Krankheiten Clematiswelke

Clematiswelke Clematiswelke

Clematiswelke - FHH - Hamburg

Erreger

Verursacher der Clematiswelke ist der Pilz Coniothyrium clematidis-rectae. Dieser dringt über Verletzungen der dünnen Triebe oder Verletzungen im Stängelgrund, hervorgerufen durch Windeinfluss, mechanische Beschädigungen bei der Gartenarbeit oder starke Temperaturschwankungen, direkt in das Holz der Pflanzen ein. Dort breitet er sich in den Leitungsbahnen aus, verstopft diese und verhindert den Wasser- und Nährstofftransport. Besonders anfällig sind  großblumige Sorten, sowie junge, schwache und alte Pflanzen.

Schadbild

Sobald der Pilz in die Leitungsbahnen eingedrungen ist, beginnen alle Blätter oberhalb der infizierten Stelle schlagartig, ohne erkennbare äußere Anzeichen, zu welken und verfärben sich vom Blattrand her braun und sterben ab. Da der Pilz relativ hohe Temperaturen benötigt, tritt diese Erkrankung meist erst ab den Sommermonaten Juni/ Juli auf.

Vorbeugung und Bekämpfung

Bei einer Neupflanzung sollten unbedingt widerstandfähige Arten und Sorten verwendet werden. Unter den großblütigen Sorten haben sich die Sorten `Jackmannii`, `Gypsy Queen` oder `Hagley Hybrid` bewährt. Möchte man auf ganz sicher gehen, sollten Sorten der italienischen Waldrebe (Clematis viticella) gepflanzt werden. Des Weiteren sollte beim Kauf darauf geachtet werden, kräftige, zweijährige Pflanzen im 2- oder 3- l-Container auszusuchen. Diese haben die kritische Phase meist hinter sich, da in erster Linie junge, alte und schwache Pflanzen befallen werden. Befestigen Sie die Pflanzen an Stäben oder Gerüsten, vor allem an der Basis, um diese vor Verletzungen durch Windeinfluss o.a. zu schützen. Sorgen Sie für eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung der Pflanzen und einen kühlen, schattierten Wurzelraum. Überprüfen Sie immer bei den ersten Anzeichen einer Welke, ob eventuell nicht doch zu wenig gegossen wurde und überprüfen Sie die Pflanze auf Verletzungen. Kann all dieses ausgeschlossen werden muss von einer Clematiswelke ausgegangen werden und ein sofortiger Rückschnitt bis knapp über den Boden muss erfolgen. (Schnittgut in die Biotonne!) Die meisten Pflanzen erholen sich wieder, auch wenn viele erst im folgenden Jahr wieder austreiben.

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