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Schädlinge Blattläuse

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Blattläuse - FHH - Hamburg

Erreger

Blattläuse sind saugende Insekten, die bei unterschiedlichsten Pflanzen auftreten können und sich vom Pflanzensaft ihrer Wirtspflanzen ernähren. Während viele Blattläuse auf eine einzige oder wenige miteinander verwandte Wirtspflanzen angewiesen sind, vollziehen andere regelmäßig einen Wirtswechsel, haben z.B. eine krautige Pflanze als Sommer- und ein Gehölz als Winterwirt. Wieder andere Blattläuse können viele verschiedene Pflanzenarten besaugen. Blattläuse bilden zum Teil viele Generationen im Jahr aus, geflügelte Tiere werden oft nur zu bestimmten Jahreszeiten gebildet, um neue Wirtspflanzen zu besiedeln. Meist erfolgt die Überwinterung im Eistadium. Einige Arten überwintern aber auch als Larve oder erwachsenes Tier.

Schadbild

Durch das Aussaugen von Pflanzensaft schwächen Blattläuse ihre Wirtspflanze. Bevorzugt saugen sie an jungen Pflanzenteilen. Dort sind sie z.T. in großen Kolonien anzutreffen. Einige Blattläuse geben über ihren Speichel beim Saugen Stoffe ab, die Wucherungen oder Verkrüppelungen der Blätter bewirken. Häufig dienen dabei die entstehenden Wucherungen den Läusen als Versteck vor Fressfeinden oder Witterungseinflüssen. Einige Blattläuse schädigen aber auch durch Übertragung von Viren. Hierbei saugen die Tiere an einer virusbefallenen Pflanze, wechseln auf eine gesunde Pflanze über und Übertragen beim Saugen das Virus auf die andere Pflanze. Während einige Blattläuse einzelne Zellen aussaugen, saugen andere Arten gezielt an den Leitungsbahnen der Pflanze.
Da in den Leitungsbahnen viel Zucker enthalten ist, der von den Läusen nicht verwertet wird, scheiden diese Tiere Honigtau aus, der die Blätter verklebt. Auf dem Honigtau siedelt sich häufig ein Rußtaupilz an, der sich von dem Honigtau ernährt, für die Pflanze aber unschädlich ist. Nur indirekt schädigt der schwarz erscheinende Pilz durch die Schattierung der Blätter. Als Folge der Honigtau-Ausscheidungen von Blattläusen sind an befallenen Pflanzen oft auch Ameisen anzutreffen, die den Honigtau in ihr Nest abtransportieren. Ameisenstraßen an der Pflanze sind also meist ein Hinweis auf Blattlaus-Befall.

Vorbeugung und Bekämpfung

Blattläuse können sich an geschwächten Pflanzen sehr gut ernähren, da diese eine für die Laus günstigere Zusammensetzung des Pflanzensaftes aufweisen. Gleiches gilt für sehr stark mit Stickstoff versorgten Pflanzen. Deshalb spielen die richtige Standortwahl und maßvolle Düngung eine Rolle. Die Ansiedlung von natürlichen Blattlaus-Gegenspielern wie Marienkäfer, Flor- und Schwebfliegen, sowie Schlupfwespen sollte gefördert werden. Zum Teil lassen sich Blattlaus-Kolonien einfach durch Rückschnitt der Pflanze oder durch Abspülen entfernen.

Blattläuse, die offen an der Pflanze sitzen und sich nicht durch Wachsausscheidungen o.ä. schützen, können leicht durch Mittel auf Basis von Rapsöl oder Kali-Seife bekämpft werden. Rapsöl empfiehlt sich auch für eine Austriebsspritzung gegen überwinternde Blattlaus-Eier bei Obstbäumen. Bei versteckt sitzenden Läusen oder Tieren die sich durch Wachs schützen, ist auf eine gute Benetzung der Läuse zu achten. Systemisch wirkende Mittel sollten nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden, da sie auch auf viele nützliche Insekten eine schädigende Wirkung haben.

Einsetzbare Pflanzenschutzmittel:

Pflanzenschutzmittel Bayer Garten Combistäbchen Lizetan Neu

Kontakt- und Systemische Wirkung
Einsatz bei Sichtbarwerden erster Symptome

Pflanzenschutzmittel Neudosan Neu Blattlausfrei

Kontaktwirkung
Abstandsauflagen beachten

Pflanzenschutzmittel Bayer Garten Bio-Schädlingsfrei AF

Kontaktwirkung
Abstandsauflagen beachten

Pflanzenschutzmittel INSEKTIZIDE

Systemische Wirkung:
Das Pflanzenschutzmittel wird von der Pflanze aufgenommen und im Gefäßsystem transportiert und auch versteckt sitzende Schädlinge werden erreicht. Viele Systemisch wirkende Mittel sind jedoch auch Bienen- und Nützlings gefährlich, so dass der Gebrauch nur auf das Nötigste eingeschränkt werden sollte. Handelspräparate werden in unterschiedlichen Formulierungen angeboten. Hierbei können z. Bsp. Granulate, Pulver, Sprays oder Stäbchen zur Anwendung kommen.
Kontaktwirkung:
Das Pflanzenschutzmittel wird von der Pflanze nicht aufgenommen und wirkt über die Insektenoberfläche. Der Schädling muss entweder direkt getroffen werden, oder der Wirkstoff wird durch Berührung mit der behandelten Blattoberfläche aufgenommen.
Fraßwirkung: Das Pflanzenschutzmittel gelangt über die Nahrungsaufnahme durch Saug- oder Fraßtätigkeit in den Körper. Dabei befindet sich der Wirkstoff entweder auf der Pflanzenoberfläche, oder wurde zuvor von der Pflanze aufgenommen.
Abstandsauflagen:
Beim Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel sind zwischen der zu behandelnden Fläche und einem Oberflächengewässer Abstände bei der Mittelanwendung einzuhalten.  Diese sind je nach Pflanzenschutzmittel und den zu behandelnden Kulturen unterschiedlich und müssen der Gebrauchsanweisung entnommen werden.
Bienengefährlich:
Einstufung der Pflanzenschutzmittel hinsichtlich der Auswirkungen auf Bienen:
B1: Das Mittel ist als bienengefährlich eingestuft. Es darf nicht auf blühende oder von Bienen beflogene Pflanzen ausgebracht werden.
B2: Das Mittel ist als bienengefährlich, außer bei Anwendung nach dem Ende des täglichen Bienenfluges in dem zu behandelten Bestand bis 23:00 Uhr, eingestuft.
B3: Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendung des Mittels werden Bienen nicht gefährdet.
B4: Das Mittel wird als nicht bienengefährlich eingestuft.

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