Schädlinge Schnecken

Schnecken - FHH - Hamburg

Erreger

Schnecken können durch Ihre Fraßtätigkeit erhebliche Schäden bei einer Vielzahl von Kulturpflanzen anrichten. In der Praxis werden Schäden meist durch Nacktschnecken, seltener durch Gehäuseschnecken hervorgerufen. Die zwittrigen Tiere sind vorwiegend nachtaktiv. Sie können bis zu 1 Jahr alt werden und bis zu 500 etwa 2 mm große Eier ablegen. Die Eiablage erfolgt meist im Frühjahr und Herbst in Gelegen zu etwa 10 Stück. In sehr kalten Wintern überleben nur die Eier, in milden Wintern auch die Tiere selbst.

Schadbild

Während Jungtiere mit Ihrer Raspelzunge zunächst nur die Blattoberhaut der Pflanzen abfressen, fressen die größeren Tiere bald deutlich Löcher ins Gewebe, bei einigen Pflanzen kann es zum völligen Kahlfraß kommen.
Gefressen wird auch totes Pflanzenmaterial, Kannibalismus ist ebenfalls zu beobachten. Schnecken sind bezüglich ihrer Nahrung also wenig wählerisch, nur wenige Pflanzen werden von Schnecken nicht befressen. Die Tiere fressen vor allem nachts, bei ausreichender Feuchtigkeit aber auch tagsüber. Während trockener Phasen verkriechen sie sich in feuchten und schattigen Ritzen oder unter Blättern. Hinweise auf Schneckenfraß sind neben den Fraßstellen auch die hinterlassenen Schleimspuren.

Vorbeugung und Bekämpfung

Generell sind alle Maßnahmen, die ein schnelles Abtrocknen des Pflanzenbestandes fördern, geeignet Schnecken zurückzudrängen. Dichte Pflanzenbestände sollten ausgelichtet werden, damit sie schneller abtrocknen. Ideal für Schnecken sind langes Gras, Gräben etc. Wenn aus solchen Bereichen eine Zuwanderung in den Garten stattfindet, kann durch Schneckenzäune die Besiedlung des Gartens unterbunden werden oder besonders gefährdete Bereiche wie Gemüse- oder Anzuchtbeete werden durch die Zäune geschützt. Neben dem Absammeln von Schnecken können diese auch durch Bierfallen angelockt werden. Bierfallen sind aber nur in großen Gärten oder eingezäunten Bereichen zu empfehlen, da sonst auch Schnecken aus der Nachbarschaft angelockt werden.
In größeren Gärten ist auch die Anschaffung von Indischen Laufenten zu erwägen, die gerne Schnecken vertilgen. Wenn vorrangig Ackerschnecken Probleme bereiten, können diese außerdem durch nützliche Nematoden bekämpft werden, die im Handel zu bestellen sind. Gegen die meist im Garten vorhandenen Wegschnecken ist die Wirkung der Nematoden allerdings unzureichend. Eine direkte Bekämpfung der Schnecken kann außerdem durch Schneckenkorn-Produkte erfolgen.

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