Schädlinge Birkenwanzen

Birkenwanzen - FHH - Hamburg

Erreger

Birkenwanzen sind bis zu 6 mm große, braune Insekten mit schwarzen Pünktchen, die sich von den Fruchtständen und Blättern von Birken ernähren. Vor allem bei trocken-warmer Witterung im Frühjahr kann es zu Massenvermehrungen der Birkenwanze (Kleidocerys resedae) kommen, da die Tiere wärmeliebend sind und die Bäume dann oftmals auch stark fruchten und den Wanzen entsprechend viel Nahrung bieten. Die Tiere bilden eine Generation im Jahr und legen zum Sommer hin Eier ab. Ab Ende Juli treten dann die zuerst nur gut 2 mm großen Larven auf, die an den Fruchtständen der Bäume saugen. Die zum Herbst hin entstehenden erwachsenen Tiere saugen auch an den Blättern der Birke. Neben der Birke können sporadisch auch Erle, Kirsche, Eberesche und verschiedene krautige Pflanzen befallen werden. Auch bei massenhaftem Auftreten kommt es aber nicht zu einer ernsthaften Schädigung der Wirtspflanzen. Die erwachsenen Tiere überwintern in der Bodenstreu. Zum Frühjahr hin klettern sie am Stamm hoch zurück in die Baumkrone.

Schadbild

Der Schaden durch massenhaftes Auftreten der Birkenwanze stellt sich eher als Belästigung der Anwohner dar. Durch Wind werden die Tiere aus der Baumkrone geweht und sind dann im Garten, auf Terrassen oder auch im Haus wiederzufinden. Da die Tiere bei Gefahr ein unangenehm riechendes Sekret abgeben, kommt es oftmals zu starken Geruchsbelästigungen. Aber auch das massenhafte Auftreten der kleinen Insekten an sich ruft Probleme hervor. Vor allem bei trocken-warmer Witterung kann die Belästigung bis in den Oktober anhalten. Bei kühler Witterung sind die Tiere wenig aktiv und treten meist kaum in Erscheinung. Bei kalten Nächten sind die Tiere oft in großer Zahl an wärmespeichernden Hauswänden zu finden. Die Birkenwanze überträgt keine Krankheiten und kann auch nicht längere Zeit in Wohnräumen überdauern. Das Auftreten der Birkenwanze ist sehr unregelmäßig. Während es in manchen Jahren zu Massenvermehrungen kommt, spielen die Tiere in anderen Jahren kaum eine Rolle. An sehr geschützten, warmen Standorten kann es aber regelmäßig zu Problemen mit der Birkenwanze kommen.

Vorbeugung und Bekämpfung

Eine direkte Bekämpfung der Birkenwanze an den Bäumen ist in den meisten Fällen aufgrund der Baumgröße nicht möglich, aber in Bezug auf die Bäume auch nicht notwendig. Im Terrassen- und Wohnungsbereich sollten die Tiere aufgesaugt oder weggefegt werden. Durch feinmaschige Netze an den Fenstern oder doppelseitiges Klebeband am Rahmen kann meist ein Eindringen in die Wohnung weitgehend verhindert werden. Eine Bekämpfung der Tiere im Garten ist rechtlich kritisch zu betrachten und wenig erfolgversprechend, da immer nur ein kleiner Teil der Population getroffen wird und meist schnell eine erneute Besiedelung erfolgt.

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