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Grindelviertel Joseph-Carlebach-Platz

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Nahe der Universität, mitten im Grindelviertel befindet sich der Joseph-Carlebach-Platz. Ein Ort des Treffens, Passierens und Vorübergehens. Und dabei ein Platz mit einer sehr hohen Geschichtsträchtigkeit – ein Ort des Gedenkens an die Judenverfolgung während des Dritten Reiches in Hamburg. Es handelt sich um den ehemaligen Standort der Bornplatzsynagoge.

Joseph-Carlebach-Platz

Im Gedenken an die ehemalige Bornplatzsynagoge

Biegt man von der 'Grindelhof' Straße auf den Platz, eröffnet sich dem Besucher ein weiter Raum ohne jegliche Bebauung. Zunächst fällt nichts Ungewöhnliches auf. Bei einem Blick nach unten bemerkt man aber unterschiedliche, sich abwechselnde Pflasterungen, die den Grundriss eines Gebäudes abbilden. Es handelt sich hierbei um den Fußabdruck der ehemaligen Synagoge am Bornplatz, die 1906 eingeweiht wurde.

Das Grindelviertel entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum Zentrum der jüdischen Gemeinden. Unter den Nationalsozialisten wurde die Synagoge 1940 abgerissen. Durch den Bau eines heute noch erhaltenden Hochbunkers, inmitten des Bornplatzes, wurde das ursprüngliche Areal in zwei Hälften geteilt – eine Teilung, die heute noch sichtbar ist mit dem Allende-Platz und dem Joseph-Carlebach-Platz.

Neugestaltung als Mahnmal Ende der 1980er Jahre

Zum 50. Jahrestag der Zerstörung wurde 1988 nach Entwürfen des Architekten Bernhard Hirche und der Künstlerin Margrit Kahl ein Synagogenmonument errichtet. Granitsteine zeichnen heute das frühere Deckengewölbe der Synagoge im Originalmaßstab nach. Später wurde der Platz nach dem letzten Hamburger Oberrabbiner Dr. Joseph Zwi Carlebach (1883-1942) benannt.

Der Platz diente bis zu seiner Neugestaltung als Parkplatz. Heute ist er eine Freifläche, die ausschließlich Fußgängern vorbehalten ist. Um den Platz herum befinden sich Baumreihen und Sitzbänke.

Schulen kümmern sich um die Pflege des Platzes

Da der Platz in den 1990er Jahren mehr und mehr dem Unkraut zum Opfer fiel, bildete sich 2003 eine Initiative, die unter dem Motto "Lasst kein Gras drüberwachsen" demonstrativ eine Reinigung des Platzes organisierte. Seitdem ist die regelmäßige Pflege und Instandhaltung der Gedenkstätte durch das Projekt SMS-Sozial-Macht-Schule des Arbeiter-Samariter-Bundes gewährleistet. Gruppen aus verschiedenen Hamburger Schulen übernehmen im Rahmen eines zeitlich begrenzten Sozialpraktikums die Pflege des Platzes.

Karte

Zusatzinformation

Bezirk:Eimsbüttel
Lage:Grindelhof / Bornstraße
ÖPNV:S3, S11, S21: Dammtor
U3: Sternschanze
U1: Hallerstraße
Bus 4, 5: Grindelhof
Bus 15: Bundesstraße

Kontakt

Bezirk Eimsbüttel - Fachamt Management des öffentlichen Raumes

Grindelberg 62-66
20144 Hamburg
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Telefon:
115
E-Mail:
MR@eimsbuettel.hamburg.de

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