Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Qualität in der Pflege Befragung Angehöriger der Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Die Sozialbehörde führt von Mitte April bis Mitte Juni 2024 eine freiwillige Befragung zur Einschätzung der Qualität der Pflege in vollstationären Pflegeeinrichtungen durch. Befragt werden Angehörige und Vertrauenspersonen von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern.

Ältere Dame Rollstuhl

Befragung Angehöriger der Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen

Teilnahme an der Befragung

Sie sind eine Angehörige oder Angehöriger bzw. Vertrauensperson und haben ein Anschreiben von der Wohn- und Pflegeeinrichtung erhalten? Bitte halten Sie Ihre Zugangsdaten bereit und nutzen folgenden Link:

Mit der Umsetzung und Auswertung der Befragung wurde das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein beauftragt. Der eingesetzte Fragebogen wurde auf wissenschaftlicher Grundlage vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) im Auftrag der Weissen Liste gGmbH entwickelt und nach der Angehörigenbefragung im Jahr 2019 überarbeitet.

Ziele der Angehörigenbefragung

Der Stadt Hamburg ist es wichtig, dass die Versorgung in unseren Heimen gut ist und die Nutzerinnen und Nutzer eine hohe Lebensqualität haben. Was gute Qualität bedeutet, ist für jeden Pflegebedürftigen individuell unterschiedlich. Pflegewissenschaftler wissen: Nur ein Teil der vielen möglichen Aspekte können Experten durch stichprobenartige Prüfungen beurteilen. Angehörige kennen die Wünsche, Bedürfnisse und früheren Lebensgewohnheiten der Nutzerinnen beziehungsweise Nutzer meistens sehr gut und können sich in sie hineinversetzen. Daher ist die Befragung der Angehörigen eine wichtige ergänzende Methode, um die Qualität von Pflegeheimen zu beurteilen.

Die Befragungsergebnisse helfen dabei gleich dreifach:

  • Pflegebedürftige und Angehörige werden bei der Suche nach einer guten und passenden Pflegeeinrichtung unterstützt.
  • Einrichtungen erhalten eine systematische Rückmeldung und damit die Gelegenheit, (noch) besser zu werden.
  • Die Wohn-Pflege-Aufsicht, die die Einrichtungen prüft, erhält unter Umständen Hinweise auf Schwachpunkte und Verbesserungsmöglichkeiten und kann diesen nachgehen.

Zielgruppe der Befragung

Der Fragebogen (PDF, 235 KB) richtete sich an jeweils eine beziehungsweise einen Angehörigen der Bewohnerinnen und Bewohner der 144 vollstationären Pflegeeinrichtungen in Hamburg.

Die Bewohnerinnen und Bewohner können festlegen, wer anonym befragt werden soll. Es sollte sich möglichst um eine Person handeln, die öfter in die Einrichtung kommt. Wird keine angehörige Person oder andere Vertrauensperson angegeben, wird die oder der Bevollmächtigte oder nachrangig die gesetzliche Betreuerin oder der gesetzliche Betreuer befragt. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben das Recht, einer Befragung zu widersprechen.

Aufbau des Fragebogens

Der Fragebogen umfasst insgesamt 31 qualitätsbezogene Fragen. Die Ergebnisse zu sechs der Fragen betreffen kritische Ereignisse wie etwa Gewaltanwendung und werden nicht veröffentlicht. Hinzu kommen zwei Fragen zu Lob beziehungsweise Kritik als Freitextfeld, die ebenfalls nicht veröffentlicht werden, aber den Einrichtungen und Behörden zur Verfügung stehen.

Auswertung der Befragungsergebnisse im Hamburger Pflegekompass

Die Ergebnisse der Angehörigenbefragung werden im Hamburger Pflegekompass auf unterschiedlichen Ebenen aufgegriffen und dargestellt. Sie dienen damit Suchenden als zusätzlicher Indikator für die Qualität einer Pflegeeinrichtung.

Weiterempfehlungsrate

Die Weiterempfehlungsrate wird in den Suchergebnissen beziehungsweise der Trefferliste und den Detailinformationen zur Einrichtung ausgewiesen. Sie leitet sich aus den Antworthäufigkeiten auf die Frage „Würden Sie diese Wohneinrichtung Ihrem besten Freund / Ihrer besten Freundin weiterempfehlen?“ (Themengebiet „Einschätzung insgesamt“) ab.

Stärken und Schwächen

In den Detailinformationen werden in der Box „Angehörigenbefragung“ Stärken und Schwächen der Einrichtung dargestellt. Hierzu werden die Fragenblöcke nach einer thematischen Zusammengehörigkeit, sogenannten Dimensionen, zusammengefasst.

Die Ergebnisse der Dimensionen werden für die Einrichtungen klassifiziert. Anhand eines Vergleichs mit Benchmark-Werten für Hamburg kann man erkennen, ob diese Dimension in einer Einrichtung eine „Stärke“, „Schwäche“ oder „weder noch“ ist.

Detailergebnisse der Angehörigenbefragung

Die Darstellung der Detailergebnisse steht für jede Einrichtung in der Box "Angehörigenbefragung“ als PDF zum Download zur Verfügung. Sie beinhaltet folgende Informationen:

I. Auswertung Fragenblock Einschätzung insgesamt
II. Auswertung Dimensionsergebnisse insgesamt
III. Auswertung der Frageblöcke 1 bis 3 und 5 insgesamt und  Vergleichswerte zum Gesamtkollektiv (Hamburg Benchmark)

In den tabellarischen Darstellungen können Sie den prozentualen Anteil der Antworten ablesen. Dieser bezieht sich auf die ersten vier Antwortkategorien (das heißt „voll und ganz“ bis „überhaupt nicht“). Die Antwortkategorie „weiß nicht“ oder fehlende Antworten werden an dieser Stelle nicht berücksichtigt.

Neben den Ergebnissen zu den prozentualen Häufigkeiten finden Sie auch Vergleichswerte (Hamburg Benchmark). Sie haben so die Möglichkeit, den Anteil einer Antwortkategorie einer Einrichtung mit dem Gesamtkollektiv, das heißt mit allen vollstationären Pflegeeinrichtungen in Hamburg, zu vergleichen. Als Vergleichswert für das Gesamtkollektiv (Hamburg Benchmark) wurde der Median als statistischer Lageparameter gewählt. Der Median ist auch als Zentralwert bekannt, da er genau „in der Mitte“ steht, wenn man die jeweiligen Anteilswerte aller Einrichtungen der Größe nach sortiert.

Rechtsgrundlagen

Die Durchführung der Angehörigenbefragung sowie deren Auswertung und Veröffentlichung erfolgt auf Grundlage von § 30a des Hamburgischen Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetzes (HmbWBG) in Verbindung mit § 7 der Durchführungsverordnung zum HmbWBG (WBDurchfVO).

Weitere Informationen

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch