Altona-Altstadt August-Lütgens-Park

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Ein etwas versteckt gelegenes und daher wohl eher unbekanntes Fleckchen Grün befindet sich auf dem ehemaligen Gelände des früheren Altonaer Krankenhauses. Alteingesessene Hamburger werden keine Probleme haben, es zu finden. Für alle anderen weist ein Willkommensschild den Weg in die kleine grüne Oase des August-Lütgens-Parks.

August-Lütgens-Park

Der wunderschöne alte Baumbestand zeugt noch von den ehemaligen Freiflächen um das Krankenhaus, in dessen Hauptgebäude sich heute eine Erzieherfachschule einquartiert hat. Des Weiteren befinden sich am Park das „Haus Drei“, zwei Kindergärten sowie diverse andere Organisationen. Die betreute Kletterwand am alten Bunker, der Spielplatz sowie die alten Bäume, die sich teilweise bestens zum Klettern eignen, machen den August-Lütgens-Park zu einem beliebten und nah gelegenen Ausflugsziel für Kinder.

Doch auch für viele Anwohner bietet er sich durch seine ideale Lage im Wohngebiet, versteckt innerhalb der Häuserzeilen, bestens zur Erholung an. Da er weniger bekannt und daher auch nicht so überfüllt ist wie zum Beispiel der nah gelegene Wohlers- oder der Walter-Möller-Park, ist er bei manch einem Hamburger umso beliebter. Dazu ist er seit seiner Sanierung 2004 hundefrei, was bei der Bevölkerung für durchaus gemischte Reaktionen sorgte.

Seinen Namen trägt der Park nach August Lütgens, einem der Opfer der NS-Terrorjustiz im Zusammenhang mit den Ereignissen am Altonaer Blutsonntag 1932. An diesem Tag kam es zu einer groß angelegten und langfristig vorbereiteten Provokation. Etwa 10.000 Nationalsozialisten aus dem ganzen Land versammelten sich zu einer, wie sie es offiziell nannten, Strafexpedition und marschierten polizeigeschützt durch die Straßen der überwiegend links und antifaschistisch eingestellten Altonaer Arbeiterviertel. Bis in den späten Abend kam es immer wieder zu Unruhen. Schließlich eröffnete die Polizei das Feuer auf Demonstranten und Bevölkerung, es gab 18 Tote und fast 80 Schwerverletzte. Passanten und Einwohner wurden wahllos verhaftet, obwohl niemand bewaffnet war. 

Auch August Lütgens und weitere seiner Genossen wurden Opfer der Verhaftungswelle und vor Gericht gestellt. Trotz nicht erwiesener Beteiligung wurde er ein Jahr später zum Tod verurteilt und im Innenhof des heutigen Altonaer Amtsgerichtes in der Max-Brauer-Allee geköpft. Der August-Lütgens-Park trägt zusammen mit dem Walter-Möller-Park, dem Bruno-Tesch-Platz und vielen weiteren Denkmalen zur Ehrung der Oper des Faschismus bei.

Karte

Zusatzinformation

Bezirk:Altona
Lage:zwischen Max-Brauer-Allee, Holstenstraße und Hospitalstraße
ÖPNV:S1 / S2 / S31 Holstenstraße, Bus 15 / Bus 20 / Bus 283 Max-Brauer-Allee ( Mitte)
Fläche:ca. 1,6 ha
Spielplatz:vorhanden
Hundeauslaufzone:nicht ausgewiesen, Hunde nicht erlaubt

 

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Kontakt

Hajo Schaefer

Bezirksamt Altona
Fachamt Management des öffentlichen Raumes
Jessenstraße 1-3
22767 Hamburg
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