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Harvestehude Eichenpark

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Ein wenig im Schatten des beliebten Alstervorlandes steht sein nördlich angrenzender Nachbar, der kleine Eichenpark in Harvestehude. Seinem Namen macht er alle Ehre und zeichnet sich durch einen herrlichen alten Baumbestand aus. Neben zahlreichen Eichen findet man direkt an der Alster aber beispielsweise auch eine schöne Sumpfzypresse, deren Kniewurzeln bis zur Weide nebenan heranreichen. Zwischen ihnen tummeln sich Wasservögel, darunter vor allem Graugänse, die sich längst an die Besucher des Parks gewöhnt haben.

Eichenpark

Auf dem Gelände des heutigen Eichenparks befand sich einst das Zisterzienserinnenkloster Herwardeshude, das um 1245 durch Heilwig Gräfin von Schauenburg/Holstein gegründet wurde. Im Jahr 1530 riss man das Klostergebäude infolge der Reformation ab, nachdem es seit 1295 hier gestanden hatte. Die umliegenden Flächen wurden vermutlich zwischenzeitlich als Weidegrund genutzt. Später errichtete man an der Stelle des ehemaligen Klosters ein Wirtshaus. 

Heute kann man die öffentliche Grünanlage entlang eines Rundweges, der auch an die Alster stößt, genießen. Dabei kommt man an einem großen Granitfindling vorbei. Er ist mit einer Gedenktafel für den Dichter Friedrich von Hagedorn versehen, der sich wohl gern hier aufhielt und dichtete. Am Wasser begegnet man der Skulptur „Ätherwelle“ von Friedrich Wield. Sie wurde zwischen 1931 und 1933 im Auftrag des Hamburger Senats als Denkmal für Heinrich Hertz geschaffen, dem es als erstem gelungen war, elektromagnetische Wellen nachzuweisen. Da Hertz jedoch Jude war, verhinderte der Nationalsozialistische Senat die Aufstellung der Skulptur, die erst im Jahr 1994 von der Hamburger Kulturbehörde wiederentdeckt und hier platziert wurde. 

Von einem kleinen Steg über dem Wasser hat man einen schönen Blick auf den Eichenpark, die Alster und auch auf die Krugkoppelbrücke. Sie überspannt den Fluss an der Mündung in die Außenalster und verbindet die beiden Stadtteile Winterhude und Harvestehude miteinander. Eine erste Brücke entstand hier bereits im Jahr 1892 als einfache Holzkonstruktion. Sie wurde 1927/28 durch eine noch immer existierende massive Stein- und Stahlbrücke ersetzt. Gustav Leo entwarf die Eisenbetonkonstruktion mit den drei eingespannten Bögen und zwei Mittelpfeilern im Auftrag von Hamburgs damaligem Oberbaudirektor Fritz Schumacher. Ganz in seinem Sinn wurde die Brücke als typisch norddeutscher Backsteinbau errichtet. Von außen zeigt sich das gesamte Bauwerk samt Brüstung in charakteristisch gemustertem Klinker mit Verzierungen aus farbigen Reliefs und Klinkerkeramiken.

Karte

Zusatzinformation

Bezirk:Eimsbüttel     
Lage:zwischen der Alster, Krugkoppel und Harvestehuder Weg
ÖPNV:U1 Klosterstern, Bus 109 Harvestehuder Weg
Fläche:ca. 2 ha
Spielplatz:nicht vorhanden
Hundeauslaufzone:nicht ausgewiesen

Kontakt

Bezirk Eimsbüttel - Fachamt Management des öffentlichen Raumes

Grindelberg 62-66
20144 Hamburg
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Telefon:
115
E-Mail:
MR@eimsbuettel.hamburg.de

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