80 Jahre Kriegsende

Rechtsextremistische und linksextremistische Deutungsmuster zum 8. Mai

07. Mai 2025
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1945-2025
1945-2025 LfV Hamburg

Der 8. Mai in der Erinnerungskultur Deutschlands

Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht, die am 8. Mai 1945 um 23:01 Uhr in Kraft trat, schwiegen auf dem europäischen Kriegsschauplatz die Waffen. Die Geschichtsschreibung schätzt, dass der Zweite Weltkrieg rund 55 Millionen Opfer forderte, die meisten davon waren Zivilistinnen und Zivilisten. Alleine in der Sowjetunion verloren nach wissenschaftlichen Schätzungen mindestens 27 Millionen Menschen ihr Leben. Hinzu kommen sechs Millionen Jüdinnen und Juden sowie Hunderttausende Sinti und Roma, die vom NS-Terrorregime aus antisemitischen und rassistischen Gründen industriell vernichtet wurden. Weite Teile Mitteleuropas lagen in Trümmern, Millionen Menschen aus den damaligen östlichen Regionen des untergegangenen „Dritten Reiches“ suchten in den zerbombten Städten ein neues Zuhause. Mehr als eine halbe Million Deutsche überlebten die alliierten Luftangriffe nicht. 

Das Kriegsende, und damit den 8. Mai, empfanden weite Teile der Deutschen als „Stunde Null“. Die Angst vor der Zukunft kennzeichnete die Nachkriegsjahre genauso, wie die Abkehr von der gewaltvollen Vergangenheit, die vielfach verdrängt und ausgeblendet wurde. Der Historiker Martin Sabrow spricht von einem „staatlichen Schweigekonsens“ in Bezug auf den Tag des Inkrafttretens der Kapitulation, der sich „Jahrzehnte gehalten“ habe. Die Miterlebenden der „Stunde Null“ hätten sich als „deutsche Opfer“ gesehen, die Opfer der Deutschen hätten sich demgegenüber „fast vollständig außerhalb ihrer Sinnwelt“ befunden. Von der ambivalenten Sicht zeugt ein Zitat des späteren ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss, der bei der abschließenden Beratung des Parlamentarisches Rates zur Ausarbeitung des Grundgesetzes am 8. Mai 1949 die damalige Interpretation auf den Punkt brachte: „Im Grunde genommen bleibt dieser 8. Mai 1945 die tragischste und fragwürdigste Paradoxie für jeden von uns. Warum denn? Weil wir erlöst und vernichtet in einem gewesen sind.“ Nicht so in der DDR, wo der 8. Mai als „Tag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus“ einen zentralen Platz im Erinnerungskalender einnahm. Gleichwohl mit einer ideologisch-propagandistischen Einfärbung. Zwischen 1950 und 1967 und nochmals 1985 war der 8. Mai in der DDR gesetzlicher Feiertag.   

Eine breite gesellschaftliche und juristische Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Terrorherrschaft fand in der Bundesrepublik der 1950er Jahre zunächst nicht statt. Erst nach und nach im Verlauf der 50er Jahre wurden Einsatzgruppenverbrechen durch die bundesdeutsche Justiz geahndet und in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Zwei Gerichtsprozesse, 1961 gegen Adolf Eichmann in Jerusalem und 1963 gegen 24 Angeklagte im sogenannten Frankfurter Ausschwitz-Prozess, lenkten die Blicke gut 15 Jahre nach Kriegsende auf den Mord an Jüdinnen und Juden. Ab Januar 1979 brachte die US-amerikanische Fernsehserie „Holocaust“ das Grauen in die deutschen Wohnzimmer und sorgte, wie der Potsdamer Historiker Frank Bösch feststellt, für eine erste, breite öffentliche Debatte über die systematische Entrechtung, Ausplünderung und Ermordung von Jüdinnen und Juden unter dem Hakenkreuz. 

Zum 8. Mai 1965 erklärte der damalige Bundekanzler Ludwig Erhard, den „8. Mai als einen Gedenktag der Befreiung zu feiern“, wenn „mit der Niederwerfung Hitler-Deutschlands Unrecht und Tyrannei aus der Welt getilgt worden wären“. Erhard verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf die Teilung Deutschlands und die Unfreiheit in den Ländern des Warschauer Paktes, die zu diesem Zeitpunkt noch über Jahrzehnte andauern sollte. Weitere Jahrzehnte folgten, bis ein deutscher Regierungschef ohne Einschränkung von Befreiung in diesem Zusammenhang sprach. Die Wahrnehmung des 8. Mai änderte sich zunächst mit Bundespräsident Walter Scheel, der 1975 zum 30. Jahrestag sagte: „Wir wurden von einem furchtbaren Joch befreit, von Krieg, Mord, Knechtschaft und Barbarei.“ Im Frühjahr 1985 sprach Bundeskanzler Helmut Kohl bei verschiedenen Anlässen zum bevorstehenden 40. Jahrestag des Kriegsendes in Europa und verwendete dabei jeweils den Begriff Befreiung, allerdings ohne größeren medialen Widerhall zu finden – so am 21. April 1985 anlässlich des 40. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen: „Der Zusammenbruch der NS-Diktatur am 8. Mai 1945 wurde für die Deutschen ein Tag der Befreiung.“

Als Wendepunkt wird heute die Rede von Bundespräsident Richard von Weizsäcker gesehen, der 1985 in seiner Gedenkrede zum 40. Jahrestags des Kriegsendes 1985 den Tag der Kapitulation zu einem Tag der Befreiung umdeutete. Bis dahin hatten weite Teile der Gesellschaft diesen Tag vielmehr als Niederlage, Katastrophe und Zusammenbruch verstanden. Der 8. Mai sei ein Datum von entscheidender historischer Bedeutung in Europa, führte Weizsäcker aus. „Der 8. Mai ist für uns Deutsche kein Tag zum Feiern“, um sodann die bis heute gültige gesellschaftspolitisch verankerte Leseart zu prägen: „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“  

Rechtsextremistische Angriffe auf die Erinnerungskultur

Am rechten Rand der Gesellschaft, in ultra-konservativen und rechtsextremistischen Kreisen, stießen die Worte Weizsäckers auf scharfe Ablehnung. In breiten Kampagnen wurde das offizielle Geschichtsbild angegriffen – bis heute. Die früherer Parteizeitung der damaligen NPD (heute „Die Heimat“), die „Deutsche Stimme“, unterstellte Weizsäcker noch 2020 die Verbreitung einer „Befreiungslüge“. Der Festredner habe 1985 die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges bewusst verschwiegen, das Leid der deutschen Opfer mit Verweis auf „das angeblich größere Leid anderer und die angebliche deutsche Alleinschuld am Kriegsausbruch“ relativiert. 

Zahlreiche rechtsextremistische publizistische Veröffentlichungen oder Aktionen auf der Straße beschäftigten und beschäftigen sich mit dem 8. Mai als „Tag der Befreiung“. Michael Sturm und Martin Langebach charakterisieren den Tag des Kriegsendes als „fundamentaloppositionellen Erinnerungsort der extremen Rechten“. Als „Erinnerungsort“ wird dabei nicht ein topografischer Ort, sondern ein Bild, das unterschiedliche Formen und Praktiken konkretisiert, verstanden. „Erinnerungsorte“ werden symbolisch aufgeladen und erfüllen eine identitätsstiftende Funktion. Mit verschiedenen Narrativen versuchen Rechtsextremisten seit Jahrzehnten die heute allgemein anerkannte Interpretation des 8. Mai in Zweifel zu ziehen. Solche Deutungsversuche fügen sich dabei in das weite Feld des Geschichtsrevisionismus, welches das nationalsozialistische Regime, seine menschenverachtende Ideologie und die daraus resultierenden unfassbaren Gewaltexzesse leugnet, verharmlost, umdeutet. Stetiger Bestandteil ist dabei die Annahme, der Zweite Weltkrieg sei dem „Dritten Reich“ von seinen weltanschaulichen Gegnern aufgezwungen worden, um das deutsche Volk zu vernichten.

Sharepic der Partei "Die Heimat"; Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid= 10151481826859584&id=268232929583&set= a.299179259583 [Eingesehen am 26.03.2025]
Sharepic der Partei "Die Heimat" Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid= 10151481826859584&id=268232929583&set= a.299179259583 [Eingesehen am 26.03.2025]

Seit Mitte der 1990er Jahre stellen verschiedene rechtsextremistische Strömungen ihre Kampagne unter das Motto „8. Mai 1945 – Wir feiern nicht!“. Die Losung dient als Demonstrationsmotto wie bei den jährlichen Aufmärschen der Partei „Die Heimat“ (vormals NPD) in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern), wird auf im Szenejargon so genannte „T-Hemden“ gedruckt, als Aufkleber in Umlauf gebracht oder als Sharepic in den sozialen Medien verbreitet. Die neonationalsozialistische Splitterpartei „Der Dritte Weg“ sieht in der Verweigerung der offiziellen Erinnerungskultur ein „Zeichen des Widerstandes“.

Die antidemokratische Ablehnung des gesellschaftlichen Konsenses speist sich vorwiegend aus zwei Quellen, die im politischen Weltbild des Rechtsextremismus eine wichtige Bedeutung einnehmen. Mit diesen Erzählungen versuchen Rechtsextremisten, die bundesrepublikanische Erinnerungskultur zu erschüttern. Zunächst rekurrieren rechtsextremistische Akteure auf eine vorgeblich rechtliche Sichtweise: Der 8. Mai 1945 sei als „Kapitulation“ oder „Besetzung“ zu verstehen. „Der 8. Mai 1945 war kein Tag der Befreiung, sondern der Niederlage und der Besetzung unseres Landes, und ist daher kein Anlaß für Feiern“ [sic!], heißt es im Parteiprogramm der rechtsextremistischen Splitterpartei „Die Heimat“ unter dem Punkt „Schuldkult beenden“. 

Kaum ein Szeneautor kommt ohne einen Verweis auf die „Direktive 1067“ des Vereinigten Generalstabes der US-Streitkräfte (Joint Chiefs of Staff, JCS) aus, die die US-amerikanische Besatzungspolitik in der unmittelbaren Zeit nach der deutschen Kapitulation regelte. „Deutschland wird nicht besetzt werden zum Zweck der Befreiung, sondern als besiegte Feindnation“, formulierten die Verfasser dieser Direktive, die sich unter anderem an General Dwight D. Eisenhower, den alliierten Oberkommandeur in Nordwesteuropa und späteren US-Präsidenten, richtete. „Das Verhalten der Alliierten nach dem 8. Mai 1945 zeigt deutlich, daß Deutschland nicht besetzt wurde zum Zweck der Befreiung, sondern als besiegte Feindnation“ [sic!], schrieb etwa ein Autor in der rechtsextremistischen „Sezession“ im August 2020, nachdem er zuvor ausführlich auf den Inhalte der Direktive und damit aus seiner Sicht verbundenen Folgen für das besiegte Deutsche Reich eingegangen war. Ein Beitrag in der Zeitschrift „Deutschland Journal“, die von der rechtsextremistischen „Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft“ (SWG) herausgegeben wird, attestierte 2005 der genannten Direktive, sie trage „noch die Züge dieses Vernichtungswillens“. Nur wenige Tage, bevor sich das Kriegsende zum 80. Mal jährt, stellte die SWG diesen Aufsatz auf ihrer Webseite – und bekennt sich damit nach Einschätzung des LfV Hamburg nachhaltig zu ihrer geschichtsklitternden Sichtweise.     

Zusätzlich unternehmen Rechtsextremisten den Versuch, mit dem Verweis auf angeblich während des Krieges verübte alliierte Kriegsverbrechen sowie durch nach Kriegsende gezielt und von den Alliierten gewollt an den besiegten Deutschen begangene weitere gewalttätige Übergriffe, die anerkannte „Befreiungs“-Interpretation zu erschüttern. Im Kern wird hier ausgesagt, dass der Krieg gegen das deutsche Volk mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht nicht beendet gewesen und mit unverminderter Härte fortgeführt worden sei. Für die Partei „Der Dritte Weg“ bedeutet dies, das deutsche Volk sei „seit dem 8. Mai 1945 nicht mehr Herr über sein Schicksal“ gewesen. Wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist nach rechtsextremistischer Lesart eine „Umerziehung“ der Deutschen, die bis heute die Herausbildung einer nationalen Identität in großen Teilen der Bevölkerung verhindere. In dem bereits oben zitierten „Deutschland Journal“-Aufsatz spricht der Autor, der selbst zeitweise dem Vorstand der SWG angehörte, von einer „Gehirnwäsche“.  Etabliert hat sich hierfür in der Szene ebenfalls die Bezeichnung „Schuldkult“, der „Die Heimat“ zusätzlich eine antisemitische Komponente verleiht, wenn in ihrem Parteiprogramm von einem „staatlich verordneten Schuldkult“, der „im Interesse fremder Finanzinteressen“ stehe, die Rede ist. Darüber hinaus heißt es bei der SWG, die Alliierten stellten die Niederlage des Deutschen Reiches als „Befreiung“ dar, um ihre „eigenen Kriegsverbrechen zu übertönen“, um dann in der rhetorischen Frage „Bedienten sich die Alliierten nicht der gleichen Methoden, wie sie die von ihnen verteufelten Nazis während des Krieges anwendeten?“ zu gipfeln.

Indem die Zahlen der deutschen Opfer weit übertrieben und die vorgeblich durch Alliierte verwendete Methoden auf eine Stufe gehoben werden, wollen rechtsextremistische Ideologen nicht nur die gängige „Befreiungs“-These angreifen, sondern zugleich die Shoah und die deutschen Kriegsverbrechen relativieren, indem etwa die Zahlen der Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten gegen die Opfer der nationalsozialistischen Terrormaschinerie aufgerechnet werden. Die gleiche Vorgehensweise ist auch bei alliierten Angriffen auf deutsche Städte zu beobachten, wenn die Opferzahl erheblich vergrößert oder wie im Falle des Angriffs auf Dresden am 13. Februar 1945 von einem „Bomben-Holocaust“ die Rede ist.  

Trotz heftiger Attacken und weitreichender Kampagnen ist es rechtsextremistischen Akteuren bisher nicht gelungen, die Erinnerungskultur nachhaltig zu beschädigen. Ihre Aktivitäten verfangen weitgehend nur im eigenen Milieu. Eine Zunahme des gesellschaftlichen Einflusses und eine Entgrenzung rechtsextremistischer Ideologie, also eine Diskursverschiebung in die so genannte Mitte der Gesellschaft, könnte dies indes zukünftig ändern.    

Linksextremistische Perspektive auf das Datum 8. Mai

In der DDR entwickelte sich unter kommunistischem Einfluss ein ganz anderer Bezug zu dem Datum des 8. Mai. Während man in der Bunderepublik diesen Tag und dessen Bedeutung ambivalent betrachtete, gab es in der DDR hierzu eine unzweideutige Haltung. Nach dem Kriegsende konnte erstmalig ein sozialistisches Staatswesen in Deutschland und Osteuropa gegründet werden –dieser Umstand vergrößerte dort die Bedeutung und Verbundenheit mit dem Datum 8. Mai. Mit dem Sieg der Alliierten über den Nationalsozialismus, vor allem mit Hilfe der Sowjetarmee, erfolgte zugleich auch der Sieg des Kommunismus über den Faschismus, so die gängige These. Gleichzeitig wurde die sowjetische Armee in der sozialistischen Geschichtsschreibung überhöht und deren Verbrechen weitgehend ausgeblendet. 

So wird aus linksextremistischer Sicht immer wieder das Narrativ verbreitet, wonach das „friedliche Zusammenleben der Völker in der Sowjetunion die Grundlage für den Sieg über den Faschismus war.“ Weitere und wesentliche Faktoren, die zum Sieg der Anti-Hitler-Koalition führten, werden dabei bewusst aus ideologischen Gründen ausgeblendet. 

Rotarmisten, Unter den Linden, Berlin
Rotarmisten, Unter den Linden, Berlin Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-R77767 / CC-BY-SA

Die Errichtung monumentaler Denkmäler in der ehemaligen DDR diente dazu, die Überlegenheit des kommunistischen Systems und der Sowjetunion im Bewusstsein der Menschen zu halten. Mit Antifaschismus als Staatsdoktrin sahen sich die Herrscher in Ost-Berlin zudem als gesellschaftlich überlegen, als das „bessere Deutschland“ gegenüber der westdeutschen Bundesrepublik an. Die Chance, sich vom Faschismus zu befreien, habe man in der DDR genutzt, während diese in Westdeutschland ungenutzt geblieben sei. Man blieb damit in der Kontinuität der Faschismus-These des bulgarischen Kommunisten Georgi Dimitroff, wonach es sich sowohl beim Faschismus als auch der „bürgerlichen Demokratie“ um Ausprägungen des Kapitalismus handelt, die beide auf der gleichen – zu bekämpfenden – ökonomischen Basis beruhen.

Facebook-Seite der DKP HH; Quelle: https://www.facebook.com/photo?fbid= 885287323643970&set= pcb.885287700310599 [Eingesehen am 26.03.2025]
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Ähnlich wie in der DDR wurde und wird auch von hiesigen Linksextremisten der 8. Mai als Tag der Befreiung vom Faschismus begangen. Insbesondere Linksextremisten mit einem orthodox-kommunistischen oder antiimperialistischen Hintergrund argumentierten und argumentieren ähnlich wie die offizielle Lesart der DDR zu diesem bedeutsamen Tag. Hieran hat sich bis heute wenig geändert. Der 8. Mai war und ist in ihrer Sichtweise vor allem ein „Sieg für die Arbeiterklassen“ gegenüber dem Imperialismus und Kapitalismus. Eine beliebte Forderung kommunistischer Organisationen war und ist, den 8. Mai zum offiziellen Feiertag zu erklären. 

Traditionskommunisten, beispielsweise die DKP, erklärten in den vergangenen Jahren wiederkehrend zum 8. Mai, Solidarität mit Russland, als Rechtsnachfolger der Sowjetunion, und machten sich dabei wiederholt zum Sprachrohr der aktuellen russischen Regierung, und betrieben im von Russland begonnen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine eine klassische Umkehr von Tätern und Opfern. 

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Der 8. Mai wird von Linksextremisten nach wie vor gerne benutzt, um darzulegen, dass man auf der richtigen Seite der Geschichte stand und gleichzeitig als Vehikel, um aktuelle politische Forderungen zu transportieren. Die Verknüpfung aktueller politischer Themen mit dem Kriegsende soll die Unantastbarkeit der eigenen Position belegen. So organisieren Linksextremisten, zum Beispiel Hamburger Antifa-Gruppierungen, im Kontext des 8. Mai 2025 verschiedene Versammlungen und Veranstaltungen, um beispielsweise „zu feiern, dass unsere Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern den Vernichtungskrieg, welchen sie vom Zaun brachen, verloren haben“ [Antifa 393 in einem aktuellen Post] oder am „80. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus einen Gedenkspaziergang durch Harburg“ zu machen [Offenes Antifaschistisches Treffen Hamburg].

 

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