Krankheiten Pflaumenrost

Pflaumenrost - FHH - Hamburg

Erreger

Beim Pflaumenrost (Tranzschelia pruni spinosae) handelt es sich um einen wirtwechselnden Rostpilz. Der Pilz befällt die Blätter von Pflaumen und Zwetschen, seltener auch Mirabellen, Pfirsiche und Schlehen. Durch die Infektion kommt es zu Blattflecken und zu vorzeitigem Abwerfen der Blätter. Die Schwächung der Bäume führt zu Ertragsminderungen. Der Pilz vollzieht im Frühjahr einen Wirtswechsel. Nach der Überwinterung an befallenen Pflaumenblättern werden im April die Knospen von Buschwindröschen (Anemonen) infiziert. Auf deren Blättern entstehen kurz später wiederum Sporen, die erneut die jungen Blätter der Pflaume infizieren. In einigen Fällen wurde aber auch beobachtet, daß es ohne Zwischenwirt direkt wieder zur Infektion der Pflaume kam.

Schadbild

Befallene Blätter sind zunächst an kleinen gelblichen Flecken zu erkennen. Diese treten ab Anfang Juni auf. Bald werden auf der Blattunterseite stecknadelkopfgroße Pusteln sichtbar, die zunächst gelblich, dann rostig-braun und schwarz werden. Hier entstehen Sporen, die weitere Blätter infizieren. Befallene Blätter werden von der Spitze her braun, vertrocknen und werden vorzeitig abgeworfen. Besonders in nassen Jahren kommt es zur starken Ausbreitung des Pilzes, wodurch die Bäume bereits ab August allmählich kahl werden. Seltener kommt es auch zu Infektionen an fast reifen Früchten, die dann einen schorfigen Überzug aufweisen und nicht richtig ausreifen.
Befallene Anemonen sind an ihren fahlgrünen Blättern mit sehr langen Blattstielen zu erkennen. Außerdem kommt es zu Blütendeformationen. Befallene Anemonen bleiben zeitlebens infiziert.

Vorbeugung und Bekämpfung

Da die Überwinterung an den befallenen Blättern erfolgt, sollten diese nach Möglichkeit aus dem Garten entfernt werden. Auf die Pflanzung von Anemonen sollte verzichtet werden, da diese als Zwischenwirt für den Pflaumenrost fungieren, vorhandene infizierte Pflanzen sollten entfernt werden. Lockerer Kronenaufbau und ausreichender Pflanzabstand gewährleisten, daß das Laub nach Niederschlägen schnell abtrocknen kann und es nicht zum Auskeimen der Pilzsporen kommt. Um dies zu gewährleisten, sollten ältere Baumkronen regelmäßig ausgelichtet werden. Die Pflaumensorten ‚Bühler Frühzwetsche'‚ Zimmers Frühzwetsche' und ‚Anna Späth' gelten als wenig anfällig für den Pflaumenrost. Für den Haus- und Kleingartenbereich sind momentan keine Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung des Pflaumenrostes zugelassen.

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