Neustadt Sievekingplatz

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Die Straßennamen, die das Areal umgeben, lassen auf die historische Vergangenheit des Platzes schließen. Der Holstenwall, der Gorch-Fock-Wall oder das Holstenglacis sind Hinweise auf die frühere Bedeutung des Ortes zu Zeiten der Wallanlagen. Das Holstentor, das sich seit Mitte des 17. Jahrhunderts an dieser Stelle befand, war ein Eingang zur Stadt.

Sievekingplatz

Ort der Hamburger Justiz

Der Sievekingplatz wird von drei U-förmig angeordneten Gebäuden umsäumt. Im nördlichen Teil befindet sich das Strafjustizgebäude. Ihm gegenüber steht das Ziviljustizgebäude und in ihrer Mitte ist das Oberlandesgericht untergebracht. In diesen Gebäuden befinden sich die wichtigsten Gerichte der Stadt, wie das Hamburgische Verfassungsgericht, das Hanseatische Oberlandesgericht, das Landgericht Hamburg und das Amtsgericht Hamburg. Alle wurden um die Jahrhundertwende vom 19. in das 20. Jahrhunderts errichtet.

Eine bedeutende Hamburger Familie

Benannt wurde der Platz nach einem Nachkommen einer bekannten Hamburger Kaufmanns- und Juristenfamilie. Ernst Friedrich Sieveking (1836-1909) war seit 1879 Oberlandesgerichtspräsident. Sein Vater, Friedrich Sieveking (1798-1872) war 1861 und 1862 Erster Bürgermeister Hamburgs.

Teil der Wallanlagen

Doch die ursprüngliche Funktion dieses Areals war es, als Teil der Hamburger Wallanlagen die florierende Stadt Hamburg vor angreifenden Truppen, beispielsweise während des 30-jährigen Krieges zu schützen. Es erstreckte sich seit 1625 vom Hafen über den Domplatz, den heutigen Hauptbahnhof über die Lombardsbrücke bis zu den heutigen Landungsbrücken. Man legte Durchgänge an, die das Gebiet vor den Wallanlagen mit der Innenstadt verbanden. Diese waren unter anderem das sogenannte Holstentor, das Millerntor, das Dammtor und das Steintor.

Früher stand hier das Holstentor

Das Holstentor stand auf dem Areal des heutigen Sievekingplatzes. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die stark veralteten Wallanlagen kontinuierlich zu Grünanlagen umgewandelt. Mit Einzug der Franzosen um 1806 wurden sie erneuert und ausgebaut. Nach dem Abzug der französischen Truppen im Jahre 1814, ließ man die Anlagen unter der Leitung des Landschaftsgärtners Isaak Altmann vollkommen in eine Parkanlage umgestalten.

Aufwertung durch die Gartenschau

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet als Ablagerungsplatz für anfallenden Trümmerschutt benutzt. Infolgedessen findet man das Areal heute sehr stark abgeflacht vor.

Durch die Internationalen Gartenbauausstellung 1963 wurden die bestehenden drei Unterteilungen der alten Grünanlagen (die Großen Wallanlagen, die Kleinen Wallanlagen und den Alten Botanischen Garten) durch Straßenüberbrückungen und -überdachungen zu einem einheitlichen Park verbunden. Seit 1986 wird das begrünte Wallanlagenareal zwischen Dammtor und Millerntor Planten und Blomen genannt. Ohne Begrenzung kann man heute von der geneigten Rasenfläche des Sievekingplatzes in die grüne Schneise der Wallanlagen einbiegen. Ein Wasserspiel gibt dem Besucher die möglichen Wegrichtungen vor.

Ein Ort des Erinnerns

Ein geschichtlicher Zusammenhang besteht jedoch nicht nur zu den alten Wallanlagen. In den Gerichtsgebäuden des Justizforums wurden zu Zeiten des Dritten Reiches willkürliche und unbegründete Urteile gegen Verfolgte gefällt. Künstler setzten mit Installationen und Gedenktafeln ein Zeichen zur Mahnung und Erinnerung für die vielen Opfer der Justiz des NS-Regimes.

Karte

Zusatzinformation

Bezirk:Mitte
Lage:Holstenglacis / Gorch-Fock-Wall / Holstenwall / Feldstraße
ÖPNV:U2: Messehallen
Bus 3, 35: Sieveking-Platz
Bus 36, 112: Johannes-Brahms-Platz

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20095 Hamburg
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