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Schädlinge Kirschfruchtfliegen

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Kirschfruchtfliegen - FHH - Hamburg

Erreger

Die europäische Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi) ist eine etwa 4 mm große, schwarze Fliege mit gelber Zeichnung. Sie legt ihre Eier in die reifenden Früchte der Kirschen. Die Eiablage erfolgt, wenn sich die Kirschen von grün auf gelb umfärben. Je Kirsche wird dabei immer nur ein Ei abgelegt, eine Doppelbelegung wird durch eine Duftmarkierung der Kirsche verhindert. Die aus dem Ei schlüpfenden Larven fressen in den Kirschen um den Stein herum das Gewebe weg. Betroffene Früchte verfaulen teilweise vorzeitig oder sind aufgrund der enthaltenen Maden nicht mehr genießbar. Die Maden verlassen die Frucht, um sich im Boden zu verpuppen. Probleme durch die europäische Kirschfruchtfliege entstehen vor allem bei späten Süßkirschensorten aber auch bei manchen Sauerkirschsorten. In südlichen Anbaugebieten tritt auch die amerikanische Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cingulata) auf. Diese fliegt etwa 3-4 Wochen später als die europäische Art und verursacht vor allem bei spät reifenden Süß- und Sauerkirschen Schäden.

Schadbild

Von der Kirschfruchtfliege befallen Kirschen verlieren ihren Glanz und sind weicher als gesunde Früchte. Durch den Fraß der Made im Inneren lässt sich der Stein in der Frucht verschieben. Bei fortgeschrittenem Befall kommt es teilweise auch zum Verfaulen der Frucht am Baum. In der Frucht ist eine weiße, bis zu 6 mm lange Made zu finden. Teilweise verlassen die Maden aber auch schon die noch am Baum hängende Frucht.

Vorbeugung und Bekämpfung

In Regionen wo nur die europäische Kirschfruchtfliege Probleme bereitet, sollten bei Neupflanzungen früh reifende Sorten ausgewählt werden, da diese meist nicht befallen werden. Ungünstig ist, wenn in der Nähe der Kirschbäume Vogelkirschen oder Traubenkirschen wachsen, da die Kirschfruchtfliege auch bei diesen Bäumen auftritt. Kleinkronige Bäume können mit engmaschigen Netzen vor der Fruchtumfärbung eingepackt werden. Bei der Kirschernte ist auf das vollständige Entfernen auch kranker Früchte zu achten. Befallene Früchte sollten aus dem Garten entfernt werden. Die Überwinterung der Kirschfruchtfliege erfolgt als Puppe in der obersten Bodenschicht. Durch oberflächige Lockerung des Bodens im Herbst kann das Erfrieren der Puppen im Winter gefördert werden. Zur Überwachung des Auftretens der Kirschfruchtfliege sind im Handel entsprechende Fallen erhältlich. Die Fallen sollten auf der Südseite des Baums aufgehängt werden. Durch die Fallen kann ein leichte Reduzierung der Population erreicht werden, sie dienen im wesentlichen aber der Bestimmung des richtigen Bekämpfungszeitpunktes. Nach dem Flug der Kirschfruchtfliege sollten die gelben Fallen bald abgehängt werden, da sie auch nützliche Insekten anlocken. Zur Erntezeit kann durch das Auslegen von Folie oder feinmaschigen Netzen das Eindringen der Larven in den Boden verhindert werden. Im Haus- und Kleingarten sind momentan keine Mittel zur Bekämpfung der Kirschfruchtfliege zugelassen.

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