Der Ergebnisbericht 2007 zeigt erneut die Auswirkungen der Feststellungen und Empfehlungen des Rechnungshofs. Allein die schon bezifferten und in den Prüfungsverfahren erhärteten Einsparmöglichkeiten aus den hier betrachteten Jahresberichten 2004, 2005 und 2006 ergeben einen Betrag von rd. 35 Mio. Euro an jährlich wiederkehrenden Mehreinnahmen oder Minderausgaben für den hamburgischen Haushalt.
Deutlich höher liegen die noch unsicheren jährlich wiederkehrenden Einsparpotenziale von schätzungsweise 50 Mio. Euro. Hinzu kommen einmalige Mehreinnahmen oder Minderausgaben von rd. 12 Mio. Euro.
Darüber hinaus ist es wieder gelungen, Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit der Verwaltung nachhaltig, also in die Zukunft gerichtet, zu erhöhen - beispielsweise bei den Personalverwaltungen, den Museen, den Anstalten öffentlichen Rechts, dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, bei Polizei und Feuerwehr und vielen großen Bauprojekten - wie auch die Leistungen der Verwaltung für ihre „Kunden“, den Bürgern der Stadt, zu verbessern - beispielsweise bei der Entschädigung von Opfern, den ambulanten Leistungen für psychisch kranke bzw. seelisch behinderte Menschen, den Ganztagsschülerinnen und -schülern sowie bei der Qualitätskontrolle für Pflegebedürftige.
Der Bericht führt viele weitere Beispiele auf, bei denen Forderungen und Empfehlungen des Rechnungshofs erst in Folgejahren in das Umsetzungsstadium kamen und dann auch vielfach zu Verbesserungen und Einsparungen führten.
Die oben dargestellten Auswirkungen der Prüfungsergebnisse spiegeln nur einen Ausschnitt der insgesamt auf Generalprävention und Kontrolle sowie Mitwirkung und Beratung gerichteten Tätigkeit des Rechnungshofs wider. So weist er beispielsweise seit Jahren immer wieder darauf hin, dass die nach wie vor steigende Gesamtverschuldung der Stadt eine neue rechtliche Verschuldungsgrenze mit mehr „Biss“ erfordert. Nunmehr soll in der Bürgerschaft noch vor der Sommerpause über eine verbindliche Regelung entschieden werden, mit der dauerhaft der weitere Anstieg der staatlichen Verschuldung in Hamburg verhindert werden soll.