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Krankheiten Sprühflecken-Krankheit der Kirsche

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Sprühflecken-Krankheit Sprühflecken-Krankheit

Sprühflecken-Krankheit der Kirsche - FHH - Hamburg

Erreger

Die Sprühfleckenkrankheit der Kirsche wird durch den Pilz Blumeriella jaapii hervorgerufen. Der Pilz überwintert an befallenen Blätter und an den Blattnarben in der Baumkrone. Hier werden im Frühjahr Sporen gebildet, die direkt nach der Blüte die jungen Blätter von Süß- und Sauerkirsche infizieren. Gelegentlich werden auch Pflaumen befallen. Bei günstigen Infektionsbedingungen kommt es zu massivem Blattfall, so daß zum Zeitpunkt der Ernte schon ein Großteil der Blätter abgeworfen sein kann.

Schadbild

Ab Anfang Juni sind auf der Oberseite befallener Blätter rot begrenzte Flecken zu finden. Auf der Unterseite entsteht ein weißer, wachsartiger Belag. Hier werden die sogenannten Sommersporen des Pilzes gebildet, die jetzt die inzwischen nachgewachsenen Blätter des Baums infizieren können. Insbesondere bei anhaltend feuchter Witterung kann sich der Pilz explosionsartig ausbreiten. Befallene Blätter färben sich im fortgeschrittenen Stadium gelb und fallen bald ab. Vor allem der innere und untere Kronenbereich ist betroffen. Bei wiederholtem Befall ist der Zuwachs und der Fruchtansatz des Baums geschwächt. Auch die Ausreife der Früchte wird durch den vorzeitigen Blattfall gehemmt. Im Extremfall kann es zum Absterben der Bäume kommen.

Vorbeugung und Bekämpfung

Eine wichtige Infektionsquelle ist das unter dem Baum verbliebene Falllaub vom Vorjahr. Befallene Blätter sollten deshalb möglichst aus dem Garten entfernt werden. Darüber hinaus spielen der Standort und der Kronenaufbau eine wichtige Rolle. Die Baumkrone sollte regelmäßig ausgelichtet werden, damit genug Licht in die Krone gelangen und das Laub nach Niederschlägen schnell abtrocknen kann. Außerdem ist ein zu dichter Stand der Obstbäume zu vermeiden. Wenn die Baumgröße es erlaubt, kann bei starkem Vorjahresbefall auch eine chemische Bekämpfung sinnvoll sein. Im Haus- und Kleingartenbereich sind momentan allerdings keine Mittel zur direkten Bekämpfung der Sprühflecken-Krankheit zugelassen.

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