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Schädlinge Minierfliege

Minierfliege - FHH - Hamburg

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Erreger

Minierfliegen sind nur etwa 1 bis 5 mm große, meist dunkel gefärbte Fliegen, deren Larven im Inneren von Blättern fressen. Die Weibchen legen ihre Eier an den Blättern ab, die herausschlüpfenden Maden bohren sich in das Blatt und fressen zwischen Blattoberhaut und Blattunterhaut von außen erkennbare Gänge. Das Blatt bleibt äußerlich unversehrt. Bei starkem Befall kann die Wuchskraft der Pflanze gemindert sein. Minierfliegen können im Freiland und bei Gewächshaus-Pflanzen auftreten. Sie sind meist auf eine oder wenige miteinander verwandte Pflanzen-Arten spezialisiert. So tritt etwa die Ilex-Minierfliege nur bei Stechpalmen (Ilex) auf. Im Gewächshaus und bei manchen Arten im Freiland können mehrere Generationen im Jahr entstehen.

Schadbild

Die Fliegen selbst sind aufgrund ihrer Färbung und Größe meist recht unscheinbar. Sie erscheinen meist im Mai. Die Fraßtätigkeit der Maden ist an zunächst punktförmigen, später meist schlangenförmigen Miniergängen zu erkennen. Diese heben sich gelblich oder pergamentartig von der übrigen Blattfläche ab. In den Gängen scheint oft der dunkle Kot der Maden durch. Im Gegenlicht sind meist auch die etwa 3 mm langen Maden oder später die Puppen zu erkennen. Oft vergrößern sich die zunächst schmalen Fraßgänge später zu sogenannten Platzminen, die sich zur Oberseite des Blattes leicht ausbeulen. Neben den Minierfliegen können auch die Larven der Miniermotten ähnliche Schadbilder hervorrufen.

Vorbeugung und Bekämpfung

Häufig beschränkt sich der Befall auf einzelne Blätter, die einfach abgepflückt und entfernt werden können. Tritt regelmäßig ein stärkerer Befall auf, kann im Haus- und Kleingartenbereich bei sichtbar werden der ersten Symptome eine Behandlung mit biologischen Pflanzenschutzpräparaten durchgeführt werden.

Einsetzbare Pflanzenschutzmittel:

Pflanzenschutzmittel Schädlingsfrei Neem

Kontakt- und Fraßwirkung
Einsatz bei Sichtbarwerden erster Symptome

Pflanzenschutzmittel INSEKTIZIDE

Systemische Wirkung:
Das Pflanzenschutzmittel wird von der Pflanze aufgenommen und im Gefäßsystem transportiert und auch versteckt sitzende Schädlinge werden erreicht. Viele Systemisch wirkende Mittel sind jedoch auch Bienen- und Nützlings gefährlich, so dass der Gebrauch nur auf das Nötigste eingeschränkt werden sollte. Handelspräparate werden in unterschiedlichen Formulierungen angeboten. Hierbei können z. Bsp. Granulate, Pulver, Sprays oder Stäbchen zur Anwendung kommen.
Kontaktwirkung:
Das Pflanzenschutzmittel wird von der Pflanze nicht aufgenommen und wirkt über die Insektenoberfläche. Der Schädling muss entweder direkt getroffen werden, oder der Wirkstoff wird durch Berührung mit der behandelten Blattoberfläche aufgenommen.
Fraßwirkung: Das Pflanzenschutzmittel gelangt über die Nahrungsaufnahme durch Saug- oder Fraßtätigkeit in den Körper. Dabei befindet sich der Wirkstoff entweder auf der Pflanzenoberfläche, oder wurde zuvor von der Pflanze aufgenommen.
Abstandsauflagen:
Beim Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel sind zwischen der zu behandelnden Fläche und einem Oberflächengewässer Abstände bei der Mittelanwendung einzuhalten.  Diese sind je nach Pflanzenschutzmittel und den zu behandelnden Kulturen unterschiedlich und müssen der Gebrauchsanweisung entnommen werden.
Bienengefährlich:
Einstufung der Pflanzenschutzmittel hinsichtlich der Auswirkungen auf Bienen:
B1: Das Mittel ist als bienengefährlich eingestuft. Es darf nicht auf blühende oder von Bienen beflogene Pflanzen ausgebracht werden.
B2: Das Mittel ist als bienengefährlich, außer bei Anwendung nach dem Ende des täglichen Bienenfluges in dem zu behandelten Bestand bis 23:00 Uhr, eingestuft.
B3: Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendung des Mittels werden Bienen nicht gefährdet.
B4: Das Mittel wird als nicht bienengefährlich eingestuft.