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Projekte in Planung 2020 Lohbrügger Markt / Alte Holstenstraße (LoMa4)

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Auf dem Eckgrundstück ist eine Neubebauung mit HSPA-Filiale, Gastronomie und Wohnungen geplant.

Lohbrügger Markt 2-4 / Alte Holstenstraße

Lohbrügger Markt / Alte Holstenstraße (LoMa4)

Anlass

Das Eckgrundstück Lohbrügger Markt 2-4 / Alte Holstenstraße 1 ist heute von dem Hochhaus mit der Haspa-Filiale und  Wohnungen sowie einer leerstehenden ehemaligen EDEKA-Filiale und einer großflächigen oberirdischen wie unterirdischen Stellplatzanlage geprägt. Die Gebäude sind in die Jahre gekommen und bedürfen einer grundlegenden Inwertsetzung bzw. eines Ersatzes. Das Grundstück soll daher zu einem attraktiven Gebäudekomplex mit Einzelhandelsangeboten, Gastronomie und Wohnungen umstrukturiert werden. Damit eröffnet sich die Chance einer städtebaulichen Neubewertung des Standortes am Lohbrügger Markt und der Einkaufsstraße Alte Holstenstraße mit neuer zeitgemäßer Architektursprache, nutzergerechten Grundrissen sowie dem Standort angemessener Aufenthaltsqualität.

Öffentlichkeitsbeteiligung und Wettbewerbsverfahren

Für die Neuentwicklung des markanten Eckgrundstücks Lohbrügger Markt 2-4 / Alte Holstenstraße wurde in den letzten Monaten ein Wettbewerb unter dem Namen „LoMa4" mit breiter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger  durchgeführt. So konnten z.B. beim „Marktplatz der Ideen“ noch vor Start des Wettbewerbsverfahrens  Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Anregungen für diesen besonderen Ort in Lohbrügge einbringen. Darüber hinaus wurden aus ihrer Mitte  Vertreter gewählt, die am Zwischenkolloquium und der Jurysitzung teilnehmen und mitwirken konnten. Im Zwischenkolloquium hatten das Preisgericht, aber auch die ausgewählten Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, mit den  teilnehmenden Büros über ihre ersten Ideen zu diskutieren.

Auch Bürger- und Stadtteilverein, Vertreter des Einzelhandels und andere lokale Akteure wurden durch den Grundstückseigentümer in verschiedenen Runden in das Verfahren eingebunden und konnten ihre Ideen präsentieren und Anregungen geben.

Am Vorabend der entscheidenden Jurysitzung nutzten rund 70 - 80 Interessierte die Möglichkeit, in einer öffentlichen Ausstellung in den Räumlichkeiten des ehemaligen Edekas auf dem Projektgrundstück die Wettbewerbsentwürfe noch vor der Jury zu sichten und zu kommentieren. Die Stellungnahmen hieraus  wurden dokumentiert, in der Jurysitzung vorgetragen und flossen so in die Juryentscheidung mit ein. Die insgesamt fünf teilnehmenden Architekturbüros aus Hamburg und Europa haben durchaus unterschiedliche Entwürfe abgegeben.

Bergedorfer Politik, Verwaltung und Grundstückseigentümer haben sich dann am 8. September 2020 auf der abschließenden Jurysitzung einstimmig für den Entwurf des Büros ROBERTNEUN TM Architekten aus Berlin mit Studio Vulkan Landschaftsarchitektur mit Firmensitz in Zürich und München als Sieger des städtebaulich-hochbaulichen Wettbewerbs für das Projektgrundstück ausgesprochen und damit den Weg frei gemacht dieser für Lohbrügge und Bergedorf wichtigen Stelle endlich wieder Leben einzuhauchen und städtebaulich aufzuwerten. Der zweitplatzierte Entwurf wurde vom Büro Schaltraum Partnerschaft von Architekten MBB aus Hamburg eingereicht.

Für die Jury war ausschlaggebend, dass sich der Siegerentwurf durch einen einfachen soliden Städtebau auszeichnet, der der Lage gerecht wird. Er ist gegliedert in drei Bausteine die jeweils eine eigene Entwurfsidee in sich bergen. Insbesondere der wichtige Zugang zur Alte Holstenstraße wird durch den Entwurf gestärkt und erhält neues Leben. Die unterschiedliche Materialität der Gebäude und die Ablesbarkeit der Adressen sowie der Nutzungen hinter den Fassaden wurden von den Beteiligten positiv hervorgehoben. Auch der allein den Bewohnern des Projekts zugängliche Innenhof mit seinem grünen Rückzugsbereich überzeugte die Mitglieder des Gremiums. Hierbei bewegte sich der Entwurf mit fünf bis sieben Geschossen im Rahmen dessen, was auch von vielen Beteiligten und Bürgern als angemessener Maßstab der Bebauung für diesen Standort bevorzugt wurde.

Insgesamt kommt der Siegerentwurf im Vergleich mit der geringsten Baumasse aus. Die Architekten bringen dabei die unterschiedlichen Nutzungen aus Gewerbe im Erdgeschossbereich unter und schaffen es, die unterschiedlichen Wohnformen – wie z.B. für Studenten, Senioren und betreutes Wohnen – gut zu verbinden. Rund 30% der Wohnungen werden öffentlich geförderte Mietwohnungen sein. Der Entwurf sieht rd. 100 Wohnungen sowie Gewerbeflächen für die HASPA-Filiale, Einzelhandel, Gastronomie und Café vor.

In den nächsten Schritten werden Bezirk und Eigentümer die Detailfragen zum Siegerentwurf klären. Das Siegerbüro hat die Aufgabe,  die von der Jury formulierten Überarbeitungshinweise umzusetzen und die Arbeit weiterzuentwickeln. Hierzu gehören die Optimierung der Erdgeschossflächen, u.a. um den Standort der HASPA-Filiale zu sichern und die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens zu stärken. Dies betrifft z.B. eine Anpassung der Erdgeschossnutzungen.

Für die Entwicklung ist ein neuer Bebauungsplan erforderlich, den Bezirk, Politik und Vorhabenträger gemeinsam entwickeln und wie in diesen Verfahren üblich zu gegebener Zeit der Öffentlichkeit vorstellen, die hier weitere Anregungen und Stellungnahmen einbringen kann.

Ansprechpartner / Kontakt:

Bezirksamt Bergedorf
Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung
Ines Kowalsky
Wentorfer Str. 38a
21029 Hamburg
Tel.: 040/42891-4515
E-Mail: ines.kowalsky@bergedorf.hamburg.de

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