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Krankheiten Taschenkrankheit der Pflaumen

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Taschenkrankheit der Pflaumen - FHH - Hamburg

Erreger

Die Taschenkrankheit der Pflaumen wird durch den Pilz Taphrina pruni verursacht. Dieser infiziert die Pflanzen über die offene Blüte und bewirkt die taschenartige Missbildung der Früchte. Der Pilz überdauert an Trieben und Knospen, die er aber selten befällt, sowie an unter dem Baum verbliebenen, befallenen Früchten. Befallen werden vor allem Zwetschen und Pflaumen, sowie Aprikosen und Traubenkirschen. Mirabellen und Renekloden werden nur selten befallen.

Schadbild

Von der Taschenkrankheit befallene Früchte bleiben flach und wachsen ungewöhnlich schnell bis zu einer Länge von 4 bis 7 cm heran. Sie sind oft schotenförmig verkrümmt und innen hohl. Sie werden bald runzelig und verfärben sich zunächst rötlich, später erscheinen sie gelblich-grau bepudert. Bei anfälligen Sorten können im Extremfall über 50 % der Ernte vernichtet werden.

Vorbeugung und Bekämpfung

Um den Infektionsdruck niedrig zu halten, sollten befallene Früchte möglichst bald abgepflückt und aus dem Garten entfernt werden. Auf ihnen bilden sich sonst neue Sporen, die auf den Trieben auskeimen und dort - ohne den Baum zu schädigen - als Pilzgeflecht überwintern. Günstige Infektionsbedingungen für den Pilz sind bei kühler und feuchter Witterung zur Blütezeit gegeben. Damit die Zweige nach Niederschlägen schnell abtrocknen, sollte die Krone deshalb regelmäßig ausgelichtet werden. Dies dient auch zur Vorbeugung vor anderen Pilzkrankheiten. Besonders anfällig sind die Zwetschen-Sorten ‚Hauszwetsche', ‚Ortenauer', und ‚Auerbacher'. Dies sollte bei Neupflanzung in Befallslagen beachtet werden. Als weniger anfällig gelten Frühsorten wie z.B. ‚Wangenheims Frühzwetsche', ‚Hermann' oder ‚Bühler Frühzwetsche'. Vorbeugend kann zur Befallsminderung im Oktober / November ein Baumanstrich mit Kalkbrühe erfolgen. Für den Haus- und Kleingartenbereich sind momentan keine Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung der Taschenkrankheit zugelassen. Schachtelhalm- oder Knoblauchbrühe sollen befallsmindernd wirken.

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