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Tool für den Ressourcenschutz Materialeffizienz: Einfaches Berechnungstool für Klimawirksamkeit geht an den Start

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Weniger? Wirkt! Wenn Betriebe ihre Materialeffizienz erhöhen, ist das gut für Klima und Umwelt. Wieviel Treibhausgasemissionen recyceltes Material oder eine effizientere Anlage sparen, können Betriebe mit einem neuen Tool auf die Tonne genau ausrechnen. Die Idee dahinter: So lassen sich Maßnahmen auf ihre Klimawirksamkeit vergleichen, die Berechnung lässt sich auch für Förderanträge nutzen.

Materialeffizienz

Materialeffizienz: Einfaches Berechnungstool für Klimawirksamkeit geht an den Start

Mal angenommen eine Druckerei investiert in eine neue energie- und papiersparende Maschine; oder eine Tischlerei verhilft alten Möbeln zu neuem Leben; oder ein Automobilzulieferer setzt statt neuem Aluminium recyceltes Material ein: In all diesen Fällen tun Unternehmen jede Menge für den Ressourcenschutz und für das Klima. Wie viel genau, können sie nun ausrechnen mit dem Tool ESTEM – und das steht für „Entwicklung einer standardisierten Vorgehensweise zur Ermittlung der eingesparten Treibhausgasemissionen aus Maßnahmen zur Materialeffizienz“. Levke Albertsen, Referentin für Green Economy bei der Hamburger Umweltbehörde, erklärt: „Die Idee dahinter ist, den Ressourcenschutz mit der Klimaperspektive zu verknüpfen, denn CO2 ist eine unserer maßgeblichen Währungen.“

Zur Entwicklung des Tools haben sich das Zentrum Ressourceneffizienz des VDI, das Bundesumweltministerium und fünf Bundesländer, darunter auch Hamburg, zusammengetan. Ausgearbeitet wurde es von einem Konsortium unter der Federführung des Steinbeis-Transferzentrums an der Hochschule Pforzheim. Bislang fehlte Betrieben ein einfaches Tool, um Emissionsminderungen aus Materialeffizienz-Maßnahmen zu berechnen. 

Mit dem Tool können Betriebe nun überprüfen, wie viel eine Maßnahme bringt oder sie können innerbetrieblich verschiedene Alternativen miteinander vergleichen. Vorstellbar ist auch, dass das CO2-Einsparpotenzial in Zukunft als ein Kriterium bei der Vergabe von Fördermitteln Berücksichtigung finden könnte. Auch für derartige Antragstellungen ließe sich das Tool nutzen.

Und wie funktioniert ESTEM genau? Das Tool eignet sich besonders für kleine und mittlere Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe. Sie können die Excel-Anwendung kostenfrei herunterladen, ein Leitfaden hilft beim Ausfüllen. Im Tool werden der Status quo und die erwartete Emissionsminderung durch die Maßnahme erfasst. Abgefragt werden vor allem Daten zur Änderung im Energie- und Materialeinsatz, sie werden mit standardisierten Emissionsfaktoren kombiniert. Levke Albertsen findet: „Mit diesem einfachen Berechnungsverfahren wird für Unternehmen schnell transparent, welche Maßnahme wie viel aus Sicht des Klimaschutzes bringt. Das Tool ist also eine gute Entscheidungshilfe für Unternehmen. Ich hoffe, dass viele Hamburger Betriebe ESTEM nutzen werden.“

Interessierte Unternehmen können sich wenden an umweltpartnerschaft@bukea.hamburg.de

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