Schädlinge wollige Napfschildlaus

wollige Napfschildlaus - FHH - Hamburg

Erreger

Die wollige Napfschildlaus (Pulvinaria regalis) saugt vor allem an den Blätter von Linde, Ahorn und Rosskastanie, kann aber auch bei einigen anderen Bäumen und Sträuchern auftreten. Andere Pulvinaria-Arten treten auch an Hortensien, Magnolien, Stechpalmen, oder Kamelien auf. Die Tiere bringen eine Generation im Jahr hervor. Die Weibchen legen im Frühjahr im Bereich des Stammes oder stärkerer Äste bis zu mehreren hundert Eier, die in sogenannte Eisäcke hineingelegt werden. Die Eisäcke sind oval und etwa 5 x 5 mm groß. Obenauf sitzt als braunes Schild das tote Weibchen, das bald nach der Eiablage stirbt. Aus dem Eisack schlüpfen im Mai/Juni die Larven der Laus, die wiederum die Blätter besiedeln, um dort an den Leitungsbahnen zu saugen. Vor dem Laubfall im Herbst besiedeln die Larven dünne Zweige auf denen sie überwintern.

Schadbild

Auffälligstes Schadbild der wolligen Napfschildlaus sind die Eisäcke, die im Frühjahr an Stamm und Ästen erscheinen. Die Laus schädigt ihre Wirtspflanzen vor allem durch den Entzug von Pflanzensaft. Da der Saft der Leitungsbahnen viel Zucker enthält, den die Läuse nicht verwerten, scheiden die Tiere als Kot klebrigen Honigtau aus. Der herunterfallende Honigtau verklebt andere Blätter und unter den Bäumen wachsende Pflanzen, sowie dort parkende Autos. Auf dem Honigtau wächst häufig ein Russtaupilz, der sich von dem Honigtau ernährt und bewirkt, daß sich die Blätter schwarz verfärben. Für die Pflanzen ist der Pilz unschädlich, beeinträchtigt sie aber indirekt, indem er die Blätter schattiert. Durch den Saftentzug der wolligen Napfschildlaus kommt es bei starkem Befall zu einer Schwächung des Baums und besonders bei jährlich wiederkehrendem Befall sind auch nachhaltige Schäden möglich.
Dies gilt besonders, wenn andere Schaderreger oder ungünstige Standortbedingungen hinzukommen, wie dies bei Straßenbäumen im städtischen Bereich häufig der Fall ist.

Vorbeugung und Bekämpfung

Direkte Gegenmaßnahmen zur Bekämpfung der wolligen Napfschildlaus sind häufig schwierig, bzw. oft aufgrund der Baumgröße kaum möglich. Bei strauchigen Pflanzen ist bei starkem Befall eine Bekämpfung mit Insektiziden zur Bekämpfung saugender Insekten möglich. Wenn möglich, sollten die im Frühjahr erscheinenden Eisäcke vor dem Schlüpfen der Larven entfernt werden. Dies kann im Stammbereich durch Abbürsten oder bei entsprechend robuster Rinde auch mit dem Hochdruckreiniger erfolgen. Vorbeugend ist vor allem die Verschleppung der Tiere zu vermeiden, so sollte Schnittmaterial befallener Bäume abgedeckt transportiert werden, damit keine Ausbreitung mit dem Wind erfolgt.

Empfehlungen