Senatssitzung im Rathaus
Es ist ein guter Brauch, dass der Chef einer neuen Bundesregierung nach Amtsantritt die 16 Bundesländer besucht. Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher begrüßte Bundeskanzler Merz am Dienstag traditionell im Rathaus auf dem Spiegel. Nach einem gemeinsamen Gespräch mit dem Senat nahm der Bundeskanzler auch an der Senatssitzung teil.
Gegenstand der Gespräche waren insbesondere der Hamburger Hafen und dessen Finanzierung, der Klimaschutz und die Mobilitätswende, das Projekt Petra IV am Hamburger DESY sowie Hamburgs Olympia-Bewerbung. „Wir machen ein hervorragendes Angebot für Deutschland“, sagte Bürgermeister Tschentscher.
Bundeskanzler Merz bedankte sich für die Einladung. Es sei ein „ausgesprochen ermutigendes und gutes Gespräch“ gewesen. Hamburg sei ein „hochinteressanter Standort, der exemplarisch steht für die Chancen, die wir in Deutschland haben, unsere Wachstumsschwäche zu überwinden“, sagte Merz. Der Bundeskanzler sagte in diesem Zusammenhang die Unterstützung des Bundes bei der Erneuerung der Elbbrücken sowie bei der A26 Ost zu, um die verlässliche Anbindung des Hafens zu sichern, „der eine überragende Bedeutung für das ganze Land hat“.
Auch die aktuelle Entwicklung rund um die Ukraine wurde angesprochen. Bürgermeister Tschentscher berichtete über den Pakt für Solidarität und Zukunft zwischen Hamburg und Kyiv: und sagte: „Ein gerechter Frieden ist uns ein Herzensanliegen.“
Besuch auf der Meistermeile
Nach den Gesprächen im Rathaus besuchten Bürgermeister Tschentscher und Bundeskanzler Merz den Handwerkshof MEISTERMEILE. Während eines Rundganges besichtigten sie verschiedene Meisterbetreibe und sprachen mit Ausbildern und Auszubildenden. Dabei packten die die beiden Regierungschefs auch selbst an und buken ein Brot in einer Bäckerei und arbeiteten an einer Handbiegemaschine eines Schlosserbetriebs.