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Lohbrügger Markt LoMa4: Alte Holstenstraße erhält endlich ein Eingangstor!

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Für die Neuentwicklung des Eckgrundstücks wurde ein hochbaulicher Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil unter dem Namen „LoMa4" mit großem Öffentlichkeitsbezug durchgeführt.

Lohbrügger Markt

LoMa4: Alte Holstenstraße erhält endlich ein Eingangstor!

Bergedorfer Politik, Verwaltung und Grundstückseigentümer haben sich am 8. September 2020 auf der abschließenden Jurysitzung einstimmig für den Entwurf des Büros ROBERTNEUN (TM) Architekten als Sieger des städtebaulich-hochbaulichen Wettbewerbs „LoMa4“ für das Projektgrundstück Alte Holstenstraße/Lohbrügger Markt ausgesprochen und damit den Weg frei gemacht dieser für Lohbrügge und Bergedorf wichtigen Stelle endlich wieder Leben einzuhauchen und städtebaulich aufzuwerten.

Für die Neuentwicklung des markanten Eckgrundstücks Lohbrügger Markt 2-4 / Alte Holstenstraße wurde in den letzten Monaten ein Wettbewerb unter dem Namen „LoMa4" mit breiter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger durchgeführt. So konnten z.B. beim „Marktplatz der Ideen“ noch vor Start des Wettbewerbsverfahrens Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Anregungen für diesen besonderen Ort in Lohbrügge einbringen. Darüber hinaus wurden aus ihrer Mitte Vertreter gewählt, die am Zwischenkolloquium und der Jurysitzung teilnehmen und mitwirken konnten. Im Zwischenkolloquium hatten das Preisgericht, aber auch die ausgewählten Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, mit den teilnehmenden Büros über ihre ersten Ideen zu diskutieren.

Auch Bürger- und Stadtteilverein, Vertreter des Einzelhandels und andere lokale Akteure wurden durch den Grundstückseigentümer in verschiedenen Runden in das Verfahren eingebunden und konnten ihre Ideen präsentieren und Anregungen geben.

Am Vorabend der entscheidenden Jurysitzung nutzten rund 70 - 80 Interessierte die Möglichkeit, in einer öffentlichen Ausstellung in den Räumlichkeiten des ehemaligen Edekas auf dem Projektgrundstück die Wettbewerbsentwürfe noch vor der Jury zu sichten und zu kommentieren. Die Stellungnahmen hieraus wurden dokumentiert, in der Jurysitzung vorgetragen und flossen so in die Juryentscheidung mit ein.

Die insgesamt fünf teilnehmenden Architekturbüros aus Hamburg und Europa haben durchaus unterschiedliche Entwürfe abgegeben. Der Entwurf des Architekturbüros ROBERTNEUN (TM) Architekten aus Berlin mit Studio Vulkan Landschaftsarchitektur mit Firmensitz in Zürich und München (Tarnzahl 1001) konnte die Jury überzeugen, die für die beiden Preisträger einstimmig entschied. Der zweitplatzierte Entwurf wurde vom Büro Schaltraum Partnerschaft von Architekten MBB aus Hamburg eingereicht.

Für die Jury war ausschlaggebend, dass sich der Siegerentwurf durch einen einfachen soliden Städtebau auszeichnet, der der Lage gerecht wird. Er ist gegliedert in drei Bausteine die jeweils eine eigene Entwurfsidee in sich bergen. Insbesondere der wichtige Zugang zur Alte Holstenstraße wird durch den Entwurf gestärkt und erhält neues Leben. Die unterschiedliche Materialität der Gebäude und die Ablesbarkeit der Adressen sowie der Nutzungen hinter den Fassaden wurden von den Beteiligten positiv hervorgehoben. Auch der allein den Bewohnern des Projekts zugängliche Innenhof mit seinem grünen Rückzugsbereich überzeugte die Mitglieder des Gremiums. Hierbei bewegte sich der Entwurf mit fünf bis sieben Geschossen im Rahmen dessen, was auch von vielen Beteiligten und Bürgern als angemessener Maßstab der Bebauung für diesen Standort bevorzugt wurde.

Insgesamt kommt der Siegerentwurf im Vergleich mit der geringsten Baumasse aus. Die Architekten bringen dabei die unterschiedlichen Nutzungen aus Gewerbe im Erdgeschossbereich unter und schaffen es, die unterschiedlichen Wohnformen – wie z.B. für Studenten, Senioren und betreutes Wohnen – gut zu verbinden. Rund 30% der Wohnungen werden öffentlich geförderte Mietwohnungen sein.
Der Entwurf sieht rd. 100 Wohnungen sowie Gewerbeflächen für die HASPA-Filiale, Einzelhandel, Gastronomie und Café vor.

In den nächsten Schritten werden Bezirk und Eigentümer die Detailfragen zum Siegerentwurf klären. Das Siegerbüro hat die Aufgabe, die von der Jury formulierten Überarbeitungshinweise umzusetzen und die Arbeit weiterzuentwickeln. Hierzu gehören die Optimierung der Erdgeschossflächen, u.a. um den Standort der HASPA-Filiale zu sichern und die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens zu stärken. Dies betrifft z.B. eine Anpassung der Erdgeschossnutzungen.

Für die Entwicklung ist ein neuer Bebauungsplan erforderlich, den Bezirk, Politik und Vorhabenträger gemeinsam entwickeln und wie in diesen Verfahren üblich zu gegebener Zeit der Öffentlichkeit vorstellen, die hier weitere Anregungen und Stellungnahmen einbringen kann. Weitere Informationen finden Sie hier.

Uwe Czaplenski, Baudezernent Bergedorf: „Von fünf guten Ideen ist es die sehr gute für Lohbrügge geworden.“

Timo Weiland, Eigentümer: „Wir sind glücklich, dass wir so gute Ergebnisse an dieser sehr schwierigen Stelle erhalten haben, die es möglich machen, dass der Standort Alte Holstenstraße 1 wieder zu dem wird, was ihn eigentlich ausmacht. Ein Bindeglied zwischen Lohbrügge und dem Bergedorfer Zentrum, das nunmehr mit Leben gefüllt werden kann.“

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor Hamburg: „Am Lohbrügger Markt entsteht ein schönes, maßstäbliches Ensemble. Der Entwurf der Architekten ROBERTNEUN ist Stadtreparatur im besten Sinne. Schöne Wohnungen, ein neues gastronomisches Angebot und ergänzende Einzelhandel- und Dienstleistungsnutzungen beleben künftig diesen wichtigen Ort am Rande der Bergedorfer Innenstadt.“

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