Organspende Entscheide Dich jetzt: Organspende rettet Leben!

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Viele schwer erkrankte Menschen sind dringend auf eine Organspende angewiesen, aber es stehen viel zu wenige Organe zur Verfügung, um allen Betroffenen rechtzeitig helfen zu können. Dies ist insofern besonders bedauerlich, weil in zahlreichen Umfragen festgestellt wurde, dass die Bevölkerung mehrheitlich der Organspende positiv gegenübersteht. Doch immer noch dokumentieren viel zu wenige Menschen ihre persönliche Entscheidung in einem Organspendeausweis.

Mann bei der Entscheidung zur Organspende

Informationen zur Organspende

Ohne Zweifel kann die Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende auch Überwindung kosten. Sie entlastet aber die Angehörigen, im entscheidenden Moment im Sinne des Verstorbenen eine Entscheidung zu treffen. Denn sofern kein Organspendeausweis vorliegt, werden sie gebeten, eine Entscheidung im Sinne des mutmaßlichen Willens des Verstorbenen zu treffen. Nicht selten treten dabei große Unsicherheiten auf, welche Entscheidung dem Willen des Verstorbenen am ehesten gerecht wird. Diese Situation führt bei vielen Angehörigen zu einer zusätzlichen aber vermeidbaren seelische Belastung. Alle Bürgerinnen und Bürger, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, werden deshalb in regelmäßigen Abständen auf verschiedenen Wegen, beispielsweise durch ihre Krankenkasse oder bei der Beantragung eines neuen Personalausweises, über das Thema Organspende informiert und aufgefordert, ihre Entscheidung (für oder gegen die Organspende oder eine Organspende mit bestimmten Einschränkungen) in einem Organspendeausweis zu dokumentieren.

Diese so genannte Entscheidungslösung zielt darauf ab, die Organspendebereitschaft in Deutschland zu erhöhen. Das Ausfüllen eines Organspendeausweises soll zur Selbstverständlichkeit werden. Die Kundenzentren der Bezirksämter übergeben obligatorisch bei der Aushändigung eines neuen Reisepasses oder Personalausweises den Bürgerinnen und Bürgern auch einen Organspendeausweis mit Basisinformationen in Form einer Klappkarte, die als Download zur Verfügung steht.

Sofern Sie eine Patientenverfügung verfasst haben oder eine solche planen, kann auch diese dazu genutzt werden, eine Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu dokumentieren. Wichtig ist nur, dass in der Patientenverfügung und im Organspendeausweis keine widersprüchlichen Aussagen getroffen werden.

Anfang 2020 hat der Bundestag die gesetzliche Grundlage für die Organspende geändert. Das Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende tritt mit Rücksicht auf die notwendigen Vorbereitungen zwei Jahre nach Verkündung am 1. März 2022 in Kraft. Die seit 2012 geltende Entscheidungslösung bleibt in ihrem Kern unverändert. Die Bürger sollen nun aber zusätzlich die Möglichkeit bekommen, ihre Entscheidung einfach zu dokumentieren, jederzeit zu ändern und zu widerrufen. Dazu soll ein bundesweites Online-Register beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eingerichtet werden.

Beschlossen wurde zudem, dass die Abgabe einer Erklärung zur Organ- und Gewebespende künftig auch in Ausweisstellen möglich ist. Die Ausweisstellen von Bund und Ländern müssen den Bürgerinnen und Bürgern zukünftig Aufklärungsmaterial und Organspendeausweise aushändigen bzw. bei elektronischer Antragsstellung elektronisch übermitteln. Dabei wird auf weitere Informations- und Beratungsmöglichkeiten sowie die Möglichkeit, sich vor Ort oder später in das Online-Register einzutragen, hingewiesen.

Ferner ist vorgesehen, dass die Hausärzte ihre Patientinnen und Patienten künftig bei Bedarf alle zwei Jahre über die Organ- und Gewebespende ergebnisoffen beraten und regelmäßig zur Eintragung in das zu errichtende Online-Register ermutigen sollen.

Das Gesetz sieht außerdem vor, die Organ- und Gewebespende verstärkt in der ärztlichen Ausbildung zu verankern sowie Grundwissen zur Organspende in den Erste-Hilfe-Kursen im Vorfeld des Erwerbs der Fahrerlaubnis zu vermitteln.

Ziel dieser Reform ist es, verbindliche Information und bessere Aufklärung zu gewährleisten und die regelmäßige Auseinandersetzung mit der Thematik zu fördern.

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