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Rahlstedt Liliencronpark

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Einer der bekanntesten Bürger Rahlstedts ist Friedrich Adolf Axel Freiherr von Liliencron, wohl besser bekannt als Detlev von Liliencron. Seine letzten Lebensjahre verbrachte der Dichter und Bühnenautor in einer Villa an der jetzigen Rahlstedter Bahnhofstraße. Sie begrenzt heute eine kleine Grünanlage entlang des Wandsewanderweges in Hamburg-Rahlstedt, den Liliencronpark.

Liliencronpark

Detlev von Liliencron wurde 1844 in Kiel als Sohn eines Zollverwalters und einer Generalstochter geboren. Als er 1875 aufgrund von Verschuldung aus dem Militärdienst austreten musste, versuchte er sich einige Zeit lang erfolglos unter anderem als Sprachlehrer, Pianist und Stallmeister in Amerika. Nach seiner Rückkehr fand er Arbeit als Gesangslehrer in Hamburg. Später verschlug es ihn auf die nordfriesische Insel Pellworm, wo er eine Anstellung als Landesvogt fand. Doch wieder war er aufgrund seiner Schulden gezwungen, auch dieses Amt aufzugeben. Danach konnte er zwar als freier Schriftsteller in München, Berlin, Altona und Ottensen von sich reden machen, doch reichten die Einkünfte erneut nicht aus, um seine hohen Schulden zu tilgen und so versuchte er nun, mit Vortragsreisen Geld zu verdienen. Im Jahr 1901 konnte er endlich durch die Unterstützung von Freunden eine feste Wohnung in Alt-Rahlstedt beziehen, in der er bis zu seinem Tod durch Lungenentzündung im Jahr 1909 blieb. Zusätzlich hatte er in den letzten Jahren ein jährliches Ehrengehalt von 2.000 Mark durch Kaiser Wilhelm II. erhalten. Heute gilt Detlev von Liliencron als einer der bedeutendsten Vertreter des literarischen Impressionismus. Ihm zu Ehren wurde am 3. Juni 1934, zu seinem 90. Geburtstag, ein von Arthur Wiechert entworfenes und von August Dabelstein erbautes Denkmal im Park eingeweiht. 

Gleichzeitig wurde dabei auch der Liliencronpark der Öffentlichkeit übergeben, nachdem man ihn auf Initiative des Gemeindevorstehers Heinrich Schulz angelegt hatte. Zwei Jahre zuvor war an dieser Stelle der alte Mühlenteich nahezu trockengelegt worden. Er diente einst einer Kornmühle von umliegenden Bauern. Noch heute kann man gegenüber des Parks das zum Wohnhaus umgebaute Mühlengebäude entdecken. Neben dem imposanten Liliencrondenkmal befindet sich in der Grünanlage außerdem ein Gedenkstein mit der Inschrift "Up ewig ungedeelt" – auf ewig ungeteilt. Er erinnert an die Erhebung der Schleswig-Holsteiner im Jahr 1848 im Zuge der Forderung nach Unabhängigkeit von Dänemark. Der Stein wurde hier zusammen mit einer Doppel-Eiche zum 100. Jahrestag des Aufstandes gesetzt.

Karte

Zusatzinformation

Bezirk:Wandsbek
Lage:zwischen Wilhelm-Grimm-Straße, der Wandse und Rahlstedter Bahnhofstraße
ÖPNV:Vorortzug R10 Rahlstedt, Bus 9 Wilhelm-Grimm-Straße
Fläche:ca. 1,1 ha
Spielplatz:nicht vorhanden
Hundeauslaufzone:vorhanden

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