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Schädlinge Schildläuse

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Schildläuse - FHH - Hamburg

Erreger

Die zoologische Unterordnung der Schildläuse umfasst die Familien der Deckelschildläuse, der Napfschildläuse, sowie der Woll- und Schmierläuse. Diese Pflanzenschädlinge können an zahlreichen Zimmer- und Kübelpflanzen, aber auch an einigen Gartengehölzen auftreten. Sie schädigen durch ihre Saugtätigkeit, zum Teil auch durch Ausscheidung von Giftstoffen. Meist treten sie an geschwächten Pflanzen verstärkt auf, daher sind sie in Innenräumen häufig in der lichtarmen Zeit vermehrt zu finden. Weil sie durch Schilde (Napf- und Deckelschildläuse) bzw. Wachsausscheidungen (Woll- und Schmierläuse) recht gut geschützt sind, ist die Bekämpfung oftmals schwierig.

Schadbild

Schildläuse halten sich überwiegend in Blattachseln, an den Blattunterseiten oder an den Trieben der Pflanzen auf. Befallene Pflanzen sind oftmals durch den von ihnen ausgeschiedenen Honigtau stark verklebt. Deckelschildläuse scheiden allerdings keinen Honigtau aus. Im Freiland siedeln sich auf Honigtau häufig Rußtaupilze an. Stärker befallene Blätter verfärben sich gelblich, verkrümmen sich zum Teil und fallen schließlich ab. Woll- und Schmierläuse sind durch ihre Wachsausscheidungen leicht zu erkennen, oft scheidet eine Kolonie von Läusen so viele Wachsfäden aus, daß ein zusammenhängendes Knäuel entsteht. Napf- und Deckelschildläuse sind durch ihre meist braunen oder grauen Schilde aber nicht sehr auffällig. Die erwachsenen Tiere der unterschiedlichen Arten sind zwischen einem und 4 mm groß.

Vorbeugung und Bekämpfung

Als vorbeugende Maßnahme ist zunächst die Optimierung der Standortbedingungen für die Pflanze zu nennen. Viele Pflanzen bekommen im Winter im Haus wenig Licht, stehen aber sehr warm. Hierdurch verändert sich die Zusammensetzung des Pflanzensaftes und bietet günstige Bedingungen für eine schnelle Entwicklung der Läuse. Eine zu starke Stickstoff-Düngung begünstigt auf die gleiche Weise einen Befall. Im Freiland an Gehölzen auftretende Schildläuse lassen sich an dickeren Ästen z.T. abbürsten, an Zimmerpflanzen reicht Absammeln oder Abwischen manchmal aus. Im Gewächshaus und Wintergarten ist der Einsatz australischer Marienkäfer gegen Woll- und Schmierläuse möglich. An hartlaubigen Pflanzen kann eine Bekämpfung mit Ölpräparaten (Rapsöl, Mineralöl-Mittel) erfolgen. Hierbei ist auf eine gute Benetzung der Schädlinge zu achten. Auch die Anwendung weiterer Pflanzenschutzpräparate ist möglich. Auf jeden Fall ist eine wiederholte Anwendung notwendig, da die Schildläuse Ruhephasen durchlaufen, in denen sie kaum zu bekämpfen sind.

Einsetzbare Pflanzenschutzmittel:

Pflanzenschutzmittel Bayer Garten Combistäbchen Lizetan Neu

Kontakt- und Systemische Wirkung
Einsatz bei Sichtbarwerden erster Symptome

Pflanzenschutzmittel Bayer Garten Bio-Schädlingsfrei AF

Kontaktwirkung
Abstandsauflagen beachten

Pflanzenschutzmittel INSEKTIZIDE

Systemische Wirkung:
Das Pflanzenschutzmittel wird von der Pflanze aufgenommen und im Gefäßsystem transportiert und auch versteckt sitzende Schädlinge werden erreicht. Viele Systemisch wirkende Mittel sind jedoch auch Bienen- und Nützlings gefährlich, so dass der Gebrauch nur auf das Nötigste eingeschränkt werden sollte. Handelspräparate werden in unterschiedlichen Formulierungen angeboten. Hierbei können z. Bsp. Granulate, Pulver, Sprays oder Stäbchen zur Anwendung kommen.
Kontaktwirkung:
Das Pflanzenschutzmittel wird von der Pflanze nicht aufgenommen und wirkt über die Insektenoberfläche. Der Schädling muss entweder direkt getroffen werden, oder der Wirkstoff wird durch Berührung mit der behandelten Blattoberfläche aufgenommen.
Fraßwirkung: Das Pflanzenschutzmittel gelangt über die Nahrungsaufnahme durch Saug- oder Fraßtätigkeit in den Körper. Dabei befindet sich der Wirkstoff entweder auf der Pflanzenoberfläche, oder wurde zuvor von der Pflanze aufgenommen.
Abstandsauflagen:
Beim Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel sind zwischen der zu behandelnden Fläche und einem Oberflächengewässer Abstände bei der Mittelanwendung einzuhalten.  Diese sind je nach Pflanzenschutzmittel und den zu behandelnden Kulturen unterschiedlich und müssen der Gebrauchsanweisung entnommen werden.
Bienengefährlich:
Einstufung der Pflanzenschutzmittel hinsichtlich der Auswirkungen auf Bienen:
B1: Das Mittel ist als bienengefährlich eingestuft. Es darf nicht auf blühende oder von Bienen beflogene Pflanzen ausgebracht werden.
B2: Das Mittel ist als bienengefährlich, außer bei Anwendung nach dem Ende des täglichen Bienenfluges in dem zu behandelten Bestand bis 23:00 Uhr, eingestuft.
B3: Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendung des Mittels werden Bienen nicht gefährdet.
B4: Das Mittel wird als nicht bienengefährlich eingestuft.

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