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Wettbewerbe 2021 Neues Quartierszentrum Bergedorf-West

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Bergedorfer Politik, Verwaltung und Grundstückseigentümer haben sich einstimmig für einen Siegerentwurf ausgesprochen.

Bergedorf West

Neues Quartierszentrum Bergedorf-West

Bergedorfer Politik, Verwaltung und Grundstückseigentümer haben sich am 21. Januar 2021 auf der abschließenden Jurysitzung einstimmig für den Entwurf des Büros KPW Papay Warncke und Partner Architekten mbB als Sieger des städtebaulich-hochbaulichen Workshopverfahrens mit städtebaulich-freiraumplanerischem Ideenteil „Neues Quartierszentrum Bergedorf West“ ausgesprochen und damit ein Ergebnis erarbeitet, die Neukonzipierung und Aufwertung des Quartierszentrums für Bergedorf-West angehen zu können.

Auf dem ca. 24.400 m² großen Areal an der S-Bahn-Station Nettelnburg soll ein neues Quartierszentrum für Bergedorf-West mit einem Nutzungsmix aus Wohnen sowie gewerblichen Nutzungen des täglichen Bedarfs inmitten urban gewachsener Strukturen entstehen.

Für diesen Prozess wurde im August 2020 ein städtebaulich-hochbauliches Workshopverfahren mit freiraumplanerischem Ideenteil von der RI Partners und dem Bezirksamt Bergdorf initiiert und durchgeführt. RI Partner ist ein Vertreter des langjährigen Eigentümers des bestehenden Nahversorgungszentrums. Ziel dieses Workshopverfahrens war die Neukonzipierung und Aufwertung des Quartierszentrums für Bergedorf-West, wofür sieben Planungsteams aus Architekten und Freiraumplanern aufgefordert wurden, den Standort neu zu denken und zu entwickeln.

Die Öffentlichkeit hatte dabei die Möglichkeit, sich mit Ideen und Wünschen einzubringen. Dafür fand im Vorfeld des Verfahrens eine Bürgerbeteiligung statt, in der die Aufgabenstellung des Verfahrens der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Diese Veranstaltung gab Bewohnern, Nutzern und Gewerbetreibenden des Quartiers die Möglichkeit ihre Belange und Wünsche zu platzieren. Darüber hinaus wurden aus ihrer Mitte Vertreter gewählt, die am Zwischenkolloquium und der Jurysitzung teilnehmen und mitwirken konnten. Im Zwischenkolloquium hatten das Preisgericht, aber auch die ausgewählten Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, mit den teilnehmenden Büros über ihre ersten Ideen zu diskutieren. Unmittelbar vor der Jurysitzung fand die digitale Präsentation aller Arbeiten für die Öffentlichkeit statt. So konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld der Jurysitzung die sieben eingereichten Entwürfe kommentieren und Anregungen für die Jurysitzung geben.

Das Preisgericht tagte am 21.01.2021 als hybride Veranstaltung unter den gesetzlich einzuhaltenden Covid-19-Schutzmaßnahmen. Sieben Planungsbüros waren aufgefordert, für das Quartierszentrum in Bergedorf West neue Ideen zu entwickeln.

Das Preisgericht hat sich einstimmig für den Entwurf von KPW Papay Warncke und Partner Architekten mbB aus Hamburg in Zusammenarbeit mit Hahn Hertling Von Hantelmann Landschaftsarchitekten GmbH, ebenfalls aus Hamburg, entschieden. Zusammen mit den zweit- und drittplatzierten Büros Coido architects / Cordsen Ipach + Döll GmbH und BeL Sozietät für Architektur BDA, die auch in die Realisierung einbezogen werden sollen, wurden Entwürfe prämiert, die für das Quartierszentrum in Bergedorf-West neue positive städtebauliche aber auch soziale Impulse setzen und einen Mehrgewinn für die Bewohner schaffen.

Für die Jury war die städtebauliche Grundidee ausschlaggebend, dass der Siegerentwurf einen neuen zentralen Platz für das Quartierszentrum in Bergedorf-West vorsieht, in dem sich die stadträumlichen Ankerpunkte der S-Bahn-Station im Süden, der Freiraumachse im Norden und der Einzelhandelsflächen im Osten begegnen und durch neue Wohn- und Einzelhandelsgebäude /bzw. Büro- Praxis- und Parkplatzflächen ergänzen.

Ermöglicht wird dies durch die Verlagerung des Zugangs zum Quartier auf die geplante Lage östlich des Bestandshochhauses der Bergedorf-Bille-Genossenschaft. Damit können die bestehenden und zukünftigen Einzelhandelsnutzungen durch Zusammenfassung an einem gemeinsamen Ort gestärkt und neue öffentliche/belebte Räume und Wegeverbindungen geschaffen werden.

Dem gegenüber schafft der westlich gelegene hofähnliche Innenbereich nördlich des Bestandshochhauses der Bergedorf-Bille-Genossenschaft einen großzügigen, ruhigen Freiraum mit den umliegenden Eigentums- und Mietwohnungen, der den Bewohnern als Erholungs- und Spielfläche zur Verfügung steht. Die Höhenentwicklung dieser Bebauung ist durch die Positionierung der Hochpunkte nach Norden und die Größe des Hofes nachvollziehbar. Im Bereich des Ideenteils 2 werden mit einem neuen Gemeinschaftshaus, einer Kita und Wohnungen Nutzungen vorgesehen, die zu einer Belebung des öffentlichen Raumes im Übergang zur Bestandsbebauung und zum Werner-Neben-Platz beitragen können.

Das Konzept sieht vor, ca. 290 Wohneinheiten (für Familien, Auszubildende, Senioren etc.) zu realisieren, von denen 30% der Wohnungen öffentlich geförderte Mietwohnungen sein werden.

Die Ergebnisse des Siegerentwurfs sollen im aufbauenden Masterplan zusammen mit den zweit- und drittplatzierten Büros Coido architects / Cordsen Ipach + Döll GmbH und BeL Sozietät für Architektur BDA zusammengefasst werden. Die zweit- und drittplatzierten Entwürfe sollen dabei die Gelegenheit bekommen ihre architektonische Stärke einzubringen und den Siegerentwurf mit ihren Fassadengestaltungen und Grundrissen (der jeweils individuelle Ausdruck an Materialität/ Formensprache/ Detail/ Farbgebung) für zu definierende Bereiche positiv ergänzen.

In den nächsten Schritten sollen zwischen der RI Partners, dem Bezirksamt Bergedorf, der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und den Planungsteams die Schnittstellen für die Masterplanung gemeinschaftlich definiert werden. Zudem werden Abstimmungsgespräche mit den benachbarten Eigentümern geführt, um städtebauliche Bezüge frühzeitig abstimmen zu können.

Für die Entwicklung des Standorts ist ein neuer Bebauungsplan erforderlich, den Bezirk, Politik und RI Partners gemeinsam entwickeln. In diesem Verfahren ist es üblich, die Planung zu gegebener Zeit der Öffentlichkeit vorzustellen. Für die Öffentlichkeit besteht die Möglichkeit, hier weitere Anregungen und Stellungnahmen einzubringen.

Ziel des weiteren Verfahrens ist, eine gute Mischung aus verschiedenen Wohnformangeboten zu schaffen sowie die bereits vorhandene Nahversorgung aufzugreifen und durch weitere Angebote zu ergänzen. Auch die am Standort angesiedelten Arztpraxen sollen den Bewohnern weiterhin zur Verfügung stehen und das Gemeinschaftshaus Westibül durch eine Neupositionierung und -entwicklung zu einem lebendigen Quartier beitragen.

„RI Partners und das Bezirksamt haben das Workshopverfahren in vorbildlicher Weise gemeinsam auf den Weg gebracht. Mit der jetzt vorliegenden, einstimmigen Juryentscheidung besteht für diesen bedeutsamen Bereich von Bergedorf die Chance auf eine echte Verbesserung der räumlichen Situation und damit auch des Quartiers insgesamt. Gemeinsam entwickeln wir neue Räume und für den Stadtteil entstehen zeitgemäße Angebote der Versorgung, des Zusammenlebens und ein guter Mix an neuen Wohnungen. Besonders erfreulich ist, dass diese Entwicklung parallel zu der Entstehung von Oberbillwerder auf den Weg gebracht werden kann.“, so der Dezernent für Wirtschaft, Bauen und Umwelt des Bezirksamtes Bergedorf, Uwe Czaplenski.

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