Blankenese Hessepark

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Wer nach einem Spaziergang durch das Blankeneser Treppenviertel eine Verschnaufpause benötigt, der kann sich im direkt nördlich angrenzenden Hessepark ein bisschen Erholung gönnen. Die gepflegte Anlage am Kiekeberg ist eine der kleinsten unter den zahlreichen Grünflächen am nördlichen Elbufer.

Hessepark

Einst war der heutige Hessepark nur ein Teil eines weitaus größeren Geländes, das im Jahr 1799 von Rütger Heinrich Klünder erworben wurde. Der Hamburger Kaufmann und Direktor der Gothaer Versicherung ließ hier in den Folgejahren ein repräsentatives Landhaus errichten und einen dazugehörigen Park anlegen. Zu seinem Anwesen auf magerem Weideboden gehörten außerdem eine Ölmühle sowie eine Flachsspinnerei. Sein Herrenhaus, ein schlichter dreiachsiger Putzbau mit Flachdach, befand sich auf einer kleinen Anhöhe und bot schöne Ausblicke sowohl in den Park als auch die Landschaft.  

Nach dem Tod Klünders wurde dessen Besitz aufgeteilt und verkauft. Nachdem das Gelände Mitte der 1850er Jahre kurzzeitig dem Hamburger Senatssyndikus Carl Hermann Merck, einem Bruder von Ernst Merck, gehört hatte, wurde es 1876 von George Heinrich Hesse, dem Mitinhaber von „Hesse Newman“ und einer der Gründer der Commerzbank, erworben. 1926 kaufte die Gemeinde Blankenese das Anwesen der Familie ab und parzellierte einen großen Teil davon. Den Rest machte sie als Hessepark, benannt nach den letzten Besitzern, der Öffentlichkeit zugänglich. 

Das sogenannte Hesse-Haus, das über 200 Jahre alte ehemalige Landhaus, befindet sich heute am nördlichen Rand des Parks und steht unter Denkmalschutz. Es beherbergt momentan den „Pfadfinder- & Pfadfinderinnenbund Nordlicht e.V.“ Das nahegelegene Gymnasium Blankenese besitzt im südlichen Bereich des Hesseparks ein eigenes Schwimmbad. Im Zentrum der Grünanlage gibt es einen Sitzbereich in einem Ring aus alten, Schatten spendenden Kastanien. Von hier aus verlaufen geschwungene Wege in alle Richtungen des Parks. Auf weitläufigen Rasenflächen bieten verstreut gelegene Einzelbäume sowie Gehölzgruppen Schutz, darunter eine wunderschöne alte Hänge- sowie eine Blut-Buche. Eingebettet in Rhododendron-Sträucher ruht die kleine Elbjungfrau Blankenese, eine Skulptur von Prof. Arthur Bock mit der Bezeichnung „Die Hockende“.

Der Hessepark ist ein anerkanntes Gartendenkmal nach dem Hamburgischen Denkmalschutzgesetz

Karte

Zusatzinformation

Bezirk:Altona
Lage:zwischen Oesterleystraße, Am Kiekeberg und Hessepark
ÖPNV:S 1 Blankenese
Fläche:ca. 3,8ha
Spielplatz:vorhanden
Hundeauslaufzone:nicht ausgewiesen

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Kontakt

Hajo Schaefer

Bezirksamt Altona
Fachamt Management des öffentlichen Raumes
Jessenstraße 1-3
22767 Hamburg
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