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Harburg Schwarzenberg

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Während viele Harburger bei schönem Wetter einen Besuch des Schwarzenbergs sehr schätzen, musste der Begründer der heutigen Parkanlage auf dieses Vergnügen leider verzichten. Die älteste öffentliche Grünfläche Harburgs geht auf einen königlich-hannoverschen Offizier, Major Ferdinand von Bissing zurück. Dieser war zur damaligen Zeit stellvertretender Bataillons-Kommandeur der nahen Schwarzenberg-Kaserne. Im Jahr 1835 veranlasste er seine Soldaten, den Nordhang des tristen Berges zu bepflanzen, um somit eine parkähnliche Anlage zu schaffen. Leider hatte er es versäumt, sich dafür die Genehmigung des kommandierenden Generals einzuholen, was ihm eine Strafversetzung nach Nienburg/Weser einbrachte. Als Erinnerung an den ungeschickten Offizier ließ man ihm später in der Parkanlage ein Denkmal errichten.

Schwarzenberg

Eine Geschichtsstunde im Grünen

Beim Spaziergang durch den weitläufigen Park entdeckt man zahlreiche weiterer Spuren, die von der Vergangenheit erzählen. Denkmäler für die Befreiungskriege 1813 gegen Napoleon oder den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71, der Garnisonsfriedhof, alte Kanonenrohre und eine Friedenseiche lassen auf dem Schwarzenberg deutsche Geschichte aufleben. Der große Platz, der heute für Feste und Veranstaltungen genutzt wird, war ehemals ein Exerzierplatz. Es lohnt sich ein Besuch des alten jüdischen Friedhofs, auf dem bereits um 1690 die ersten Bestattungen stattgefunden haben. Eine Gedenktafel markiert den Standort der 1857 erbauten Friedhofshalle der jüdischen Gemeinde, die in der Pogromnacht 1938 durch die Nazis in Brand gesetzt wurde. 244 Grabsteine blieben von der Schändung verschont und können noch heute auf dem Schwarzenberg besichtigt werden.

Schwarzenberg – der Volkspark der Harburger

Die meisten Harburger besuchen die zentrumsnahe Grünfläche vermutlich jedoch, um einfach einen Moment der Stadt zu entfliehen und Erholung zu finden. Ob ein ruhiger Spaziergang durch die hügeligen Wälder, ein Sonnenbad auf den großzügigen Rasenflächen oder eine Partie Schach – die Parkanlage bietet für Jeden etwas. Durch seine Lage innerhalb des Geesthangs ist der Schwarzenberg an einigen Stellen nur mit gewisser Mühe zu erklimmen. Dafür wird man mit atemberaubenden Ausblicken belohnt – selbst Seine Majestät Kaiser Wilhelm I. genoss bereits 1873 dieses Vergnügen, wie eine Inschrift am Aussichtspunkt belegt. Aber auch Kinder und Jugendliche kommen im Schwarzenberg-Park auf ihre Kosten. Neben einem schönen Waldspielplatz gibt es auch Skater-Rampen, eine Tischtennisplatte, ein Volleyball-Feld und einen Bolzplatz. Der befestigte Rundweg um den großen Platz eignet sich bestens zum Inlineskaten oder Flanieren.

Karte

Zusatzinformation

Bezirk:Harburg
Lage:zwischen Schwarzenbergstraße und Buxtehuder Straße
ÖPNV:S3 bis Station Heimfeld
Fläche:15,64 ha
Spielplatz:vorhanden
Hundeauslaufzone:nicht ausgewiesen

Kontakt

Klaus Krollpfeifer

Bezirksamt Harburg - Management des öffentlichen Raumes
Harburger Rathausplatz 6
21073 Hamburg
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