Innenstadt Elb Boulevard

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Nachdem am 16. / 17. Februar 1962 der Orkan Vincinette eine Sturmflut auslöste und verheerende Schäden an Leib und Leben hunderter Bürger/innen auslöste, war in Hamburg nichts mehr wie zuvor.

Elb Boulevard

Hochwasser, Sturmfluten sollten künftig niemals mehr Hanseaten und deren Leben bedrohen. Fortan wurden Flutschutzwände und Deiche auf immer neue Höhen getrieben. Hamburg blieb trocken. Die Schutzwälle und –wände waren und sind äußerst wirksam; dem Stadtbild allerdings eher abträglich.

Nachdem das gesamte Stadtgebiet seit einigen Jahren als hochwassersicher gilt, macht sich insbesondere der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer daran, `Hochwasserschutzanlagen 2.0` zu kreieren. Insbesondere solche Hochwasserschutzanlagen, die durch den Rückzug des Hafenbetriebes zunehmend dem Hafentourismus überlassen wurden, gerieten in den Focus der Planer/innen.

Und hier insbesondere der Abschnitt zwischen Landungsbrücken, der Straße Vorsetzen und der Elbphilharmonie – im so genannten Niederhafen. Hier hat sich der typische Hafenbetrieb, wie er noch bis weit in die siebziger Jahre existierte, zurückgezogen und Restaurants, Cafes, privaten Segel- und Motorbooten sowie Hafenrundfahrern das Feld überlassen. Mit der von Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter ausgelobten „Architektur Olympiade“ 2006 vollzog sich ein Wandel, bei dem künftig die Schönheit und Funktionalität von Hochwasserschutzanlagen eine Symbiose eingehen sollen.

Hochwasserschutzanlagen in neuem Licht

Zum Hafengeburtstag 2019 wurde nun der 1,2 Kilometer lange Elb Boulevard eröffnet. Die leider viel zu früh verstorbene Londoner Architektin Zaha Hadid hat mit ihrem Entwurf den Hafen für Flaneure, Erholungssuchende, für Hamburger/innen geöffnet und löst nebenbei die klassische Struktur einer Hochwasserschutzwand auf. Zaha Hadids Idee ist das Auf und Ab des Elbe-Gezeitenstroms und dessen Übertragung auf Treppenanlagen, die sprichwörtlich den Spaziergänger kreuz und quer über Stufenanlagen führen und gleichzeitig dem Hochwasserschutz dienen. Da erscheint die Form einer Treppenanlage beinahe wie eine Auswaschung der Böschung nach einer Sturmflut.

Gekrönt wird die Planungsidee der im Irak geborenen Architektin durch eine vorzügliche Lichtgestaltung – fachlich ausgearbeitet vom Hamburger Büro Schlottfeldt Licht. Die Idee dahinter: während im gegenüberliegenden noch in Betrieb befindlichen Hafen das Licht des Nachts auf rein funktionale Wirkungen reduziert ist, soll das Licht der neu gestalteten Uferpromenade betonen, streuen, wo streuen gewünscht ist, Räume schaffen und mithilfe modernster Lichttechnik bei Veranstaltungen jeglicher Art umprogrammiert werden können. Sodass beispielsweise eine Bühnenbeleuchtung für bestimmte Abschnitte der Promenade entstehen kann.

Die Beleuchtungskörper, insbesondere deren Masten, sind ein Gestaltungselement, das optisch auch tagsüber wirkt. Und im übertragenen Sinne an Hafenkrane erinnern soll. Das Spiel mit dem bewusst inszenierten Licht an dieser Stelle ist das genaue Gegenteil der nicht zu gestaltenden und zu steuernden Lichter der gegenüber liegenden Hafenbetriebe. Deren typische Hafengeräusche ergänzen die vermeintlich romantische Vorstellung der Besucher/innen von Hafen – wie er sein sollte. Und so ist er.

Karte

Zusatzinformation

Bezirk:Mitte
Lage:Zwischen den Straßen Niederbaumbrücke und Vorsetzen
ÖPNV:

U-Bahn Linie U 3 bis Station Baumwall

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20095 Hamburg
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