Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Regelungen Schutz vor den Gefahren des Rauchens

Tabakrauch enthält eine Vielzahl von Schadstoffen, die beim Inhalieren durch die Lunge effizient aufgenommen werden. Jährlich sterben bundesweit etwa 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Für Lungenkrebs ist Rauchen der größte Risikofaktor. Um  Menschen vor diesem Gesundheitsrisiko zu schützen, sind auf Bundesebene entsprechende Regelungen eingeführt worden.

Schutz vor den Gefahren des Rauchens

Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren von E-Zigaretten und E-Shishas

Die am 1. April 2016 in Kraft getretenen Änderungen im Jugendschutzgesetz schützen Kinder und Jugendliche nun auch vor den Gefahren des Konsums von E-Zigaretten und E-Shishas. Damit werden die Abgabe- und Konsumverbote des Jugendschutzgesetzes und des Jugendarbeitsschutzgesetzes für Tabakwaren auf E-Zigaretten und E-Shishas ausgedehnt. Zudem wird sichergestellt, dass die Abgabeverbote von Tabakwaren, E-Zigaretten- und E-Shishas an Kinder und Jugendliche auch im Wege des Versandhandels gelten. Das zuständige Bundesministerium hat die neuen Regelungen in einer Übersicht zusammengefasst.

Das Rauchen von E-Zigaretten wird bundesweit immer beliebter. Da bei E-Zigaretten kein Verbrennungsprozess stattfindet, werden sie häufig als gesündere Alternative zum Rauchen beworben, aber E-Zigaretten sind nicht harmlos. Sie können schädliche Chemikalien und Substanzen enthalten, die zu Reizungen der Atemwege führen können. Außerdem können auch E-Zigaretten giftiges und abhängig machendes Nikotin enthalten. Insbesondere Jugendliche üben das Rauchritual so ein und der Einstieg ins Rauchen kann dadurch begünstigt werden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist im Rahmen der Studie „E-Zigaretten und der Einstieg in den Konsum konventioneller Zigaretten“ (Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung, IFT-Nord) zu dem Ergebnis gekommen, dass der Konsum von E-Zigaretten vor allem bei Jugendlichen den Einstieg ins Rauchen von Tabakzigaretten fördert.

Die bereits vorhandenen Studien zu den Auswirkungen des Konsums von E-Zigaretten belegen derzeit weder eindeutig die Schädlichkeit noch die gesundheitliche Unbedenklichkeit. Generell ist eine gefestigte gesundheitliche Bewertung über Risiken schwierig. Bisherige Studien legen nahe, dass sich Bewertungen über Schädlichkeit je nach Verbrauchergruppe unterscheiden können. Für starke Raucherinnen und Raucher kann die elektronische Zigarette ein Hilfsmittel sein, um den herkömmlichen Zigarettenkonsum zu beenden und Nikotin weniger gesundheitsschädlich zu konsumieren. Alternative Angebote zur Raucherentwöhnung finden Sie unten.

Werbeverbote und Schockbilder: Schutz vor den Gefahren des Tabakkonsums

Zum 20. Mai 2016 wurde die EU-Tabakproduktrichtlinie in innerstaatliches Recht umgesetzt. Das entsprechende Gesetz führt unter anderem Warnhinwiese auf Zigaretten- und Tabakverpackungen neu ein, die den größten Teil der Vor- und Rückseite der Verpackungen bedecken. Zudem sieht es ein Verbot der Außenwerbung und ein weitgehendes Verbot der Kinowerbung für Tabakerzeugnisse und elektronische Zigaretten vor. Es verbietet zudem Zusatzstoffe für Tabakerzeugnisse und elektronische Zigaretten, die die Attraktivität, die Sucht erzeugende oder die giftige Wirkung erhöhen. Das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium hat die Änderungen in einer Übersicht zusammengefasst.

Weitere Informationen

Informationen und Unterstützungsangebote zur Raucherentwöhnung

Informationen der BZgA zu Gefahren und Risiken von E-Zigaretten

Schweizer Factsheet zu Juul