Behörde für Umwelt und Energie

Blankenese Schinckels Park

Wer von der Blankeneser Landstraße aus auf schnellstem Weg zur Elbe möchte, der nimmt wahrscheinlich den Falkentaler Weg und durchquert dabei auch Schinckels Park nördlich des Waseberges. Einst wohnte hier der einflussreiche Hamburger Bankier Maximilian Heinrich von Schinckel mit seiner Familie.

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Schinckels Park

Die nun öffentliche Parkanlage mit der großen Wiese lässt sich auf direktem Weg über einen sehr steilen Pfad durchqueren oder man nimmt den etwas komfortableren seitlichen Weg. Um die Wiese herum erstrecken sich weitläufige Waldflächen, die sich auch gut für kleine Wanderungen eignen. Von Frühling bis Herbst sieht man in Schickels Park, abgesehen von einigem Durchgangsverkehr, eher wenig Menschen. Sobald jedoch im Winter der erste richtige Schnee gefallen ist, ändert sich dies plötzlich und die Blankeneser, von alt bis jung, kommen hier zusammen, um zu „rüschen“.  

Der kleine Pfad über die steile Wiese wird präpariert, um eine besonders schnelle Eispiste zu erhalten. Hier sollte man sich dann jedoch nicht mit normalen Schlitten hinunter wagen, sondern nur mit den traditionellen Blankeneser Kreeks, die auch nur hier hergestellt werden. Dabei handelt es sich um sehr flache und robuste Schlitten, die besonders schwer und dadurch auch rasend schnell sind. Ursprünglich sind sie als Lastenschlitten gebaut worden und bestanden meistens aus Eichenholz, später dann auch aus Teakholz. Die eisenbeschlagenen Kufen aus ziemlich breiten Bohlen waren vorne hochgezogen und mit einem Stück Tau, einem sogenannten Tampen, verbunden, in den der Fahrer seine Füße steckt. Standardmäßig waren die Kreeks für drei Fahrer ausgelegt und etwas über einen Meter lang. Der hinterste Fahrer war der Steuermann, der das Gespann mithilfe eines langen, dünnen, astfreien Baumstammes, der nach hinten etwas dicker wurde und möglichst auch aus Eiche bestand, auf Kurs hielt. Am Ende der Strecke im Park gibt es eine kleine Erhebung, die sich gefährlich nach außen neigt und schon zu einigen Unfällen geführt hat. Deshalb wurden hier früher Strohballen platziert, die das Schlimmste verhindern sollten; zeitweise standen dahinter sogar Krankenwagen für den Notfall bereit. Dieser jahrzehntelangen Tradition wird heutzutage vermutlich nur noch hier, auf der etwa 450 Meter langen Wiese in Schinckels Park nachgegangen.

Karte

Parkanlagen

Zusatzinformation

Bezirk:Altona
Lage:zwischen Falkentaler Weg, Waseberg und Richard-Dehmel-Straße
ÖPNV:S1 Blankenese, Bus 189 / Bus 286 Karstenstraße, Waseberg
Fläche:ca. 7 ha
Spielplatz:nicht vorhanden
Hundeauslaufzone:nicht ausgewiesen