Krankheiten Malvenrost

Malvenrost - FHH - Hamburg

Erreger

Der Malvenrost (Puccinia malvacearum) gehört zur Gruppe der Rostpilze. Er kann bei Pflanzen aus der Familie der Malvengewächse auftreten, sehr anfällig für den Erreger sind Stockrosen. Da die Sporen des Pilzes schon sehr zeitig im Frühjahr gebildet werden, können bereits die ersten Blätter der Pflanze im Frühjahr infiziert werden. Von den ersten Infektionsstellen an den Blättern ausgehend kommt es oft zu einer schnellen Ausbreitung im Bestand. Der Pilz überwintert an den befallenen Pflanzenteilen und kann hier im Frühjahr erneut Sporen bilden, die die jungen Blätter wieder infizieren.

Schadbild

Befallene Blätter weisen auf der Oberseite gelbliche Flecken auf. Auf der Unterseite bilden sich bald zunächst gelb-orange, später braune Pusteln von 1-2 mm Durchmesser. Befallene Blätter welken bald und sterben vorzeitig ab. Neben der Blattfläche können auch Blattstiele und Triebe befallen werden. Durch die oftmals starken Infektionen kahlen die Pflanzen im Laufe des Jahres von unter immer mehr auf. Stark befallene Pflanzen sind auch in ihrer Blühfreude beeinträchtigt.

Vorbeugung und Bekämpfung

Da der Pilz an befallenen Pflanzenteilen überwintert, sollten diese im Herbst möglichst vollständig aus dem Garten entfernt werden. Die ersten Blätter, die im Frühjahr austreiben, werden meist schon von dem Pilz befallen, da sie nahe am Boden entstehen, wo sie aufgrund der hier im Frühjahr meist vorhandenen Feuchtigkeit gut infiziert werden können. Deshalb sollten die ersten 5 Blätter der Stockrosen im Frühjahr bald nach dem Erscheinen schon entfernt werden. Später sollten befallene Blätter umgehend entfernt werden, da hier sonst sehr bald wieder Sporen entstehen, die für zahlreiche weitere Infektionen sorgen. Ein sonniger, windoffener Standort sorgt außerdem für ein schnelles Abtrocknen des Bestands und verhindert, daß es zu starken Infektionen kommt. Wichtig ist außerdem eine gute Nährstoffversorgung der Pflanzen. Eine direkte Bekämpfung des Pilzes kann bei ersten sichtbaren Symptomen eingesetzt werden.

Pflanzenschutzmittel Duaxo Rosen-Pilz Spray

Systemische Wirkung
Abstandsauflagen beachten
Max. 3 Anwendungen ab Befallsbeginn

Pflanzenschutzmittel Cueva Wein-Pizfrei

Kontaktwirkung
Abstandsauflagen beachten

Pflanzenschutzmittel Bayer Garten Universal-Pilzschutz M

Kontakt- und Systemische Wirkung
Abstandsauflagen beachten
max. 3 Anwendungen

Pflanzenschutzmittel FUNGIZIDE

Systemische Wirkung:
Das Pflanzenschutzmittel dringt in das Pflanzengewebe, wird im Gefäßsystem transportiert und hemmt das Myzelwachstum. Dadurch ist der Neuzuwachs geschützt, eine längere Wirkungsdauer und keine Wirkstoffverluste durch Niederschlag. Es ergibt sich jedoch eine höhere Gefahr der Resistenzbildung des Schaderregers gegenüber dem angewendeten Pflanzenschutzmittel und seinem Wirkstoff.
Kontaktwirkung:
Das Pflanzenschutzmittel verbleibt auf der Pflanzenoberfläche und der Belag verhindert die Sporenkeimung. Eine vollständige Benetzung der Pflanze ist erforderlich, Wirkstoff kann durch Niederschläge verloren gehen.
Abstandsauflagen:
Beim Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel sind zwischen der zu behandelnden Fläche und einem Oberflächengewässer Abstände bei der Mittelanwendung einzuhalten.  Diese sind je nach Pflanzenschutzmittel und den zu behandelnden Kulturen unterschiedlich und müssen der Gebrauchsanweisung entnommen werden.
Bienengefährlich:
Einstufung der Pflanzenschutzmittel hinsichtlich der Auswirkungen auf Bienen:
B1: Das Mittel ist als bienengefährlich eingestuft. Es darf nicht auf blühende oder von Bienen beflogene Pflanzen ausgebracht werden.
B2: Das Mittel ist als bienengefährlich, außer bei Anwendung nach dem Ende des täglichen Bienenfluges in dem zu behandelten Bestand bis 23:00 Uhr, eingestuft.
B3: Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendung des Mittels werden Bienen nicht gefährdet.
B4: Das Mittel wird als nicht bienengefährlich eingestuft.

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