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Obdachlosigkeit Winternotprogramm – Chance zur Beratung

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Winternotprogramm 2013 / 2014 startet am 1. November 2013

Am kommenden Freitag beginnt das Winternotprogramm 2013 / 2014, das Obdachlose vor der Kälte schützen soll. An über 20 Standorten stellen der Senat, Kirchengemeinden und Freie Träger insgesamt 700 Schlafplätze zur Verfügung.

Bildcollage: Wohncontainer für Obdachlose finden sich an zahlreichen Stellen im Hamburger Stadtgebiet Wohncontainer im Rahmen des Winternotprogramms für Obdachlose

Winternotprogramm Obdachlose Hamburg 2013/2014

„Auch im kommenden Winter gilt, dass in Hamburg niemand auf der Straße leben muss“, sagt Sozialsenator Detlef Scheele. „Die Erfahrungen aus vergangenen Winternotprogrammen haben gezeigt, dass nicht nur Hamburger Obdachlose das Angebot zum Schutz vor Erfrierung nutzen. Wir starten deshalb mit deutlich mehr Schlafplätzen als in den vergangenen Jahren.“ 

Winternotprogramm

Plätze (Start)

2012 / 2013

252

2013 / 2014

700

„Das Winternotprogramm kann keine Dauereinrichtung sein, deshalb nützt es nichts, nur einen Schlafplatz zur Verfügung zu stellen. Neben der klassischen Obdachlosenberatung, die ganzjährig stattfindet, werden sich deshalb erneut die Anlaufstelle für wohnungslose EU-Bürger und erstmals das Flüchtlingszentrum im Winternotprogramm engagieren. Unsere gemeinsame Aufgabe besteht darin, die Hilfesuchenden offen und ehrlich über ihre Perspektiven in Hamburg zu beraten“, so Senator Scheele. „Niemandem ist geholfen, wenn er mit falschen Hoffnungen nach Hamburg kommt und nicht frühzeitig über seine Chancen aufgeklärt wird.“

Die Vermittlung der Schlafplätze erfolgt unbürokratisch über folgende Einrichtungen:

Erkenntnisse aus dem Winternotprogramm 2012 / 2013

Das Winternotprogramm 2012 / 2013 wurde von insgesamt 2.559 Personen in Anspruch genommen, darunter 41 Prozent aus osteuropäischen Ländern, 22 Prozemt aus Deutschland, 21 Prozent aus afrikanischen Staaten und 16 Prozent aus anderen Nationen.

Ein langfristiger Erfolg ist die Überwindung der Obdachlosigkeit von 113 Menschen, die aus dem Winternotprogramm heraus in eine Wohnunterkunft, eine Wohnung oder in Wohnprojekte, Therapieeinrichtungen oder Pflegeheime vermittelt werden konnten.

Hintergrundinformationen

Von den in Hamburg ganzjährig zur Verfügung stehenden rund 9.000 Plätzen in der öffentlich rechtlichen Unterbringung werden derzeit rund 2.800 Plätze von wohnungslosen Menschen genutzt.

Darüber hinaus stehen Tagesaufenthaltsstätten, Bahnhofsmissionen, Essensausgabestellen und Angebote der Straßensozialarbeit zur Verfügung.

Eine medizinische Versorgung erhalten Obdachlose mit der „Mobilen Hilfe“, den drei Schwerpunktpraxen für wohnungslose Menschen und in der Krankenstube für Obdachlose.

Das Winternotprogramm gibt es seit 1992. Seit 2011 engagiert sich auch die Anlaufstelle für wohnungslose EU-Bürger.

Im Jahr 2012 wurde eine Hotline für gefährdete obdachlose Menschen eingerichtet, bei der Bürger unter der Nummer 428 28 5000 anrufen können, wenn sie einen hilfebedürftigen Obdachlosen auf der Straße sehen. Die zuständigen Straßensozialarbeiter werden dann umgehend informiert, um die obdachlosen Menschen auf der Straße aufzusuchen und Hilfe anzubieten. In akuten Fällen sollte unmittelbar die Polizei oder die Feuerwehr informiert werden.

Einen Überblick über alle Hilfen rund um das Thema Obdachlosigkeit sind auf der Internetseite www.hamburg.de/obdachlosigkeit zusammengefasst.

Kontakt

Pressestelle der Sozialbehörde

Pressesprecher

Freie Hansestadt Hamburg
Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration
Pressestelle
Hamburger Straße 47
22083 Hamburg
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