Gedenkausstellung Helmuth Hübener

Helmuth Hübener wurde am 8. Januar 1925 in Hamburg geboren. Und wurde als jüngster verurteilter Widerstandskämpfer 1942 mit nur 17 Jahren hingerichtet. Eine Ausstellung an ungewöhnlichem Ort.

Ausstellung zu Helmuth Hübeners Leben in der Verwaltungsschule im Zentrum für Aus- und Fortbildung

Wer war Helmuth Hübener ...

Helmuth Hübener wurde am 8. Januar 1925 in Hamburg geboren. Er selbst war nicht Mitglied einer politischen Partei und gehörte der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ (Mormonen) an. Der Ausschluss der Juden vom Gottesdienst durch seine Kirchengemeinde löste in ihm Widerspruch aus.

Dieser vergrößerte sich durch den Vergleich der Informationen aus den Berichten des englischen Radiosenders BBC mit denen der deutschen Meldungen. Dieses Wissen verbreitete er gemeinsam mit Karl-Heinz Schnibbe, Rudolf Wobbe und Gerhard Düwer in der Zeit als Lehrling in der hamburgischen Verwaltung in Form von Texten, die sich gegen die amtliche Propaganda der Nationalsozialisten wendeten. Die Flugblätter vervielfältigten und verteilten sie an die Bevölkerung. Insoweit hat die „Gruppe Hübener“ den gleichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus wie die „Weiße Rose“ in München geleistet.

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... und für was stand er ein?

Gehard Düwer berichtete:

„Wir beklebten die Anschlagssäulen, hefteten die Flugblätter an die Anschlagtafeln der NSDAP, warfen sie in Briefkästen oder steckten sie den Gästen auf Veranstaltungen, Festlichkeiten und Tanzvergnügen in die Manteltaschen.“

Auszug aus einem der verfassten Flugblätter:

„Entscheidet Euch, noch kann eine entschiedene Tat Euer Volk und Land vor dem Abgrund retten, an den Hitler es mit süßen Worten geführt hat. Entscheidet Euch, ehe es zu spät ist!“

Am 5. Februar 1942 wurde Helmuth Hübener im Gebäude des Sozialamtes verhaftet, ins Gestapo-Gefängnis nach Hamburg-Fuhlsbüttel (bekannt auch als „Santa Fu“) gebracht und schwer gefoltert. Er wurde nach Berlin zum Volksgerichtshof überführt, wo er im August 1942 zum Tode verurteilt und am 27. Oktober hingerichtet wurde.

Helmuth Hübener war mit nur 17 Jahren der jüngste zum Tode verurteilte Widerstandskämpfer.

Flyer zur Helmuth-Hübener-Ausstellung

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Was möchte die Ausstellung vermitteln?

Helmuth Hübener war ein junger und engagierter Verwaltungsschüler, der mit großem Mut, Geradlinigkeit, Zivilcourage und unter Einsatz seines Lebens Widerstand geleistet hat. Damit hat er auch ein Zeichen für die heutige Generation an der Verwaltungsschule gesetzt.

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Warum diese Ausstellung in der Verwaltungsschule?

Unsere Verantwortung in der Verwaltung liegt insbesondere darin, dass wir Menschen gleich und fair behandeln, die Grundrechte achten und die Werteordnung des Grundgesetzes zur Grundlage unseres jetzigen und späteren beruflichen Handelns machen. Uns ist es wichtig, mit diesem Flyer auf die Ausstellung aufmerksam zu machen und damit an den Widerstand von Helmuth Hübener zu erinnern.

Karl-Heinz Schnibbe, Weggefährte von Helmuth Hübener, erinnert sich:

„Er sah sehr früh den Betrug, auf welchen das Reich aufgebaut war, und sein Standpunkt war der, dass alle die Wahrheit wissen müssen, wie es um Deutschland steht.“

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Die Schülerinnen und Schüler der Projektgruppe ...

... setzten sich intensiv mit Leben und Wirken von Helmuth Hübener, der Ausstellung und dem Thema Grundwerte auseinander.

Schülerinnen und Schülern bei der Projektarbeit für den Flyer zur Helmuth-Hübener-Ausstellung  

Die entstandenen Fotos aus der Ausstellung sowie die Texte der Projektgruppe flossen in den Flyer ein. Die Informationsbroschüre liegt auch in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme aus, mit der die Verwaltungsschule 2010 eine langfristige Kooperationsvereinbarung getroffen hat. Diese beinhaltet unter anderem, dass die Auszubildenden der Verwaltungsschule an Seminaren und Projekten teilnehmen, die von den Pädagoginnen und Pädagogen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme begleitet werden. Diese Seminar- und Projektarbeit wird als Leistungsnachweis für die Ausbildung anerkannt.

Kooperation Verwaltungsschule - Gedenkstätte Neuengamme

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Öffnungszeiten

Die Ausstellung kann in der Verwaltungsschule montags bis freitags von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr besucht werden. Sie befindet sich im 2. Obergeschoss des Zentrums für Aus- und Fortbildung in der Normannenstraße 26, 20537 Hamburg (Borgfelde).

Sie erreichen die Verwaltungsschule telefonisch unter 040 42831-3030 oder per Email:

verwaltungsschule@zaf.hamburg.de