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Otto Linne Preis 2023 Zwischen den Zeilen – Das blau-grüne Quartier von morgen

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Der Otto Linne Preis 2023 behandelt das übergeordnete Thema der Klimaanpassung in der Stadt- und Freiraumplanung. Die Aufgabenstellung richtet das Augenmerk auf ein Quartier der 1960er Jahre mit typischer Zeilenbebauung in Hamburg-Eißendorf im Bezirk Harburg. Für diesen Siedlungsraum in Randlage sind insbesondere Bedarfe der Klimaanpassung zu identifizieren, mit innovativen Ideen auf diese zu reagieren und damit eine Position zur urbanen Landschaftsarchitektur mit ihren aktuellen Herausforderungen zu entwickeln.

Zwischen den Zeilen – Das blau-grüne Quartier von morgen

Der Otto Linne Preis ist eine Einladung für Studierende und junge Absolvent:innen, sich mit aktuellen Themen und Herausforderungen der Fachrichtungen Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung auseinanderzusetzen. Der Preis, ausgelobt zu Ehren des ersten Hamburger Gartendirektors Otto Linne (1869 - 1937), fördert die berufliche Entwicklung von jungen Planer:innen und würdigt hervorragende Leistungen im Bereich urbaner Landschaftsarchitektur. Der Wettbewerb ist zweistufig. In der ersten Phase sind Zukunftsaufgaben und visionäre Ideen zum Wettbewerbsgebiet gefragt, die gleichwohl glaubhaft machen müssen, dass sie realisierbar sind. Für die zweite Wettbewerbsphase werden anschließend bis zu fünf Teams ausgewählt, um in einem Workshop mit lokalen Akteur:innen ihre Ideen weiter zu konkretisieren.

Was ist die Aufgabe?

Die diesjährige Aufgabenstellung richtet das Augenmerk auf ein Quartier der 1960er Jahre mit typischer Zeilenbebauung in Hamburg-Eißendorf im Bezirk Harburg - das Quartier Lühmannstraße mit einer Größe von etwa 21 Hektar. Einer der Gründe für die Auswahl des Bearbeitungsraum ist seine Beispielfunktion. In Hamburg gibt es zahlreiche Quartiere der Nachkriegsjahrzehnte mit zum Teil drängenden Sanierungsbedarfen. Die so typische Zeilenbebauung mit den großzügigen Zwischenräumen eröffnet die Chance, in diesen Quartieren neue Lösungen für zeitgemäße und klimaangepasste Freiräume zu entwickeln und zu realisieren.

Schwarzplan Projektgebiet

Für den ausgewählten Siedlungsraum sind in der ersten Phase zunächst Potenziale und Ideen jenseits des vordergründig Funktionalen zu finden und Positionen einer zukunftsweisenden, urbanen Landschaftsarchitektur zu den Herausforderungen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung zu entwickeln. Dabei wird es begrüßt, wenn neben landschaftsarchitektonischen und freiraumplanerischen Ansätzen auch städtebauliche, architektonische, verkehrliche, soziologische, ökologische und künstlerische Perspektiven eingenommen werden. Erwartet werden Ideen mit konkretem Ortsbezug, die auch eine Übertragbarkeit auf ähnliche Typologien ermöglichen.

In diesem Aufgabenteil besteht die zentrale Herausforderung im großmaßstäblichen Entwerfen auf Quartiersebene. Von den Teilnehmenden wird erwartet, dass sie ein eigenständiges räumliches und strategisches Gesamtkonzept präsentieren, welches Potenziale und clevere Lösungen für klimaangepasste Freiräume im Quartier aufzeigt. Die entwickelten Ideen sollen zudem an drei ausgewählten Räumen vertiefend dargestellt werden. Dabei sind insbesondere Prinzipien und Maßnahmen der Klimaanpassung wie Gebäudebegrünung, Straßenraumbegrünung, Pflanzenverwendung, Regenwassermanagement (Verdunstung, Versickerung, verzögerte Ableitung), Neuordnung der Verkehrsflächen, Multicodierung und Entsiegelung zu integrieren.

In der zweiten Phase rücken dann die Konkretisierung der Ideen und die Umsetzungsperspektiven in den Fokus. In Kooperation mit den Wohnungsunternehmen im Quartier sollen Lösungen entwickelt werden, die perspektivisch umgesetzt werden könnten.

Wer kann teilnehmen?

Der Otto Linne Preis ist ein internationaler Ideenpreis zur urbanen Freiraumplanung und richtet sich insbesondere an Studierende und junge Absolvent:innen der Fachrichtung Landschaftsarchitektur. Andere Fakultäten sind zugelassen, wenn an der Hochschule ein Lehrstuhl Landschaftsarchitektur/ Landschaftsplanung/Freiraumplanung eingerichtet ist. Ein Nachweis über die Betreuung durch eine:n Professor:in ist erforderlich. Es ist ausdrücklich gewünscht, dass die Teilnehmenden in interdisziplinären Teams beispielsweise mit Stadt-/Verkehrsplaner:innen, Architekt:innen, Ökonom:innen, Designer:innen etc. zusammenarbeiten. Ein Mitglied des Teams aus dem Fachbereich der Landschaftsarchitektur ist als federführend zu bestimmen. Der Abschluss der Absolvent:innen darf nach den Teilnahmebedingungen nicht länger als zwei Jahre zurückliegen. Die Wettbewerbsaufgabe eignet sich sehr gut als Semesterarbeit oder Studienprojekt. Alle Interessierten müssen sich für die Teilnahme am Wettbewerb kostenlos online registrieren.

Welche Leistungen werden erwartet?

Alle Teilnehmenden müssen die Kerninhalte ihrer Arbeit auf zwei DIN A0 Hochformat Blättern zusammenfassend darstellen. Wir freuen uns darüber hinaus über andere Darstellungsformen, wie z.B. Modelle, Comic, von Storyboard über Zeitung und Film bis zur Kunstinstallation. Großer Wert wird auf den nachvollziehbaren Zusammenhang von Inhalt und Form gelegt, d.h. das Medium sollte thematisch passend gewählt werden. Die Arbeiten müssen im Rahmen einer Jurysitzung präsentierbar und bewertbar sein.

Zeitplan

Februar 2023
Beginn der Registrierung, Bereitstellung der Unterlagen
April 2023
Frist für Rückfragen
Juni 2023 
Abgabe der Arbeiten Phase 1 und
1. Preisgerichtssitzung
August 2023
zweitägiger Workshop im Quartier für bis zu fünf ausgewählte Arbeiten
Oktober 2023
Abgabe der Arbeiten Phase 2
November 2023
2. Preisgerichtssitzung
Dezember 2023
Preisverleihung und Ausstellung der Arbeiten

Preise        

Preisgeld plus Reisekostenzuschüsse nach Hamburg für den Workshop und die Preisverleihung

1. Preis: 
5.000 Euro
2. Preis:  
3.000 Euro
3. Preis:  
 2.000 Euro
2 Ankäufe:
2.000 Euro

Weitere Informationen werden im Laufe des Verfahrens hier zur Verfügung gestellt.

Vergangene Dokumentationen

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