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Pflege ohne Zwang Können auch Medikamente die Freiheit entziehen?

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Pflege ohne Zwang

Der behandelnde Arzt schlägt für einen Pflegeheimbewohner ein beruhigendes Medikament vor. Damit soll erreicht werden, dass der pflegebedürftige Mensch ruhiger wird und weniger Antrieb zeigt, sich zu bewegen und über sein Bettgitter zu steigen. Womit sich die Frage stellt, ob eine solche Verordnung angemessen und rechtens ist.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen: Vor allem Pflegeheimbewohner erhalten zu viele ruhigstellende Medikamente. Die wiederum führen häufig zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Stürze, Schlaganfälle oder Thrombosen.

Viele verschiedene Medikamente in Verpackungen
Grundsätzlich gilt:
Werden Medikamente verabreicht, die hauptsächlich nur ruhig stellen sollen, d.h. sie verfolgen keinen nennenswerten weiteren Behandlungszweck, dann liegt eine freiheitsentziehende Maßnahme vor.

Im zuvor genannten Beispiel soll das beruhigende Medikament gezielt eines bewirken: den Fortbewegungswillen einschränken. Einen anderen medizinischen Behandlungszweck, wie z.B. Schmerzen lindern, gibt es nicht. Genau deswegen entspricht die Gabe dieses Medikamentes einem schweren Grundrechtseingriff – und damit einer freiheitsentziehenden Maßnahme.

 

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Fachstelle „Pflege ohne Zwang"

Fachamt für Hilfen nach dem Betreuungsgesetz
Winterhuder Weg 31
22085 Hamburg
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