Senatskanzlei

Koalitionsvertrag Olympia in Hamburg

Olympia in Hamburg

Der DOSB hat sich auf seiner Mitgliederversammlung am 21. M?rz 2015 f?r Hamburg als deutsche Bewerberstadt f?r die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 entschieden.

Damit ?bernimmt Hamburg eine neue Rolle f?r unser Land. 52 Jahre nach den Spielen in M?nchen 1972 wollen wir das gr??te Sportfest der Welt wieder nach Deutschland holen.

Wir wollen Olympische und Paralympische Spiele, die f?r das moderne Deutschland stehen, f?r die bunte Republik Deutschland, eine offene, demokratische und tolerante Gesellschaft, f?r Modernit?t und Nachhaltigkeit. Die Spiele in Hamburg sollen zu einem gro?en Gemeinschaftserlebnis werden und Hamburg internationaler nach innen und au?en machen.

Hamburg setzt auf kompakte Spiele am Wasser und im Herzen der Stadt.

Die Spiele sollen transparenter, flexibler, nachhaltiger, bescheidener und kosteng?nstiger werden.

Die Entscheidung ?ber die Bewerbung sollen die Hamburgerinnen und Hamburger in einem Referendum noch in diesem Jahr treffen.

Auch dar?ber hinaus werden wir die Planungen transparent und gemeinsam mit den Hamburgerinnen und Hamburgern entwickeln. Vor allem bei der Entwicklung des Konzepts f?r den Kleinen Grasbrook und dessen Nutzung nach den Spielen wird es eine echte B?rgerbeteiligung geben.

Die Mehrzahl der Sportst?tten ist bereits vorhanden. Weitere Wettkampfst?tten werden in bestehenden Geb?uden wie zum Beispiel den Messehallen tempor?r errichtet. F?r alle neu errichteten Stadien, Hallen und Wettkampfst?tten muss es ein Nachnutzungskonzept geben. Entweder muss die Nachnutzung von Anfang an feststehen oder der R?ckbau muss mit geringem Aufwand und umweltvertr?glich m?glich sein.

Der Senat wird die Planung weiter vorantreiben, und auf dieser Grundlage die Kosten so weit wie m?glich ermitteln und das b?rgerschaftliche Ersuchen Schritt f?r Schritt beantworten, wenn die jeweiligen Informationen vorliegen. Als Stadtstaat streben wir eine faire und akzeptable Kostenteilung mit dem Bund, dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und der Wirtschaft an. F?r die Olympischen Spiele und die daf?r erforderlichen Betriebsverlagerungen werden wir keine neuen Schulden machen und auch keine anderen Projekte zur?ckstellen. Wir werden rechtzeitig vor dem Referendum die Kosten und die Finanzierung transparent darstellen.?

Spiele in Deutschland, dem Land der Energiewende, m?ssen klimaneutral sein. Sie d?rfen nicht zu einer Erh?hung des globalen Treibhauseffektes f?hren. Gerade weil sie im Hafen stattfinden, werden wir in Vorbereitung der Spiele f?r eine deutliche Reduktion der Schadstoff-Emissionen im Hamburger Hafen sorgen (Landstrom f?r Kreuzfahrt- und Containerschiffe, Schiffsdiesel und Abgasfilter f?r Hafenf?hren usw.). Die Luft im Hamburger Hafen soll sp?testens zu den Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 so sauber sein, dass die europ?ischen Grenzwerte m?glichst eingehalten werden.

Spiele in Hamburg werden eine Veranstaltung der kurzen Wege sein. Bei allen Verkehrsplanungen im Vorfeld von Olympia m?ssen umweltfreundliche ?ffentliche Verkehrsmittel, Radverkehr und Fu?verkehr den Vorrang haben.

Der geplante, im Inneren autofreie, Olympia-Stadtteil auf dem Kleinen Grasbrook soll Ma?st?be f?r umweltgerechtes Bauen und Wohnen in einer m?glichst CO?-neutralen Gro?stadt setzen. Und er soll auch nach den Spielen Ma?st?be f?r eine moderne und emissionsarme Mobilit?t setzen.

Wenn Hamburg den Kleinen Grasbrook zu einem Stadtteil entwickelt und neue Sportst?tten baut, soll es dadurch per Saldo m?glichst keine zus?tzliche Versiegelung von Fl?chen in unserer Stadt geben. Wir wollen mehr Gr?n, weniger Asphalt und Beton.

Das Hafenerweiterungsgebiet Moorburg wird weder f?r die Olympischen und Paralympischen Spiele noch die damit verbundenen Betriebsverlagerungen in Anspruch genommen. Die Ersatzfl?chen sollen innerhalb des Hafengebiets oder bestehender Gewerbefl?chen gefunden werden.

Auch das Sicherheitskonzept soll dem Bild friedlicher Spiele in einer offenen und demokratischen Gesellschaft entsprechen. Es soll so wenig Beeintr?chtigungen von B?rgerrechten wie m?glich und nur so viel Kontrolle und ?berwachung wie zwingend notwendig geben.