Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Hamburgs 105. Stadtteil Oberbillwerder

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Im Bezirk Bergedorf wird in den kommenden Jahren Hamburgs 105. Stadtteil Oberbillwerder entstehen: Auf einer Entwicklungsfläche von 118 ha werden fünf unterschiedliche, gemischt genutzte Quartiere mit insgesamt 6.500 Wohneinheiten und bis zu 5.000 Arbeitsplätzen geschaffen.

Oberbillwerder

Oberbillwerder

Rückblick

Die Entwicklung des Stadtteils Oberbillwerder wurde im September 2016 durch den Hamburger Senat beschlossen. Als Projektentwicklerin wurde die IBA Hamburg GmbH eingesetzt. Das Bezirksamt Bergedorf wurde damit beauftragt, „alle erforderlichen Planungsschritte in enger Zusammenarbeit mit der IBA Hamburg GmbH“ vorzunehmen.

Zur Entwicklung des Masterplans Oberbillwerder folgte ein zweijähriger, transparenter und partizipativer Planungsprozess unter Federführung der IBA Hamburg GmbH. Dieser beinhaltete ein Vergabeverfahren in Form eines wettbewerblichen Dialogs, eine mobile Ausstellung und Projektdialoge mit der Bevölkerung.

Aus dem Vergabeverfahren ging im Mai 2018 das internationale Planungsteam ADEPT mit Karres + Brands und Transsolar Energietechnik GmbH mit seinem Entwurf „The Connected City“ als Sieger hervor.

Den Masterplan und weitere Informationen zu Oberbillwerder finden Sie auf der Projektseite der IBA Hamburg GmbH: www.oberbillwerder-hamburg.de 

„The Connected City“

„The Connected City“ steht als Leitbild für die Stadt von morgen. Sie stärkt die vorhandenen Qualitäten und vernetzt Urbanität und Landschaft miteinander; sie bezieht den angrenzenden Stadtteil Neuallermöhe und das Gebiet Bergedorf-West in seine Entwicklung ein und verbindet Oberbillwerder über neue Wegeverbindungen und Grünachsen mit seiner Umgebung.

Artikelbild 1

Oberbillwerder ist zugleich Modellstadtteil für eine „Active City“ und soll seinen Bewohnerinnen und Bewohnern einen aktiven und gesundheitsbewussten Lebensstil ermöglichen. Sport, Bewegung und soziales Miteinander zählen zu den zentralen Merkmalen, die das Lebensgefühl in Oberbillwerder kennzeichnen.

„The Connected City“ steht für einen innovativen, klimafreundlichen Stadtteil. So sieht das Mobilitätskonzept einen autoarmen Stadtteil vor, in dem das Parken aus dem öffentlichen Raum verschwindet und in multifunktionalen Quartiersgaragen (sog. „Mobility Hubs“) organisiert wird. Die Mehrfachnutzung von Flächen und Gebäuden trägt wiederum zu einer Verringerung des Landschaftsverbrauchs bei. Ein innovatives Energiekonzept soll zudem ermöglichen, dass sich der Stadtteil selbst mit der benötigten Energie versorgt.

Mit Oberbillwerder soll ein urbaner Stadtteil entstehen, in dem Menschen mit unterschiedlichen Einkommen und Herkünften, unterschiedlichen Alters- und Lebenssituationen ein Zuhause finden.

Artikelbild 2

Der Masterplanentwurf wurde im Februar 2019 vom Hamburger Senat beschlossen. Zeitgleich wurde das Bezirksamt Bergedorf mit der Einleitung des Bauleitplanverfahrens beauftragt.

Konkrete Bestandteile der Planung

Oberbillwerder setzt sich aus fünf Quartieren mit unterschiedlichen Gebäudetypologien und unterschiedlichen Dichten zusammen: Bahn Quartier, Garten Quartier, Grünes Quartier, Park Quartier und Blaues Quartier.

Artikelbild 3

Neben insgesamt 6.500 Wohneinheiten im Hamburger Drittelmix (1/3 freifinanziert, 1/3 geförderter Wohnungsbau, 1/3 Eigentumsmaßnahmen) mit bis zu 20 % Baugemeinschaften sollen in Oberbillwerder bis zu 5.000 Arbeitsplätze im Schwerpunktbereich Ernährung, Gesundheit und Bewegung entstehen.

Darüber hinaus sollen vielfältige soziale Infrastrukturen geschaffen werden: Zwei Grundschulen sowie ein Bildungs- und Begegnungszentrum mit Gymnasium und Stadtteilschule, bis zu 16 Kindertagesstätten, verschiedene soziale Einrichtungen, ein Schwimmbad und ein Aktivitätspark im Zusammenhang mit dem Leitbild der „Active City“. Dieses setzt sich im „Grünen Loop“ fort, der die Quartiere und die sozialen Einrichtungen miteinander verbindet und Platz für Bewegung, Freizeitaktivitäten und die Natur bietet.

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) wird mit ihrer Fakultät „Life Sciences“ nach Oberbillwerder ziehen und den Stadtteil in seiner Ausrichtung weiter stärken.

Im Bereich der zentralen Achse, die sich vom S-Bahnhof Allermöhe nach Norden hin erstreckt, werden verschiedene Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungsangebote geschaffen, ebenso im Bereich der Nachbarschafts- bzw. Quartiersplätze.

Aktuelles

Kernempfehlungen der AG Soziales

Die behördenübergreifende „Arbeitsgruppe Soziales (AG Soziales)“ befasst sich seit 2019 mit der Entwicklung der sozialen, kulturellen und nachbarschaftlichen Infrastruktur für den neuen Stadtteil. Nach zehn Sitzungen legte die Gruppe im September 2020 zehn Kernempfehlungen für den weiteren Planungsprozess vor. Diese sind in der Broschüre „Oberbillwerder – Das Gemeinwesen ganzheitlich gestalten“ dokumentiert und sollen Impulse für die weitere Planung geben.

Flächenreduzierung 2020/21

2020 wurde seitens der Bezirksversammlung Bergedorf der Beschluss gefasst, die Entwicklungsfläche Oberbillwerders von den ursprünglich geplanten 124 ha um 6 ha auf 118 ha zu reduzieren. Infolgedessen wurde der Masterplan überarbeitet und im April 2021 in der reduzierten Fassung vom Hamburger Senat beschlossen.

Bauleitplanverfahren

Auf Basis des reduzierten Masterplans führt das Bezirksamt Bergedorf aktuell das Bauleitplanverfahren durch. Im Rahmen dessen werden zwei neue Bebauungspläne aufgestellt und der Flächennutzungsplan sowie das Landschaftsprogramm angepasst.

Weiterführende Informationen zum aktuellen Stand des Bauleitplanverfahrens finden Sie auf:
Billwerder 30/Bergedorf 120/Neuallermöhe 2 und Lohbrügge 95/Bergedorf 121/Neuallermöhe 3 - hamburg.de

Themenübersicht auf hamburg.de

Empfehlungen

Anzeige
Branchenbuch