurantküche oft vernachlässigt.

Die Verwendung von wassersparenden Duschköpfen und LED-Beleuchtung mit Tageslichtsensor sind im Hotelbetrieb genauso erfolgversprechend, wie die Gäste zu motivieren, auch in ihrem Urlaub mit den Ressourcen nicht verschwenderisch umzugehen.

Kontakt

HK-Umweltberater
+49 40 36138-979
umweltberater@hk24.de

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