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Schädlinge Thripse

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Thripse - FHH - Hamburg

Erreger

Thripse sind nur knapp 2 mm große, saugende Insekten mit einem wurmförmigen Körper. Während die nur etwa 1 mm großen Larven meist gelblich-weiß gefärbt sind, sind die erwachsenen Tiere grau-schwarz und häufig arttypisch gebändert. Thripse werden auch Fransenflügler oder Blasenfüße genannt. Zu den Thripsen gehören auch die sogenannten Gewitterwürmchen oder Gewitterfliegen. Hierbei handelt es sich um Getreidethripse, die im Sommer nach der Getreide-Ernte häufig anzutreffen sind, wenn sie nach neuen Wirtspflanzen suchen. Wie der Name Fransenflügler schon ahnen lässt, sind sie schlechte Flieger und bewegen sich in der Luft eher segelnd fort. Thripse mögen feucht-warme Bedingungen und sind daher bei schwülem Wetter - also vor Gewittern - besonders aktiv. Insgesamt spielen sie im Freiland nur eine geringe Rolle und treten vor allen an Zimmer- und Gewächshaus-Pflanzen als Schädlinge auf. Thripse, die in Freiland auftreten, überwintern im Boden. In geheizten Räumen und Gewächshäusern treten sie ganzjährig auf.

Schadbild

Thrips-Larven und erwachsene Thripse saugen an den Blättern ihrer Wirtspflanzen einzelne Zellen aus. Hierdurch kommt es zu einer feinen Sprenkelung der Blätter, d.h. es entstehen punktartige gelbe oder weißliche, sehr kleine Flecken. Das Schadbild ähnelt also einem Spinnmilben-Symptom, wobei Thripse mit bloßem Auge noch erkennbar sind, Spinnmilben hingegen kaum noch. Durch Lufteintritt in die ausgesaugten Zellen schimmern stark befallene Blätter z.T. silbrig. Meist sind Thripse an der Blattunterseite zu finden, wo auch Kottropfen auf einen Befall hinweisen. Bei starkem Befall werden die Blätter trocken und vorzeitig abgeworfen. Neben Blättern können auch Blütenblätter betroffen sein.

Vorbeugung und Bekämpfung

Während im Gewächshaus-Bereich oder in Wintergärten eine Thrips-Bekämpfung auch mit Nützlingen erfolgen kann, ist im Zimmerpflanzen-Bereich meist eine chemische Behandlung notwendig. Zur Bekämpfung stehen verschiedene Pflanzenschutzmittel gegen saugende Insekten zur Verfügung.

Einsetzbare Pflanzenschutzmittel:

Pflanzenschutzmittel Spruzit Neu

Kontaktwirkung
Abstandsauflagen beachten

Pflanzenschutzmittel Bayer Garten Combistäbchen Lizetan Neu

Kontakt- und Systemische Wirkung
Einsatz bei Sichtbarwerden erster Symptome

Pflanzenschutzmittel INSEKTIZIDE

Systemische Wirkung:
Das Pflanzenschutzmittel wird von der Pflanze aufgenommen und im Gefäßsystem transportiert und auch versteckt sitzende Schädlinge werden erreicht. Viele Systemisch wirkende Mittel sind jedoch auch Bienen- und Nützlings gefährlich, so dass der Gebrauch nur auf das Nötigste eingeschränkt werden sollte. Handelspräparate werden in unterschiedlichen Formulierungen angeboten. Hierbei können z. Bsp. Granulate, Pulver, Sprays oder Stäbchen zur Anwendung kommen.
Kontaktwirkung:
Das Pflanzenschutzmittel wird von der Pflanze nicht aufgenommen und wirkt über die Insektenoberfläche. Der Schädling muss entweder direkt getroffen werden, oder der Wirkstoff wird durch Berührung mit der behandelten Blattoberfläche aufgenommen.
Fraßwirkung: Das Pflanzenschutzmittel gelangt über die Nahrungsaufnahme durch Saug- oder Fraßtätigkeit in den Körper. Dabei befindet sich der Wirkstoff entweder auf der Pflanzenoberfläche, oder wurde zuvor von der Pflanze aufgenommen.
Abstandsauflagen:
Beim Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel sind zwischen der zu behandelnden Fläche und einem Oberflächengewässer Abstände bei der Mittelanwendung einzuhalten.  Diese sind je nach Pflanzenschutzmittel und den zu behandelnden Kulturen unterschiedlich und müssen der Gebrauchsanweisung entnommen werden.
Bienengefährlich:
Einstufung der Pflanzenschutzmittel hinsichtlich der Auswirkungen auf Bienen:
B1: Das Mittel ist als bienengefährlich eingestuft. Es darf nicht auf blühende oder von Bienen beflogene Pflanzen ausgebracht werden.
B2: Das Mittel ist als bienengefährlich, außer bei Anwendung nach dem Ende des täglichen Bienenfluges in dem zu behandelten Bestand bis 23:00 Uhr, eingestuft.
B3: Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendung des Mittels werden Bienen nicht gefährdet.
B4: Das Mittel wird als nicht bienengefährlich eingestuft.

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