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Krankheiten Krautfäule an Tomaten und Kartoffeln

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Krautfäule an Tomaten und Kartoffeln - FHH - Hamburg

Erreger

Die Kraut- und Braunfäule der Tomate und die Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel werden durch den Pilz Phytophthora infestans verursacht. Der Pilz überdauert an befallenen Pflanzenteilen, wie z.B. im Boden verbliebenen oder auf den Kompost gegebenen, befallenen Kartoffeln. Treiben diese Kartoffeln im Frühjahr wieder aus, werden an den sofort befallenen Trieben schnell Sporen gebildet, die für eine weitere Ausbreitung sorgen. Aber auch am befallenen Kraut von Tomate oder Kartoffel kann der Erreger überdauern. Die Ausbreitung des Pilzes erfolgt besonders bei feucht-warmen Bedingungen sehr schnell und kann unter Umständen den ganzen Pflanzenbestand zerstören.

Schadbild

Infektionen durch die Krautfäule werden durch zunächst graugrüne Flecken, meist an den unteren Blättern sichtbar. Die Flecken werden später braun und können sich schnell ausdehnen. Bei Feuchtigkeit entsteht an der Blattunterseite ein schimmelartiger Pilzrasen.
Neben Blättern werden auch Triebe infiziert. Befallene Tomatenfrüchte zeigen vor allem an der Oberseite die beschriebenen Flecken. Da von dem Pilz Giftstoffe gebildet werden, sind die Früchte nicht mehr für den Verzehr geeignet. Befallene Kartoffeln sind bei der Ernte an grauen, unregelmäßigen Flecken zu erkennen, die später einsinken. Das Gewebe unter den Flecken ist verbräunt.

Vorbeugung und Bekämpfung

Tomaten möglichst nicht in direkter Nachbarschaft von Kartoffeln anbauen. Kein befallenes Pflanzenmaterial kompostieren. Stützstäbe von Tomaten vor der Wiederverwendung mit heißem Wasser reinigen. Es empfiehlt sich, Tomaten unter Foliendächern anzubauen oder mit Folienhauben abzudecken. Durch eine geringe Pflanzdichte (2,5 Pflanzen /m²) wird gewährleistet, dass der Bestand schnell abtrocknet. Tomaten am besten morgens und nur an die Wurzel gießen. Im Gewächshaus für gute Belüftung sorgen, um Taubildung zu vermeiden.
Erste befallene Blätter entfernen. Bei Kartoffeln offene Lagen auswählen, die leicht abtrocknen, nicht zu dicht pflanzen und nur gesundes Pflanzgut verwenden. Nicht auf schweren Böden kultivieren. Fruchtfolge einhalten, also erst nach 3 bis 4 Jahren wieder Kartoffeln auf derselben Fläche anbauen. Eine Bekämpfung der Krautfäule kann nur vorbeugend erfolgen. Der Einsatz von Fungiziden ist deshalb nur sinnvoll, wenn er bei Sichtbarwerden erster Symptome sofort erfolgt. Erste Infektionen sind meist ab Ende Juni zu erwarten.

Einsetzbare Pflanzenschutzmittel:

Pflanzenschutzmittel Cueva Wein-Pizfrei

Kontaktwirkung
Abstandsauflagen beachten

Pflanzenschutzmittel COMPO Pilz-frei Polyram WG

Kontaktwirkung
Abstandsauflagen beachten
Einsatz bei Sichtbarwerden erster Symptome

Pflanzenschutzmittel Ortiva

Systemische Wirkung
Einsatz spätestens bei Befallsbeginn.
Mittel wirkt vor allem vorbeugend

Pflanzenschutzmittel FUNGIZIDE

Systemische Wirkung:
Das Pflanzenschutzmittel dringt in das Pflanzengewebe, wird im Gefäßsystem transportiert und hemmt das Myzelwachstum. Dadurch ist der Neuzuwachs geschützt, eine längere Wirkungsdauer und keine Wirkstoffverluste durch Niederschlag. Es ergibt sich jedoch eine höhere Gefahr der Resistenzbildung des Schaderregers gegenüber dem angewendeten Pflanzenschutzmittel und seinem Wirkstoff.
Kontaktwirkung:
Das Pflanzenschutzmittel verbleibt auf der Pflanzenoberfläche und der Belag verhindert die Sporenkeimung. Eine vollständige Benetzung der Pflanze ist erforderlich, Wirkstoff kann durch Niederschläge verloren gehen.
Abstandsauflagen:
Beim Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel sind zwischen der zu behandelnden Fläche und einem Oberflächengewässer Abstände bei der Mittelanwendung einzuhalten.  Diese sind je nach Pflanzenschutzmittel und den zu behandelnden Kulturen unterschiedlich und müssen der Gebrauchsanweisung entnommen werden.
Bienengefährlich:
Einstufung der Pflanzenschutzmittel hinsichtlich der Auswirkungen auf Bienen:
B1: Das Mittel ist als bienengefährlich eingestuft. Es darf nicht auf blühende oder von Bienen beflogene Pflanzen ausgebracht werden.
B2: Das Mittel ist als bienengefährlich, außer bei Anwendung nach dem Ende des täglichen Bienenfluges in dem zu behandelten Bestand bis 23:00 Uhr, eingestuft.
B3: Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendung des Mittels werden Bienen nicht gefährdet.
B4: Das Mittel wird als nicht bienengefährlich eingestuft.

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