Behörde für Umwelt und Energie

Winterhude Jarreplatz

Noch heute trägt Hamburgs Stadtbild die Handschrift des vor etwa 100 Jahren wirkenden Oberbaudirektors Fritz Schumacher. Seine Pläne formten nicht nur das architektonische Erscheinungsbild Hamburgs durch die vielen Backsteinbauten, sondern auch das landschaftliche, das „grüne Netz“ der Hansestadt. Eines seiner Projekte ist die Winterhuder Jarrestadt, benannt nach einem ehemaligen Bürgermeister des 17. Jahrhunderts und zwischen 1928 und 1932 erbaut. Sie war seinerzeit die erste Wohnanlage im Stil des Neuen Bauens, zu dessen Grundsätzen eine Ausgeglichenheit zwischen Wohnraum und Grünflächen zählte. Der Jarreplatz am Osterbekkanal ist Bestandteil dieses Freiraumsystems und noch immer eine beliebte Erholungsfläche für die Jarrestädter.

1 / 1

Jarreplatz

Idylle am Wasser

Mit der Zeit war der Stadtplatz allerdings etwas in die Jahre gekommen und wurde daher zwischen 2012 und 2013 einer kleinen Verjüngungskur unterzogen. Dazu wurden in mehreren Foren die Ideen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger abgefragt und berücksichtigt. Die zentrale Freifläche blieb als Kernelement des Entwurfs erhalten. Eingerahmt wird diese von einem Grüngürtel und Lindenalleen, unter deren schattigem Laubdach mehrere Bänke zum Verweilen einladen. Die meisten Veränderungen sind entlang der Promenade am Kanal sichtbar. Hier wurden nicht nur neue Sitzmöbel aufgestellt, auch die angrenzende Grünfläche wurde mit neuen Pflanzungen und Bänken versehen. Der gesamte Platz ist barrierefrei gestaltet worden. So auch die neue Brücke über den Osterbekkanal, die über eine Rampe befahren werden kann.

Die Verknüpfung zweier Stadtteile

Die im Jahr 2013 fertig gestellte Brücke wurde nach dem Sozialdemokraten und Widerstandskämpfer Heinz Gärtner benannt, der in Winterhude aufgewachsen und bis zu seinem Tod im Jahr 2001 dort gelebt hatte. Der Bau der Heinz-Gärtner-Brücke war ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Freiraumqualität nicht nur für die Bewohner der Jarrestadt, sondern auch für die Barmbeker. Denn die Brücke verbindet nun den Jarreplatz in Winterhude mit dem Johannes-Prassek-Park südlich des Osterbekkanals. Wem nach Ruhe und Entspannung am Wasser zumute ist, wird den beschaulichen Jarreplatz zu schätzen wissen. Wer hingegen etwas mehr Action sucht oder mit Kindern unterwegs ist, ist im gegenüberliegenden Park mit seinen Spielplätzen und weiten Rasenflächen bestens aufgehoben.

Karte

Parkanlagen

Zusatzinformation

Bezirk:Hamburg-Nord
Lage:Jarrestraße, Osterbekkanal
ÖPNV:U3 bis Saarlandstraße, Bus 172 / 173 bis Großheidestraße