Sicherheit für St. Georg

Mehr als 200 Verstöße gegen Alkoholkonsumverbot

Seit 1. August ist der öffentliche Konsum von Alkohol in weiten Teilen von St. Georg verboten. Ziel ist es, die Belastungen für die Menschen im Stadtteil spürbar zu reduzieren und damit die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Innensenator Andy Grote überzeugte sich bei einem Rundgang in dieser Woche persönlich von der Wirksamkeit der polizeilichen Maßnahmen.

  • Innenbehörde
Auf einem Schild vor dem Parkplatz am Hauptbahnhof Hamburg wird auf das Alkohol- und Waffenverbot hingewiesen.
Alkoholverbot Hamburger Hauptbahnhof IMAGO / Hanno Bode

In den ersten drei Wochen seit Ausweitung der Verbotszone hat die Polizei bereits 206 Anzeigen wegen Verstoß gegen das am Hauptbahnhof und weiten Teilen von St. Georg geltende Alkoholkonsumverbot aufgenommen. Vor der Ausweitung auf weite Teile von St. Georg registrierte die Polizei in diesem Jahr bis Ende Juli insgesamt 60 Anzeigen. Die Bußgeldeinnahmen belaufen sich seit Inkrafttreten des Alkoholkonsumverbots am Hamburger Hauptbahnhof (im April 2024) insgesamt auf mehr als 4.300 Euro. Bei Erstverstoß droht ein Bußgeld von 40 Euro. Bei wiederholtem Verstoß kann ein Bußgeld von bis zu 200 Euro fällig werden.

Die Polizei zieht ein erstes positives Fazit. Demnach hat sich das Alkoholkonsumverbot innerhalb kurzer Zeit in der betroffenen Szene herumgesprochen. An relevanten Orten wie dem Penny-Markt am Steindamm ist die Zahl der dort anwesenden Personen zuletzt deutlich zurückgegangen, auch am Hansaplatz hat sich die Lage spürbar entspannt, der Platz wirkt deutlich ruhiger und sauberer. Gleichzeitig schreitet die Polizei bei festgestellten Verstößen gegen das Alkoholkonsumverbot konsequent und niedrigschwellig ein.

In den vergangenen zwei Jahren war es der Polizei Hamburg und ihren Partner der „Allianz sicherer Hauptbahnhof“ bereits gelungen, die Sicherheit am Hamburger Hauptbahnhof spürbar zu stärken und die dortige Aufenthaltsqualität zu verbessern. Dazu hat neben dem Alkoholkonsumverbot auch das Waffenverbot, die Einführung der Videoüberwachung und Etablierung der sog. „Quattro Streifen“ (bestehend aus Einsatzkräften der Polizei Hamburg, der Bundespolizei, der DB Sicherheit und der Hochbahn-Wache) beigetragen. In den vergangenen Monaten wurden die polizeilichen Maßnahmen daher schrittweise im umliegenden Stadtteil St. Georg ausgeweitet. Dazu zählt eine spürbare Erhöhung der Polizeipräsenz mit dem Ziel, sehr niedrigschwellig gegen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten vorzugehen, potenzielle Straftäter und Ordnungsstörer abzuschrecken und das Sicherheitsgefühl der Menschen vor Ort zu stärken.

Das zeigt Wirkung: Im letzten Jahr sank die Zahl der Straftaten in St. Georg um mehr als 1.800 Fälle, was einen im Vergleich zum gesamten Hamburger Stadtgebiet überproportionalen Rückgang von 5,9 Prozent bedeutet. Im ersten Halbjahr 2026 stellte die Polizei bei Gewaltdelikten ebenfalls einen weiteren Rückgang um 3,4 Prozent fest. Trotzdem stellt sich die Belastung für den Stadtteil St. Georg und die dortigen Anwohnenden weiterhin hoch dar. Deshalb sind weitere Maßnahmen wie das kürzlich in Kraft getretene Alkoholkonsumverbot erforderlich. Die Behörden schöpfen dabei alle rechtlichen Befugnisse aus, sowohl die des Polizeirechts sowie des Strafrechts und des Aufenthaltsrechts. So wurden seit November 2025 bereits 30 Straftäter und Ordnungsstörer aus dem Bereich Hauptbahnhof/St. Georg durch die neu eingerichtete Koordinierungsstelle für ausländische Risikopersonen und Straftäter (KOSTARS) zurückgeführt (siehe: https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/behoerde-fuer-inneres-und-sport/presseservice/pressemeldungen/alkoholkonsumverbotszone-am-hauptbahnhof-wird-deutlich-ausgeweitet-1193768).

Das polizeiliche Vorgehen ist dabei eng mit den sozialen und hilfeorientierten Maßnahmen der Sozialbehörde verzahnt. Hamburg verfügt im Umfeld des Hauptbahnhofs und in St. Georg über ein umfangreiches und differenziertes Hilfesystem. Damit wird sichergestellt, dass neben der Erhöhung der öffentlichen Sicherheit auch die soziale und hilfeorientierte Unterstützung der betroffenen Zielgruppe im Mittelpunkt steht. Für die betroffenen Personen wird dabei ein aktivierender Ansatz verfolgt: Ziel ist eine frühzeitige gesundheitliche und soziale Stabilisierung sowie die konsequente Vermittlung in Beratung, Therapie, Unterbringung und weiterführende Hilfen, mit dem Ziel, die Lebenslage der betroffenen Personen zu verbessern und sie von der Straße zu holen und den öffentlichen Raum damit dauerhaft zu entlasten.

Zum Weiterlesen

Schulterblick Eule auf Fahrrad, Verkehrskampagne
Jung von Matt

„Sei weise. Mach den Schulterblick.“ Neue Verkehrssicherheitskampagne vorgestellt

Eine Eule als Vorbild: Im Beisein von Sponsoren, Prominenz und Medien haben der Plakatwettbewerb Polizei Hamburg e. V. und die Polizei Hamburg heute die neue Verkehrssicherheitskampagne „Sei weise. Mach den Schulterblick.“ vorgestellt.

09. September 2026 Pressemitteilung
Menschen machen Yogaübungen auf Yogamatten. Sie befinden sich auf einer Rasenfläche und zwischen Bäumen.
Adobe Stock

Sport verbindet Active City Festival bringt Hamburg am 13. September zusammen

Ein Sonntag voller Sport, Begegnungen und Unterhaltung im Wilhelmsburger Inselpark – mit Hamburger Beachvolleyball-Meisterschaften, Community Run, Streetsoccer, Mitmachangeboten und Programm für die ganze Familie.

02. September 2026 Pressemitteilung
Aufschrift Feuerwehr Hamburg auf Feuerwehrauto
IMAGO / Eibner

Sanierungsoffensive für Hamburgs Feuerwehren Richtfest für den Neubau der Freiwilligen Feuerwehr Barmbek

Mit der hochmodernen Wache am Standort Hermann-Buck-Weg entsteht ein Vorzeigebau. Die Maßnahme ist zugleich Teil eines massiven Investitionsprogramms und reiht sich ein in eine lange Reihe von Neubauprojekten bei der Feuerwehr, die derzeit realisiert werden.

26. August 2026 Pressemitteilung